Kaufberatung Mercedes-Benz C-Klasse

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Kaufberatung Mercedes-Benz C-Klasse

— 14.01.2003

Wo steckt am meisten Mercedes drin?

Vier-, Fünf- oder Sechszylinder? Limousine, Coupé oder Kombi? Diesel oder Benziner? Basis- oder Luxusausstattung? Wir sagen, welche Kombination die beste ist.

Zehn Motoren, drei Ausstattungen

Obwohl es bereits seit fünf Jahren die A-Klasse gibt, betrachten noch immer die meisten Kunden die C-Klasse (zweite Generation, Debüt 2000) als den eigentlichen Einstieg in die Mercedes-Welt. Im ersten vollen Verkaufsjahr 2001 haben sich allein in Deutschland über 150.000 Sternfahrer für die Baureihe W 203 entschieden. Das brachte die C-Klasse im September des Jahres hinter dem Golf auf Platz zwei der Zulassungsstatistik. Vor dem Passat, vor dem Corsa, vor dem Astra.

Unglaublich für ein Auto, das damals mindestens 49.880 Mark gekostet hat. 2002 konnte der "Baby-Benz" das hohe Niveau nicht ganz halten. Die Verkaufszahlen rutschten bis Oktober auf rund 130.000. In der November-Zulassungsstatistik lag der Stuttgarter auf Platz 7. 2003 soll es wieder bergauf gehen.

Dafür hat Mercedes-Benz seine C-Klasse bestens gerüstet: mit zehn verschiedenen Motoren, drei Getrieben, zwei Antriebsarten, drei Karosserie-Varianten und drei Ausstattungslinien. Darüber hinaus kann der Kunde zwischen mehr als 100 Ausstattungsdetails wählen, wovon allerdings über ein Drittel allein für Räder/Reifen und Radio/Kommunikation draufgeht.

Ein Motor (143 bis 192 PS) für drei Modelle

Zu den Neuheiten: Wer einen Blick in die aktuelle Preisliste wirft, entdeckt dort das Modell C 200 CGI. Leider ein Papiertiger. Der neue, 170 PS starke Benzin-Direkteinspritzer bereitet den Stuttgarter Ingenieuren noch einigen Kummer. Der Verkaufsstart wurde auf Februar/März verlegt.

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, galt bei Mercedes bisher: Was hinten dransteht, ist auch vorn drin. Jetzt muss der Kunde umdenken. Der 200 CGI, der 180 K(ompressor) und auch der 200 K basieren auf ein und demselben Motor, dem neu entwickelten 1,8-Liter-Vierzylinder der Familie M 271.

Aus produktionstechnischen Gründen haben alle einheitliche Abmessungen (z. B. Zylinderabstand von 90 Millimetern). Eine Hubraumgröße liefert momentan Leistungen von 143 bis 192 PS, je nachdem, wie der Grundmotor durch unterschiedliche Technikbausteine variiert wird. Zum Beispiel Direkteinspritzung, Lancester-Massenausgleich, variabel verstellbare Nockenwellen oder Kompressor-Aufladung mit Ladeluftkühlung.

AUTO BILD-Empfehlung: der C 180 K

Bei unseren Vergleichsfahrten zeigte sich schnell, dass der teuerste Kandidat nicht immer auch die beste Empfehlung sein muss. Sicher, der 218 PS starke V6 im C 320 liefert hohen Komfort und souveräne Fahrleistungen, kostet aber mindestens 36.656 Euro. Wer so viel Geld nicht ausgeben möchte, aber dennoch flott und komfortabel unterwegs sein will, sollte zum Einstiegsmodell greifen, dem C 180 K. Selten war die Basis so gut wie in diesem Fall.

Der 143-PS-Vierzylinder harmoniert bestens mit dem Auto, die Leistung ist völlig ausreichend, der Verbrauch mit 9,3 Litern wirtschaftlich vertretbar. Diese Vernunft spart 9918 Euro zum C 320. Viel Geld, das sich leicht in eine schöne Ausstattung investieren lässt. Gegen den C 200 Kompressor mit 163 PS spricht grundsätzlich nichts. Allerdings läuft er nicht so leise wie der 180er, schluckt 1,4 Liter mehr – und ist 1566 Euro teurer.

Wenig Sinn macht der Sechszylinder C 240 (der übrigens 2,6 Liter Hubraum hat). Zwar bietet er etwas mehr Laufruhe als die Vierzylinder, wirkt in seiner Kraftentfaltung aber zu träge. Also: Wenn schon V6, dann den C 320. Generell lassen sich alle Modelle bis auf den 200 CGI mit einer Fünfgangautomatik (2007 Euro, Serie Allrad) ausrüsten. Schon traditionell die bessere Wahl, denn die Handschaltung gehört nicht gerade zu den technischen Highlights der Stuttgarter. Die Führung des Hebels geht zwar leicht von der Hand, bleibt aber oft hakelig.

Sahnestück der C-Klasse: die Dieselmotoren

Seit Common Rail und Co haben sich die Dieselaggregate, egal welcher Hubraumgröße, zu wahren Sahnestücken entwickelt. In der C-Klasse leistet bereits der C 200 CDI (Hubraum aber 2,2 Liter) 116 PS, was für sich betrachtet nicht wenig ist, zumal das Drehmoment von 250 Newtonmetern selbst das des C 240 V6 übertrifft.

Doch wer viel auf der Autobahn unterwegs ist, spürt: "Ein bisserl mehr könnt's schon sein." Hier passt der C 220 CDI mit seinen 143 PS perfekt. Zwar 2204 Euro teurer als der C 200 CDI, doch angenehmer, harmonischer und auch spürbar spritziger zu fahren. Dieses Plus kostet nur 0,2 Liter mehr Sprit auf 100 Kilometer. Da fällt die Wahl nicht schwer.

Weitere 3828 Euro trennen den C 270 CDI (Klimatisierungsautomatik und größere Batterie serienmäßig) vom C 220 CDI. Wer den Diesel-Power-Kick (170 PS, 370 Newtonmeter) sucht, wird hier fündig. Wer die Vernunft gewinnen lässt, sagt: Der 220er reicht mir völlig.

Die Ausstattungen im Überblick

Zum Thema Ausstattungslinien gilt generell: "Elegance" und "Avantgarde" (jeweils 1798 Euro Aufpreis) enthalten keine wirklich wichtigen Details, sondern sind mehr kosmetischer Natur (wie z. B. farbiges Gurtband). Somit empfiehlt sich, lieber die Basis-Ausstattung "Classic" zu nehmen und Extras individuell zu ordern.

Völlig leistungs- und ausstattungsunabhängig ist bei Mercedes nur eines: die Sicherheit. In diesem Punkt zählt die C-Klasse zum Besten, was der Automarkt zu bieten hat. Wenn es hart auf hart kommt, kann man sich auf seinen Baby-Benz verlassen. Die Höchstwertung von fünf Sternen im Euro-NCAP-Crashtest spricht eine deutliche Sprache.

Fazit und Technische Daten

Fazit Im Test überzeugte uns der 180 Kompressor. Sein Vierzylinder läuft angenehm leise und vibrationsarm. Durchzug, Beschleunigung und auch die Höchstgeschwindigkeit sind vollkommen ausreichend. Sein Verbrauch ist mit 9,3 Liter Super akzeptabel. Als Ausstattung empfiehlt sich "Classic", als Extra ein Automatikgetriebe. Das Gleiche für den Diesel. Hier liefert der C 220 CDI den besten Kompromiss. Er verbraucht nur unwesentlich mehr als der 200er (6,8 zu 6,6 Liter), bietet aber deutlich bessere Fahrleistungen, was sich besonders bei häufiger Autobahnfahrt positiv bemerkbar macht.

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