Vier Kompakte mit Diesel im Test

Golf, Octavia, A3, Leon: Diesel-Kompakte im Test

— 06.12.2013

Es wird eng für den Golf

Extrem schnell, extrem sparsam: Der neue Skoda Octavia RS mit 184-PS-Diesel im Vergleich mit seinen Konzernbrüdern Audi A3 Sportback, Seat Leon FR und VW Golf GTD.

Vorn die Bayern, dann der Rest. Es gibt nicht viele Überraschungen in der Bundesliga. In der Kompaktklasse auch nicht: erst der VW Golf, dann der Rest. Nicht etwa, weil der Volkswagen bei uns Testern einen Marktführer-Bonus hätte. Sondern weil der Golf über die Jahre und Modellwechsel eine Reife erreicht hat, gegen die kein Konkurrent mehr ankam. Doch seit diesem Jahr sind die Karten neu gemischt. Denn die größten Kontrahenten des Golf kommen aus der eigenen Familie, fahren mit seiner Technik, streben wie er nach Perfektion. Der VW-Konzern hat gleich drei neue Kompakte auf der gleichen Plattform auf den Markt gebracht, die dem Bestseller näher ans Blech rücken, als es VW lieb sein dürfte.

Überblick: Alle News und Tests zum VW Golf

Immer noch der Beste im Konzern? Mit A3, Octavia und Leon hat der Golf starke Gegner im eigenen Hause.

Oder, um in der Fußballersprache zu bleiben: Die B-Elf der Bayern greift an. Keine schlechte Taktik, denn der neue Baukasten ermöglicht eine bis dato kaum gekannte Differenzierung zwischen den einzelnen Modellen. Zumal der Spaß nicht auf der Strecke bleiben muss. Der neue Spaß-Sportler Octavia zeigt es: Wie Audi, Seat und VW haben nun auch die Tschechen den neu entwickelten, 184 PS starken Diesel im Programm. Dieser Motor beweist, welche Fortschritte die Entwickler in den vergangenen Jahren gemacht haben. Obwohl die hohen Anforderungen an Crash-Sicherheit und Komfort unsere Autos groß und schwer gemacht haben, bleiben alle Testkandidaten im Testverbrauch unter sechs Litern pro 100 Kilometer. Wer es darauf anlegt, schafft sogar locker eine Vier vor dem Komma. Und das mit Autos, die mit bis zu 234 km/h über unsere Autobahnen rauschen können. Wer aber macht am meisten aus dem gemeinsamen Gen-Pool? Mal wieder der Golf, der sich auch beim jüngsten Modellwechsel treu geblieben ist und trotz aller Sportlichkeit auf Ausgewogenheit setzt?

Oder der edle Audi, der als Sportback den gleichen Radstand wie der Golf hat und jetzt auch mit seinem Platzangebot punkten will? Ein gewichtiges Wort hat aber auch der Seat mitzureden, der auf Emotion und niedrige Preise setzt. Und natürlich wieder der Skoda Octavia, der gegenüber dem Vorgänger wohl den größten Sprung im Baukasten-Quartett machte. Es wird also mal wieder spannend in der Kompaktklasse – ganz im Gegensatz zur Fußball-Bundesliga. Die Details zum Vergleich gibt es in der Bildergalerie.
Autor:

Stefan Voswinkel

Fazit

Die vier Konzernbrüder sammeln am Ende alle über 500 Punkte. Respekt, so eine hohe Leistungsdichte spricht für die neue Konzernplattform. Am Ende gewinnt der Golf – weil er auch als GTD so harmonisch ist. Der Octavia bietet das beste Raumangebot, ist aber zu hart abgestimmt, um hier gewinnen zu können. Der Audi ist trotz Nobel-Cockpit schlicht zu teuer, um einen Sieg einzufahren. Und der Seat? Ist beeindruckend gut. Aber nicht gut genug für diese harte Konkurrenz aus dem eigenen Haus.

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