Fiat 500 auf der Los Angeles Auto Show 2010

Fiat 500: LA Auto Show 2010

— 18.11.2010

Little Italy in Los Angeles

Nach 27 Jahren kehrt Fiat auf den US-Markt zurück. Der Fiat 500 soll die Herzen der Amis erobern. Kein leichtes Erbe für die Knutschkugel im Land der Pick-ups und V8-Motoren.

(dpa/sb) Die Rückkehr von Fiat auf den US-Markt ist in trockenen Tüchern. Der kultige Kleinwagen Fiat 500, der den Weg für den italienischen Autobauer frei machen soll, geht zuerst bei 130 Händlern im gesamten Land an den Start. Sie nehmen ab sofort Bestellungen entgegen. Die Fiat-Schwestermarke Chrysler veröffentlichte am 18. November die komplette Liste der Händler. Das kompakte Auto im Retrodesign soll eine Lücke im Chrysler-Modellprogramm schließen und an die zwischenzeitlichen Erfolge des konkurrierenden Mini aus dem Hause BMW anknüpfen. Fiat ist die fünfte Marke im Konzernverbund neben Chrysler, Dodge, Jeep und den Ram-Trucks. Viele Experten bezweifeln aber, dass die kleinen Autos italienischer Bauart bei den US-Kunden ankommen. Denn die stehen eher auf riesige Geländewagen, Pick-up-Trucks und Limousinen.

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Der Kleinwagen-Boom aus Zeiten hoher Spritpreise ist abgeflaut, seitdem Benzin wieder billig ist. Der Liter kostet in den USA umgerechnet etwa ein Viertel des deutschen Preises. Die Mini-Verkäufe schrumpfen kontinuierlich, der Absatz des Smart fortwo ist in Nordamerika sogar regelrecht eingebrochen. Chrysler-Händler hatten sich im Vorfeld zudem über die Konditionen für den Fiat-Vertrieb beschwert. So war eine der Auflagen, extra Verkaufsräume einzurichten. Das geht ins Geld – und nach dem Krisenjahr 2009 mit der Chrysler-Beinahepleite sind viele Händler blank.

Eine Nummer größer: Smart Fünftürer für die USA

Fiat kontrolliert Chrysler nach dessen überstandener Insolvenz. Der Italiener Sergio Marchionne führt beide Unternehmen in Personalunion. Die Verkaufszahlen steigen seit einigen Monaten wieder, bislang hat Chrysler aber noch kein Geld verdient. Ein Rückgriff auf Fiat-Technik soll das Blatt wenden. Der Fiat 500 rollt im mexikanischen Chrysler-Werk Toluca vom Band. Der für US-Verhältnisse winzige 1,4-Liter-Motor wird im Chrysler-Werk Dundee im US-Bundesstaat Michigan produziert.

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