Citroën Aircross Concept (Shanghai): Sitzprobe

Citroën Aircross Concept (Shanghai): Sitzprobe

— 17.04.2015

SUV-Concept von Citroën

Auf der Shanghai Auto Show 2015 zeigt Citroën endlich ein großes SUV –  als Studie, mit Zügen des Cactus. Der Aircross wird das neue Marken-Gesicht.

Moment, das Gesicht kennen wir doch? Die runde Nase, die Mütze tief auf die Schultern gezogen? Das ist doch der Cactus, den Citroën seit sieben Monaten verkauft! Auf der Shanghai Auto Show (22.–29. April) zeigen die Franzosen eine Studie, die diesem Grenzgänger zwischen SUV und Kompakten verblüffend ähnlich sieht – nur ohne die seitlichen Luftpolster. Wird das das erste eigene SUV von Citroën?
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Der Aircross soll stark, aber nicht aggressiv aussehen

Das Steilheck verspricht Nutzwert und Kofferraum, wirkt aber mutlos wie bei einem x-beliebigen SUV.

Beim Näherkommen zeigt sich: Das Showcar ist ein großer Cactus, überragt mit 1,80 Meter Höhe samt Dachträgern sogar den Audi Q5. Auf 4,65 Meter Länge verzichtet der Aircross auf die Keilform aktueller SUVs, zeigt mehr horizontale Linien. "Das Auto soll stark, nicht aggressiv aussehen", sagt Designer Alexandre Malval und erinnert an Citroën der 70er und 80er wie CX, GS und BX. "So entspannt wie damals soll er sich fahren." Die beiden Türen öffnen gegenläufig und ohne B-Säule in der Mitte, erst vier tiefe Sitzschalen erschweren das Platznehmen.

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Die B-Säule fehlt, das Platzangebot stimmt

Hinten noch zwei Schalensitze. Was sagen wohl die Chinesen zu den Stoffmustern in Orange?

Bunte Polster und viele Ablagen sollen einen "Hypercomfort" ermöglichen, das Cockpit wirkt wie im Cactus radikal leer geräumt. Ein zweiter Monitor bildet entweder mit dem Tacho-Display eine Einheit oder rutscht auf einer Schiene vor den Beifahrer, der sich dem total vernetzten Info-Spaß hingeben kann. Auf der Rückbank findet der Chinese reichlich Beinfreiheit und seine geliebten dunklen Scheiben. Ausgelegt ist der Aircross als Hybrid (1,6-Liter-Turbobenziner mit 218 PS, dazu 95-PS-E-Motor an der Hinterachse und Batterien für 50 Kilometer elektrische Reichweite) – tatsächlich steckt nur der Vierzylinder drin. Das Gesicht aber sollten wir uns merken, das tragen künftig viele Citroën, vielleicht sogar ab 2019 das große SUV.
Joachim Staat

Joachim Staat

Fazit

Citroën braucht das SUV so schnell wie möglich. Für China und Europa. Limousinen sind out, der Hochsitzer vereint Image, Design und Komfort. Das sind Kernwerte der Marke und eine gute Basis, um Käufer neu oder zurückzuerobern. Aber dazu das Gesicht des Cactus? Dieser Außenseiter hat noch nicht eingeschlagen, bei uns erst 3200 Kunden gewonnen. Ein Risiko – oder Citroën ist wieder mal Avantgarde?

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