Pascal Wehrleins Weg an die Spitze

Formel 1: Wehrlein optimistisch

— 03.10.2017

Williams eine Option

Die Chancen für Pascal Wehrlein auf ein Formel-1-Cockpit 2018 stehen nicht schlecht. Bei diesen Teams könnte der Deutsche vielleicht noch unterkommen.

Für Pascal Wehrlein (23) müssen sich die letzten Interviewrunden wie ein Déja-vu angefühlt haben. Immer wieder das Gleiche. Weil Sauber sportlich das Schlusslicht bildet, konzentrieren sich die Fragen der Reporter auf Wehrleins persönliche Zukunft. Dabei hatte der Schwabe zuletzt nicht viel zu verkünden. Während sein Mercedes-Juniorkollege Esteban Ocon bei Force India bereits verlängert hat, muss Wehrlein warten.

Pascal Wehrleins Weg an die Spitze



Doch die Möglichkeiten sind besser und vielfältiger, als viele Experten bislang dachten. Das gibt nun auch Wehrlein zu: „Ich denke, die Chancen stehen ganz gut.“ Der Deutsche glaubt sogar: „In den nächsten Wochen wird sich etwas entscheiden. Ich glaube, dass wir dieses Jahr nicht so lange warten müssen.“ Hintergrund: Seinen aktuellen Rennsitz bei Sauber hatte Wehrlein erst im Januar fix.

Fährt Wehrlein noch mal für Sauber 2018?

Aber was sind Wehrleins Alternativen? Wie AUTO BILD MOTORSPORT bereits in Singapur exklusiv vermeldete, ist Sauber sehr wohl wieder eine Option. Das bestätige Teamchef Frederic Vasseur nun bei unseren Kollegen von Auto Motor und Sport. Der Grund: Ferrari will seinen Junior Charles Leclerc bei den Schweizern unterbringen und wünscht sich einen starken Teamkollegen als Messlatte.

Doch auch bei Williams ist Wehrlein nach Informationen von ABMS ganz vorn dabei in der Cockpit-Verlosung. Seine Gegner: Paul di Resta und der aktuelle Stammfahrer Felipe Massa. Robert Kubica ist als PR-Träger extrem interessant für Williams. Hinter seiner Behinderung am rechten Arm steht allerdings ein Fragezeichen. „Ich bin sehr realistisch und weiß, dass die Möglichkeiten als Vollzeit-Fahrer in die Formel 1 zurückzukommen, gering sind“, sagte er dem FIA-Magazin Auto. Mitte Oktober muss er in Ungarn einen Vergleichstest gegen Paul di Resta im Williams von 2014 absolvieren. 

Alkohol-Hauptsponsor Martini stellt für Wehrlein übrigens kein Problem dar. Williams bestätigte ABMS, dass der Einsatz eines mindestens 25 Jahre alten Fahrers nicht vertraglich festgeschrieben ist. In den fünf Ländern, in denen Alkohol erst ab 25 konsumiert werden darf, könnte ein älterer Testfahrer wie di Resta die PR für Martini übernehmen. Für Wehrlein würde auch ein Rabatt für die Mercedes-Motoren sprechen, die Williams derzeit komplett bezahlen muss. Und: Technikchef Paddy Lowe ist scharf auf das Mercedes-Heck (Getriebe, Aufhängung etc.), das derzeit nur Force India bekommt. 
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Bleibt Toro Rosso. Das B-Team von Red Bull hat Daniil Kvyat gerade vorläufig in Formel-1-Rente geschickt, verliert Ende des Jahres auch Carlos Sainz an Renault. In den Augen von Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko und Teamchef Franz Tost muss Wehrlein, der in Spanien im unterlegenen Sauber Achter wurde, eigentlich ein Wunschkandidat sein. Bleibt die Frage, ob ein Mercedes-Junior jemals in einem Red Bull sitzen wird. Die Antwort kann wohl nur Dietrich Mateschitz persönlich geben.

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Sauber

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