Elektromobilität: Kommentar zur US-Präsidentschaftswahl
— 07.11.2012
Gut, dass Obama bleibt
Barack Obama kämpft für grüne Mobilität und erneuerbare Energien. Wäre Mitt Romney US-Präsident geworden, wäre dieser Weg in Gefahr. Ein Kommentar!
Hätte der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney die US-Präsidentschaftswahlen gewonnen – er hätte fast alles rückgängig gemacht, was Barack Obama in den vergangenen Jahren in den USA auf den Weg brachte. Auch, wenn es um die Automobilindustrie geht.
AUTO BILD-Autor Hauke Schrieber – hier am Steuer des Tesla Model S – setzt auf Barack Obama.
Die Obama-Regierung hat den Benzinschluckern den Kampf angesagt. Sie hat finanzschwache Start-up-Unternehmen, die mit innovativen Technologien auf den Markt kommen wollen, durch zinsgünstige Darlehen unterstützt. Sie fördert den Kauf von Elektroautos mit 7500 Dollar. Sie verschärft Gesetze und zwingt alle Hersteller, Zero-Emission-Modelle auf den Markt zu bringen. Dazu kommen neue, strengere Verbrauchsstandards. Und: Obama setzt auf erneuerbare Energien.
Mitt Romney nannte Fisker und Tesla Hersteller von "elektrischen Batterieautos". Nur ein Versprecher?
Das alles stand bei der Wahl auf dem Spiel. Denn der Republikaner Mitt Romney machte im Wahlkampf keinen Hehl daraus, was er von Firmen wie Tesla oder Fisker hält: "Loser" nannte er sie in der ersten TV-Debatte, obwohl sie sich – zugegeben, ohne bislang Geld zu verdienen – auf dem Weltmarkt etabliert haben. Romney kritisierte, dass viele Milliarden Dollar in solche Unternehmen "investiert" wurden, was zudem nicht stimmt, handelt es sich doch um Darlehen. Obamas Ansatz, Spritfresser nach und nach durch verbrauchsarme Modelle abzulösen, findet Romney schlicht falsch. Vielmehr würde er vor den Küsten der USA und in Alaska nach Erdöl bohren lassen. Und sein Kandidat für den Posten des Vize-Präsidenten, Paul Ryan, fragte in seiner TV-Debatte rhetorisch: "Ist es eine gute Idee, Steuergelder für E-Autos in Finnland auszugeben?" Ryan spielte auf die Produktionsanlage von Fisker beim finnischen Partner Valmet an.
Wie wenig sich Romney als US-Präsident mit der Materie "Grüne Mobilität" beschäftigen würde, beweist ein Zitat aus der dritten und letzten Fernsehdebatte: Dort nannte er Fisker und Tesla Hersteller von "elektrischen Batterieautos".
Kommentare zum Artikel (3)
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Um so schlimmer dass es weitere 4 Jahre mit Obama gibt. Es gibt mir zu denken was für Typen für eine Autozeitschrift arbeiten.
Puuuhh! Das wär ja echt schlimm geworden mit dem Romney. Er liebt Öl, Kohle und Gas! Dämlicher und konservativer geht’s ja wohl echt nicht mehr, oder?
Das wäre echt ein Rückschlag für die Elektromobilität geworden. Wahrscheinlich hätte Romney den Chevrolet Volt in der Wüste einstampfen lassen, so wie damals Bush den EV1.
Elektroautor_com
Was wäre wenn... Die Frage in Bezug auf ein Sieg von Romney ist klar. Bei einem Urlaub in den USA vor gerade einer Woche habe ich einige Reden im TV mitbekommen. Romney sagte dort in einer Wahlkampfrede klar: Er liebt Öl, Kohle und Gas. Mit einem Sieg für ihn würde er mehr nach Öl bohren lassen und dieses fördern. Damit ist sicher: Mit Romney gibt es mehr Öl fürs Volk ... damit die Benzinpreise für die Amerikaner nicht noch mehr steigen sollen. Wahlkampf an der Zapfsäule...