Jeep Grand Cherokee 2.7 CRD Startech

Jeep Grand Cherokee 2.7 CRD Startech Jeep Grand Cherokee 2.7 CRD Startech

Jeep Grand Cherokee 2.7 CRD Startech

— 18.04.2002

Stärker statt stark

Turbodiesel-Tuning kann so einfach sein. Startech hat mehr gemacht. Und bringt eine 205-PS-Version des neuen Diesel-Jeep.

Startech, wer ist das? Schon ein Blick auf die Anschrift der Firma verrät es: Brabus-Allee in Bottrop. Genau, der gleichnamige Mercedes-Veredler steckt dahinter. Seit Chrysler und Jeep in einem Konzern mit Mercedes sind, kümmert sich Brabus-Chef Bodo Buschmann auch um Jeep. Das Ergebnis der Bemühungen von Startech beim neuen Jeep Grand Cherokee 2.7 CRD mit dem Mercedes-CDI-Turbodiesel spiegelt das seit vielen Jahren bekannte Erfolgsrezept von Brabus: Es wird vorher ausgiebig nachgedacht, dann wird mit beachtlichem Aufwand entwickelt und das sehenswerte Ergebnis dann zu exklusiven Preisen der Kundschaft offeriert. So läuft das Geschäft in Bottrop schon lange sehr gut, und nichts spricht dafür, dass sich daran etwas ändern wird. Denn die Kunden sind zufrieden.

1,2 Sekunden schneller auf 100

Das Sportlenkrad von Startech heißt "Sportairbaglenkrad". Haben die Bottropper jetzt auch noch den schnellsten Airbag?

Beim getesteten SD4-Leistungskit für den Grand Cherokee CRD dürfte dies auch nach diesem Muster ablaufen. Denn die versprochene Leistungssteigerung ist nicht nur messbar, sondern auch spürbar. Ein prozessorgesteuertes Zusatzsteuergerät, das am serienmäßigen Motorrechner angeschraubt und mit ihm per Kabelbaum verbunden wird, sorgt für 205 statt 163 PS und 450 statt 400 Newtonmeter Drehmoment. Wegen der korrekt - das heißt mit legalen Abgaswerten - arbeitenden Einspritzanlage bleibt das typische Turboloch großvolumiger Turbodiesel der heutigen Generation zwar erhalten. Ab etwa 1600 Touren geht es dafür noch munterer voran als mit dem Serien-Jeep. Für die Beschleunigung auf Tempo 100 spuckte das Messgerät eine um 1,2 Sekunden verbesserte Zeit von 10,2 Sekunden aus. Noch deutlicher wird die Zusatzkraft, wenn man die Werte für die Beschleunigung auf 140 km/h vergleicht: vorher 25,8, jetzt 21,2 Sekunden.

Bergab sieht der Drezahlmesser rot

Auch die Höchstgeschwindigkeit konnte um sieben Stundenkilometer auf 194 km/h gesteigert werden. Dabei lässt der Diesel-Grand-Cherokee von Haus aus wegen des bei 4200 Touren beginnenden roten Bereichs am Drehzahlmesser hier nur wenig Spielraum für den Tuner. Im Serienauto dreht der Motor korrekt mit 4050 Touren, beim Startech-SD4 zittert die Nadel exakt am roten Bereich. Auf der Ebene wohlgemerkt, denn schon an leichten Autobahngefällen ist noch mehr Tempo drin. Aber dann zeigt der Drehzahlmesser tiefrote Werte an, die man dem Diesel nicht zumuten sollte. Bei gleichmäßiger Fahrweise merkt man vom getunten Motor fast nichts.

Nur wer den direkten Vergleich mit dem Serienauto hat, kann registrieren, dass der Startech-Diesel vor allem unter Last etwas härter verbrennt und damit kerniger klingt. Störend ist es aber nie. Die Bottroper nehmen jede Chance wahr, viel Geld auszugeben: Neben optischen Extras baut Startech Hochleistungsbremsanlagen, Sportfahrwerke mit 30 Millimeter Tieferlegung, Sportauspuffanlagen oder 20-Zoll-Räder ein. Aber auch Spezialitäten des Hauses wie beleuchtete Trittbretter, einen integrierten Bildschirm für Navigation und TV und superweiches Spezialleder im ganzen Innenraum bieten die Bottropper an. Man muss nur Geld haben ...

Technische Daten und Ausstattung

Turbodiesel aus Stuttgart: Auf den ersten Blick unverändert, doch rechts oben in der Ecke sitzt die angepasste Motorsteuerung.

Vorsprung durch Startech(nik): 4,6 Sekunden schneller auf 140 km/h und eine halben Meter früher im Stand aus 100 - der CRD von Startech ist der Serie immer eine Nasenlänge voraus. Auch an der Zapfsäule, denn mit 0,5 Liter Diesel weniger auf 100 Kilometer ist die Serie genügsamer.

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