Qualität, Attraktivität, Service, Kosten - diese vier Bereiche definieren die Marktforscher von J.D. Power and Associates als ausschlaggebend für die Zufriedenheit eines Kunden mit dem Fahrzeug seiner Wahl. Wer da 2011 am besten ist? Der Mazda3. Seine Zuverlässigkeit liegt auf höchstem Niveau, die Designsprache Kodo sorgt für Topwertungen im Bereich Attraktivität. Und die Betriebskosten sind niedrig. AUTO BILD beantwortet die wichtigsten Fragen. J.D. Power Report – was ist das? J.D. Power ist ein renommiertes Marktforschungsunternehmen aus den USA, das weltweit Autofahrer befragt, wie zufrieden sie mit ihrem Fahrzeug sind. Seit 2002 gibt es die jährliche Untersuchung in Deutschland – bei den Herstellern schlagen die Zahlen ein wie eine Bombe.

J.D. Power Report 2011: Bilder der Preisverleihung in Berlin

Volvo V50
Der Volvo V50 landet auf Platz 3 der Gesamtwertung, nur knapp hinter Mazda3 und Honda Accord.
Bild: Thomas Ruddies
Wie funktioniert die Umfrage? Die Marktforscher haben 2011 17.158 Autofahrer per Online-Interview nach ihren Erfahrungen mit ihrem Fahrzeug und dem Hersteller befragt. Zum Vergleich: Für die Messung der Einschaltquoten im Fernsehen sind hierzulande gerade einmal knapp ein Drittel so viele Haushalte zuständig. Die Teilnehmer fahren ihren Wagen seit etwa zwei Jahren und haben auf im Schnitt 38.700 Kilometern reichlich Erfahrung sammeln können. Wichtig: In die Wertung schaffen es nur Modelle, für die mindestens 50 auswertbare Antworten vorliegen. Bei der Hersteller-Wertung müssen es mehr als 100 Antworten sein. Das macht den J.D. Power Report so repräsentativ wie gründlich.
Kann man Zufriedenheit messen? Zugegeben: Es klingt erst einmal schwierig. Aber es geht um Folgendes: Werden die Erwartungen, die man beim Kauf in das eigene Auto hatte, erfüllt? Im Detail geht es um die vier bereits erwähnten Kagegorien. Die Attraktivität des jeweiligen Autos fließt mit 32 Prozent am stärksten ins Gesamtergebnis ein, es folgen die Punkte Qualität und Zuverlässigkeit (26 Prozent), Unterhaltskosten (22) und Service mit 20 Prozent. Alle Wertungen werden gewichtet und bilden einen Zufriedenheitswert in Prozent. Den zeigen wir als Prozentangabe und bei den Modellen als Note. Welchen Nutzen bietet die Umfrage? Hier haben Autofahrer ihr Votum abgegeben, die mehr als 550 Millionen Teskilometer absolviert haben. Die sollten wissen, welche Autos glücklich machen. Die Hersteller profitieren von den Ergebnissen für die Produktentwicklung, die Autofahrer erhalten nützliche Tipps für den Autokauf. Denn da gilt: Wer Bescheid weiß, der kauft besser.
Volvo ist der Hersteller, der 2011 das beste Zeugnis von seinen Kunden ausgestellt bekommt. Die Schweden rappeln sich nach Rang elf vor zwei Jahren in beeindruckender Manier auf und stehlen der versammelten Branche die Show. Vorjahressieger Mercedes bleibt nur der Silberrang. Die ehemals top platzierten Japaner Nissan und Suzuki rutschen ins Mittelfeld ab. Auch die einzelnen Volvo-Modelle schlagen sich beachtlich. V50 und V70 schaffen es in ihrer Klasse auf die Ränge zwei und drei. Der V50 kann sich außerdem den dritten Platz in der 2011er Gesamtwertung sichern. Der XC60 ist 2010 das meistverkaufte Modell von Volvo. 2012 wird er auch in der Modellwertung angreifen.
Mercedes ML-Klasse II
Obere Mittelklasse, Oberklasse und SUVs: Mercedes hat in insgesamt drei Klassen die Nase vorn.
Bild: Sven Krieger
In der Kategoriewertung siegt bei den Kleinstwagen der Fiat 500, bei den Kleinwagen der Mazda2. In der Unteren Mittelklasse hat der Mazda3 die Nase vorn, in der Mittelklasse der Honda Accord. Rang eins in der Premium-Mittelklasse sichert sich die Mercedes C-Klasse, der Titel in der Oberklasse geht an die E-Klasse. Bei den Vans liegt der Ford S-Max, bei den SUV und Geländewagen die M-Klasse von Mercedes vorn. Detaillierte Infos ab 17. Juni 2011 in AUTO TEST 7/11 bzw. AUTO BILD 24/2011.Oben in der Bildergalerie finden Sie die ersten 20 der Modellwertung und die Sieger in den acht Kategorien. Sie wollen sich einen der Gewinner zulegen? Neuwagen/Gebrauchtwagen.