(dpa/cj) Es war der 9. Oktober 1992, 19.50 Uhr Ortszeit, in der Wells Street in Peekskill, 40 Kilometer nördlich von New York. Ein lauter Knall – und schon hatte der 1980er Chevrolet Malibu Classic V8 von Michelle Knapp ein kräftiges Loch im Kofferraum. Verursacher: ein gut zwölf Kilo schwerer Meteorit, der sich zuvor als einer von 70 Teilen von einem weitaus größeren Himmelskörper gelöst hatte und einer Geschwindigkeit von rund 80 Metern pro Sekunde auf der Erde aufschlug. Der außerirdische Besucher hinterließ zudem einen rund 15 Zentimeter großen Einschlag in der elterlichen Auffahrt der 18-Jährigen. Verletzt wurde zum Glück niemand.
Fast 20 Jahre später hängt der schwer gezeichnete Chevy auf einem Abschleppwagen im niedersächsischen Oldenburg und sieht aus wie ein herkömmliches Unfallfahrzeug. Das feuerrote Stilmobil wurde extra aus Übersee herbeigeschafft für die Ausstellung "Meteoriteneinschlag", die noch bis zum 16. September 2012 im Landesmuseum Natur und Mensch zu sehen ist. "Dieses Auto demonstriert eindrucksvoll die Energie und Geschwindigkeit, mit der Meteore auf die Erde auftreffen. Deswegen sind wir stolz, dass wir dieses begehrte Schauobjekt aus den USA hierher holen konnten", sagte Ausstellungskurator Ulf Beichle, nachdem der Malibu mit einer logistischen Meisterleistung in die Ausstellungsräume verfrachtet worden war. Der Wagen ist noch bis Mitte Mai in Oldenburg zu sehen.