Killer-Kältemittel R1234yf setzt Mercedes B-Klasse in Brand

Kältemittelstreit in Frankreich

Zulassungsstopp aufgehoben

Frankreich muss den Verkauf von Mercedes-Modellen mit dem Kältemittel R134a zulassen. Das hat das oberste Verwaltungsgericht entschieden.
(dpa) Frankreich muss den Verkauf von Mercedes-Modellen mit dem Klimaanlagen-Kätemittel R134a  zulassen. Im Kältemittel-Streit gab das oberste Verwaltungsgericht am 27. August 2013 in Paris diese Entscheidung zugunsten des Autobauers Daimler bekannt.

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In Stuttgart wurde die Entscheidung begrüßt: "Der Conseil d'Etat hat unsere Rechtsauffassung bestätigt und die Zulassungsblockade in Frankreich mit sofortiger Wirkung aufgehoben", hieß es bei Daimler. Frankreich hatte sich seit Anfang Juli geweigert, Kompaktmodelle von Mercedes zuzulassen, die vom Kraftfahrt-Bundesamt mit dem alten Kältemittel R134a zertifiziert worden waren. Daimler hatte gegen die Blockade eine Verfügung beantragt. Das Gericht hatte am vergangenen Freitag dazu verhandelt.

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Laut Daimler konnten mehr als 4500 Fahrzeuge der A-, B-, SL- oder CLA-Klasse nicht ausgeliefert werden. Die französischen Behörden wollten den Autobauer zwingen, in neuen Modellen das moderne, aber gefährliche Kältemittel R1234yf einzusetzen. Sie werfen dem Konzern unzulässige Umgehung von EU-Umweltvorschriften vor. Daimler verweist auf Sicherheitstests, bei denen das Kältemittel R1234yf Feuer gefangen und giftiges Gas freigesetzt hatte. Das Kraftfahrt-Bundesamt genehmigte Daimler die Verwendung des alten Kältemittels. Außer Frankreich erkennen das alle EU-Staaten an.

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