Jaguar XE (2015): Fahrbericht

Jaguar XE (2015): Fahrbericht

— 20.05.2015

Jaguar nimmt's sportlich

Der XE bekennt sich zu seinen sportlichen Genen und legt sich mit der gesamten deutschen Mittelklasse an. Wie er sich schlägt, klärt unser Fahrbericht!

Video: Jaguar XE (2015)

Dieser Jaguar überrascht

Sie stehen auf deutsche Wertarbeit? Audi, BMW, Mercedes sind für Sie die Krone der automobilen Schöpfung? Dann sind Sie hier richtig. Denn mit dem XE hat Jaguar jetzt eine Limousine, die in der feinen Mittelklasse noch für Furore sorgen wird. A4, 3er und C-Klasse können sich warm anziehen!
Das kostet der Jaguar XE

Der XE baut etwa so groß wie die drei Deutschen, ein schlanker, eleganter Viertürer mit durchtrainierter Figur. Langer Radstand (2,84 m), kurze Überhänge, flacher Aufbau, alles stimmig und im Detail geschliffen. Auf der Straße wirkt er übrigens zierlicher und kompakter als vielleicht auf den Fotos. Auch das Cockpit ist fein gearbeitet, wird bestimmt von der mächtigen Mittelkonsole mit dem Jaguar-typischen runden Automatik-Drehknopf und dem Acht-Zoll-Touchscreen des neuen Multimediasystems. Die Instrumente liegen in tiefen Höhlen, ansonsten viel Hochglanz, viel Leder. Die Qualität liegt irgendwo zwischen BMW und Audi. Vorn sitzt man schön tief, nahe an der Straße, auf griffigen, großen Sitzen. Platz gibt es mehr als genügend. Im Fond wird es enger – Größere müssen den Kopf einziehen. Man sitzt aber ziemlich gemütlich auf einer bequemen Rückbank.

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Alfa Romeo Alfetta Illustration Jaguar XF Illustration Jaguar XF Illustration

Auch das Heck ist stimmig. Als S mit
schwarzer Heckschürze, Kofferraum 455 Liter.

Zum Start wird es zwei Diesel und drei Benziner geben. Der neue Zweiliter-Diesel kommt mit 163 und 180 PS. Den Zweiliter-Vierzylinder-Benziner wird es mit 200 und 240 PS geben. Spitzenmodell ist der aus dem F-Type bekannte V6 mit 340 PS. Und mit dem ist der XE S heftig unterwegs, stürmt in 5,1 Sekunden auf 100. Der Dreiliter-Kompressor schiebt schon früh kraftvoll an, hat aber auch Freude an der Drehzahl. Dabei klingt er wohltuend sonor, bei höheren Touren wird es heiser bis kernig. Und wie immer spielt die ZF-Achtstufenautomatik (Serie) aufmerksam mit, ein stimmiger Antrieb.

Jaguar XE vs. BMW 3er

Der XE ist eigenständig eingerichtet. Breite Mittelkonsole mit Acht-Zoll-Monitor.

Der XE steht ja auf einer völlig neuen Jaguar-Land-Rover-Plattform mit Hinterradantrieb und Alu-Doppelquerlenkern vorn sowie Alu-Mehrlenkerachse hinten. Überhaupt, Alu: 75 Prozent der Karosserie bestehen aus dem Leichtmetall. Erstmals bei Jaguar kommt eine elektromechanische Servolenkung zum Einsatz. Und, schönen Gruß an die Deutschen: Die Engländer haben das alles bestens arrangiert, mit seinen sportlichen Fahreigenschaften ist dieser Jag eine echte Konkurrenz. Der XE fährt sich leichtfüßig, agil, sehr ausgewogen. Kein Wunder, die Achslastverteilung ist ausgeglichen, liegt bei 51 Prozent vorn und 49 Prozent hinten. Das kriegt sonst nur BMW hin. Der XE S hat adaptive Dämpfer, die Federung arbeitet gelassen und harmonisch, der Jag gleitet souverän über Gullys, Bodenwellen oder was auch immer. Die Elektrolenkung spricht direkt und präzise an – vielleicht fehlt ein Schuss mehr Fahrbahnkontakt, mehr Gefühl.

Für den XE S will Jaguar 54.600 Euro. Den Zweiliter-Benziner mit 200 PS gibt es ab 36.450 Euro, den Zweiliter-Diesel liefert Jaguar ab 36.500 Euro. Start: 13. Juni 2015. Wir freuen uns schon!
Dirk Branke

Dirk Branke

Fazit

Ehrlich, ich bin positiv überrascht. Beim neuen XE stimmt alles: hinreißendes Design, moderne Motoren, aufwendiges Fahrwerk, tolles Handling, hoher Komfort. Kurz: eine ernsthafte Alternative zu Audi A4, BMW 3er und Mercedes C-Klasse.

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