Ford Focus RS: Goodwood 2015

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Ford Focus RS: Goodwood 2015

— 25.06.2015

Der RS kann wirklich driften!

Ford nennt die offiziellen Leistungsdaten des Focus RS. Dazu gibt es erstmals vier verschiedene Fahrprogramme. Eines nennt sich "Drift-Mode".

Ford hat beim Goodwood Festival of Speed 2015 die offiziellen Leistungsdaten des Focus RS verraten. Der 2,3 Liter große Ecoboost-Vierzylinder bringt es auf 350 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 440 Newtonmeter und liegt zwischen 2000 und 4500 Touren an. Für 15 Sekunden sind sogar 470 Newtonmeter abrufbar. Die Drehzahlgrenze des Turbo-Motors ist bei 6800 Umdrehungen pro Minute erreicht. In Goodwood sehen die Zuschauer den Kompaktsportler auch erstmals in Bewegung – kein Geringerer als Gymkhana-Star Ken Block soll das Potenzial des Allradlers demonstrieren. Weiterhin verkündete Ford, dass im Focus RS vier verschiedene Fahrprogramme zur Verfügung stehen. Unter den wählbaren Modi befindet sich auch ein Drift-Programm, das kontrolliertes Übersteuern erlauben soll. Wie gut der Modus tatsächlich funktioniert, zeigt das Video. Zudem gibt es eine Launch-Funktion. Anfang 2016 wird der neue Ford Focus RS an die Kunden ausgeliefert.


Erstmals vorgestellt wurde der Focus RS auf dem Genfer Autosalon 2015. Bezüglich der Leistung blieb Ford damals noch etwas vage und sprach von "deutlich über 320". Über die nun dritte Generation wurde vorab viel spekuliert: Kommt er, kommt er nicht? Wenn ja, dann mit welchem Motor? Und bleibt es beim Vorderradantrieb? Zwar stand das Projekt wohl auf der Kippe, doch dass sich Ford durchgerungen hatte, einen neuen RS zu bauen, kündigten vorab diverse Erlkönige an. Der Fünfzylinder wurde verbannt. Statt dessen nutzt der neue Focus RS den 2,3 Liter großen Vierzylinder-Turbo in Alu-Vollbauweise aus dem Ford Mustang. Und auch der Vorderradantrieb ist Geschichte. Erstmals spendiert Ford dem Focus RS einen Allradantrieb, nennt das System "Ford-Perfomance-Allradantrieb". Zwei elektronisch gesteuerte Differenziale an der Hinterachse steuern zusammen mit der Bordelektronik die Kraftverteilung. Nicht nur zwischen Vorder- und Hinterachse, sondern auch zwischen den beiden hinteren Rädern. Das "Torque Vectoring" soll sich auf das Handling und das Kurvenverhalten positiv auswirken. Maximal 70 Prozent der Antriebsleistung fließen an die Hinterachse. Diese werden im Extremfall vollständig an ein einzelnes Rad weitergereicht. Bis zu 1 "g" Querbeschleunigung verspricht Ford.

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Er ist wieder da: Sitzprobe im neuen Focus RS

Fahrer und Beifahrer nehmen im Ford Focus RS standesgemäß auf sportlichen Schalensitzen Platz.

Laut Ford soll der neue Focus RS mit vier angetriebenen Rädern neue Maßstäbe in Sachen Fahrdynamik in der Kompaktklasse setzen. Als Kompetenz-Beweis wurde bereits verkündet, dass das Ford-Performance-Team den neuen RS in Kooperation mit Gymkhana- und Rally-Cross-Star Ken Block entwickelt hat. Das Design ist ähnlich radikal wie beim Vorgänger geraten. Auf dem ersten Blick wirkt der neue Focus RS zwar nicht ganz so aggressiv, doch das ist in erster Linie den gefälligeren Formen der aktuellen Focus-Generation zuzuschreiben. Die Front ziert ein großer, zweiteiliger Kühler-Schlund, im oberen Segment prangt neben der Kennzeichenhalterung ein blaues RS-Emblem. Durch die grobmaschige Abdeckung schimmern die großen Kühler durch. Seitlich in den Aussparungen der Nebelscheinwerfer befinden sich zwei weitere Öffnungen, über die Kühlluft an die Bremsanlage geleitet wird. Von der Seite zeigt der Focus RS seine großen 19-Zoll-Felgen, serienmäßig bestückt mit Michelin-Pilot-Super-Sport-Reifen in der Dimension 235/35 R 19. Optional kann der Kunde erstmals einen Sportreifen (Semi-Slick) ordern: Der Michelin Pilot Sport Cup 2 wurde laut Ford speziell für den Einsatz auf abgesperrten Rennstrecken konzipiert. Am Ende des Daches installierte das Ford-Performance-Team einen großen Dachspoiler. Am unteren Ende des Hecks, mittig zwischen den beiden typischen Endrohren im Diffusor, ist die Nebelschlussleuchte in Formel-1-Manier untergebracht.

Im Innenraum geht es dagegen fast schon behaglich zu. Von den zivileren Focus-Modellen abweichend, installierte das Ford-Performance-Team im RS Schalensitze, eine 300-km/h-Tacho-Skala, Anzeigen für Ladedruck, Öldruck und Öltemperatur, sowie ein wulstiges RS-Lenkrad. Ansonsten herrscht die typische Focus-Atmosphäre vor. Noch gibt es kein Wort zum Preis. Als Vergleich: Der 305 PS starke Vorgänger mit Frontantrieb kostete 2010 etwa 36.000 Euro in der Basis.

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