Knaus Boxdrive First Edition: Wohnmobil-Test
Verdammt nah am Pkw

Der Crafter, ein Komfort- und Handling-Genie: So hat ihn die Redaktion von AUTO BILD REISEMOBIL kennengelernt. Mal sehen, wie schön es sich in ihm wohnen lässt.
- Christian Steiger
Der Premierenapplaus ist abgeklungen, jetzt tobt der Preiskampf. So schnell geht's im Leben unserer Autos: Ab 219 Euro lässt sich der VW Crafter neuerdings leasen, denn bei Mercedes glüht mit dem Sprinter der größte Rivale vor. Für die Reisemobil-Branche ist das so spannend wie für uns Tester. Einer der ersten Hersteller, die sich den Crafter griffen, ist Knaus. Der Boxdrive stand im Sommer 2017 auf dem Caravan-Salon, jetzt kommen die ersten Exemplare zum Händler. Das ist er: Vorerst nur ein Sondermodell, limitiert auf 150 Exemplare und mit 79.900 Euro ganz oben in der Kastenwagen-Kaste angesiedelt. Da passt es, dass die Knaus-Werber den Boxdrive First Edition mit Oberklasse-Limousinen à la S-Klasse und A8 vergleichen. An der Verwöhn-Vollausstattung scheitert's jedenfalls nicht: Der Boxdrive kommt serienmäßig u. a. mit Klimaautomatik, Spurhalteassistent, Abstandsregeltempomat, Navi und beheizbarem Lederlenkrad. Nur beim Format hakt der Vergleich, aber zugunsten des Knaus: Der streckt sich mit 6,84 Metern länger als jede Vorstands-Limousine.
Komfort ist die Stärke des Boxdrive

Richtig liegen: Das fällt nicht schwer bei maximal 2,12 auf 1,60 Meter Fläche im komfortablen Längsbett.
Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD
Überblick: Alles zum Thema Wohnmobile
Geht's bergauf, ist der 140-PS-TDI gut beschäftigt

Selbst auf engen Landstraßen fühlt sich der Sieben-Meter-Kastenwagen mehr nach T6 California an.
Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD
Fazit
Er ist lang, er ist schwer – und doch verdammt nah am Pkw: Wer nicht nur gediegen wohnen will, sondern auch kultiviert fahren, wird mit dem Boxdrive glücklich. Sein größtes Manko ist die geringe Zuladung, nicht mal 300 Kilo gramm. Der hohe Preis sinkt mit dem einfacher ausgestatteten Serienmodell. Urteil: 4,5 von fünf Punkten.
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