Mazda 3
Von Mazdas Skyactiv-Motor ist für 2018 die zweite Generation angekündigt.
Bild: Toni Bader
Kommt schon 2018 ein Mazda3 mit "Biesel"-Motor? Der japanische Autobauer ist einem Bericht der Wirtschaftszeitung Nikkei zufolge auf dem besten Weg, in absehbarer Zeit einen Benzin-Selbstzünder zur Serienreife zu entwickeln. Wichtigster Vorteil soll ein um rund 30 Prozent verbesserter thermischer Wirkungsgrad und damit ein entsprechend niedriger Kraftstoffverbrauch sein. Außerdem wird der Ausstoß von Stickoxid (NOx) und Ruß, der eine teure Abgasnachbehandlung nach sich zieht, massiv reduziert. Beim System der homogenen Kompressionszündung (kurz HCCI = Homogeneous Charge Compression Ignition) entzündet sich das Luft-Kraftstoff-Gemisch im Teillastbereich nicht direkt an der Zündkerze (Otto) oder am Einspritzstrahl (Diesel), sondern gleichzeitig an jeder Stelle im Brennraum. Dies geschieht, indem sich der Kraftstoff schon vor der Zündung weitgehend homogen mit der Verbrennungsluft vermischt. Dafür werden Kraftstoffe mit frühem Siedebeginn und -ende eingesetzt.

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Alle News und Tests zu Mazda
Benziner gegen Diesel Teil 1 und Teil 2
Das Bestreben, das Beste aus zwei Welten, also die Selbstzünder mit Diesel und die saubere Verbrennung im Benziner, zu nutzen, ist nicht neu. Bereits 2007 arbeitete Mercedes am "DiesOtto", auch VW und GM versuchten sich auf dem Gebiet – alle jedoch ohne vorzeigbares Ergebnis. Auch Mazda gab schon am Rande der Tokyo Motor Show 2013 einen Ausblick auf seine zukünftigen Motorenkonzepte mit HCCI-Technik – und macht nun offenbar ernst. Basis könnte die für 2018 angekündigte zweite Generation des Skyactiv-Motors sein, dessen Verdichtung von heute 14:1 auf bis zu 18:1 steigen soll. Komplett auf Verbrennungsmotoren scheint aber auch Mazda nicht zu setzen. Ab 2019 wollen die Japaner ein massentaugliches Elektroauto produzieren, zwei Jahre später einen Plug-in-Hybriden präsentieren.