Ford Mondeo Vignale (2015): Fahrbericht

Ford Mondeo Vignale (2015): Fahrbericht

— 15.05.2015

Erste Fahrt im Luxus-Mondeo

Edle Materialien, Geräuschdämmung und nur die Top-Motorisierungen: Der Ford Mondeo Vignale ist das neue Topmodell. Wir sind ihn gefahren!

Feines Leder, bequeme Sitze, alles fühlt sich nach Oberklasse an. Überraschung, es ist ein Ford Mondeo in der Luxusausstattung Vignale. Das Vignale stammt vom Autodesigner Alfredo Vignale und steht für das neue Luxusversprechen bei Ford.

Edle Materialien, bequeme Sitze: Der Vignale versprüht Oberklasseflair.

Technisch ist der Vignale ein Mondeo, also ein solider Mittelklassewagen, der durch dezenten Feinschliff in die Königsklasse gehoben werden soll. Die beiden Vignale-Modelle Limousine und Turnier, die nur mit den Topmotorisierungen des herkömmlichen Mondeo angeboten werden, haben mehr Chrom, serienmäßige LED-Scheinwerfer und wahlweise 19-Zoll-Felgen. Außerdem bekommt der markige Kühlergrill das für den Vignale charakteristische Sechseckmuster. Im Innenraum wird der Luxusanspruch der Vignale-Reihe deutlicher. Feinstes gestepptes Leder ist über alle Monturen im Cockpit gezogen, die Rechtecke aus dem Grill finden sich in dem funktionalen Muster der Sitze wieder und eine zwölf Lautsprecher umfassende Surround-Sound-Anlage von Sony sorgt für die richtige Klangkulisse.

Vier Mittelklasse-Kombis im Test

Gutes Infotainment, aber schwerfälliges Display

Gutes Infotainment mit vielen Verbindungsmöglichkeiten. Nur die kleinen Schaltflächen stören.

Die Software für das Infotainment-System SYNC2 hat Ford in Zusammenarbeit mit Microsoft ausgearbeitet. Durch die kräftige Folien-Oberfläche reagiert das Display leider schwerfällig – man muss eher drücken als leicht tippen. Gemeinsam mit relativ kleinteiligen Symbolen ist es dem Fahrer während der Fahrt somit fast unmöglich, schnell und genau eventuelle Zieländerungen im Navigationssystem vorzunehmen. Also doch lieber am Straßenrand anhalten, ist sowieso sicherer. Die Konnektivität des SYNC2 ist jedoch hervorragend. So können problemlos USB-Sticks mit Musik oder Smartphones via Bluetooth angeschlossen werden.

Sitzprobe Ford Mondeo Vigniale

Apropos Geräusche, dank des neuen und im Mondeo Vignale erstmals eingesetzten Noise Cancellation Systems sollen Störgeräusche im Innenraum um die Hälfte reduziert worden sein. Es ist zwar leise, ganz ausgeblendet wird die Straße jedoch nie. Zusätzlich wurden Radkästen aufwendig gedämmt und Fenster speziell laminiert.
Alle News und Tests zum Ford Mondeo

Der erste Mondo mit Allrad

Zusätzliche Chromleisten und optionale 19-Zoll-Felgen zeichnen das Topmodell äußerlich aus.

Manchmal kommt der Vignale jedoch ins Stolpern. Für den europäischen Markt und im Gegensatz zu seinem Technikverwandten wurde das Fahrwerk des Vignale gestrafft. Das Zusammenspiel aus dem härteren Fahrwerk, den 19-Zöllern und der etwas synthetischen Lenkung bringen die Premiumkarosse hin und wieder aus dem Rhythmus. Die Bremsen sind direkt und griffig. Beschleunigen funktioniert im Sport-Modus ohne Verzögerung, ansonsten reagiert der Motor auch in mittleren Drehzahlbereichen für einen Diesel spritzig. Der Vignale wird der erste Mondeo, der auch als Allrad verfügbar ist. Adaptives Getriebe und eine intelligente Steuerung des Antriebs machen ihn zum Mitdenk-Auto. Die stärkste Vignale-Motorisierung findet sich im 2,0-Liter-TDCi-Bi-Turbo mit 210 PS. Der Turbo-Diesel hat deutlich  mehr Zug als die allradgetriebene Version und klingt trotz – oder gerade wegen – der "Active Noise Cancellation" wie ein Benziner. Dank der harten Fahrwerksabstimmung und den kräftigen Bremsen fährt sich die Top-Motorisierung des Vignale sportlich und agil. Auf starke Lenkeinschläge und Beschleunigungsmomente reagiert der Wagen zwar schwammig, fängt sich jedoch durch gut abgestimmtes ESP schnell wieder.

Ford Vignale Mondeo: UPDATE!

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Der Mondeo Vignale in der Allradversion startet bei 45.000 Euro, der 2,0-Liter-EcoBoost bei 40.700, für den Bi-Turbo müssen mindestens 44.500 Euro bezahlt werden. Bestellen kann man den Vignale ab Juli 2015, geliefert wird im September. Übrigens, Autowäschen werden von Ford übernommen und ein Hol- und Bringservice erledigt die Werkstatttouren.

Autor: Simon Berg

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