Koenigsegg Agera One:1: Sitzprobe

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Koenigsegg Agera One:1 (Genf 2014): Sitzprobe

— 07.03.2014

Carbon-Geschoss mit 1360 PS

Im Koenigsegg Agera One:1 treffen 1360 PS dank radikalem Leichtbau auf ebenso viele Kilogramm. Wir haben in der wahnwitzigen Schweden-Flunder Platz genommen.

Manchmal sagen Zahlen mehr als Worte. Zwanzig zum Beispiel – so viele Sekunden braucht der Koenigsegg Agera One:1, um den Fahrer von 0 auf 400 zu katapultieren. Oder 1360 – so viele PS leistet der Biturbo-V8-Mittelmotor des radikalen Schweden. Dazu kommt die Eins, die dem neuesten Koenigsegg seinen Namen gab – denn jedes PS des Agera One:1 muss nur ein Kilogramm beschleunigen.

Die Türen des Agera One:1 fahren hervor und stellen sich im 90-Grad-Winkel auf.

Genauso beeindruckend wie die nackten Zahlen ist das Aussehen des neuesten Koenigsegg, der Berechnungen zur Folge über 440 km/h fahren soll. An der Front sorgen ein riesiger Splitter und Luftleitbleche aus Carbon für eine martialische Optik. Am Heck prangt ein gigantischer Spoiler aus Kohlenstoff und auch die Felgen backt Koenigsegg aus dem edlen Leichtbaumaterial. Sowieso ist am Agera One:1 fast alles aus Carbon, ob sichtbar oder verdeckt unter dem silbernen Lack.

Die Highlights des Genfer Salons 2014

Einsteigen. Die Türen schwenken nach außen und stellen sich im 90-Grad-Winkel auf. Vorausgesetzt man findet den Türöffner, der sich im Luftleitkanal versteckt. Über die breiten Schweller geht es hinunter ins Supersportler-Souterrain. Erst das rechte Bein in den Innenraum stellen, dann ganz klein machen und mit dem Hintern voran in den Sitz gleiten. Linkes Bein nachziehen – fertig. Die nächste Herausforderung wartet in Form des Fünfpunktgurtes, der den Fahrer am Schalensitz fest fixiert. Schnell einsteigen und losfahren erfordert im Koenigsegg viel Übung. Die Sitzschalen sind mit Wildleder bezogen und halten die Insassen fest umklammert. Dabei ist die Sitzposition so komfortabel, dass auch lange Strecken kein Problem darstellen. Positiv überrascht das Platzangebot. Die Carbon-Flunder bietet auch großen Menschen viel Kopffreiheit – kein Wunder, die Sitze sind praktisch auf der Bodenplatte montiert.

Im Heck der Carbon-Flunder lauert der 1360-PS-Biturbo-V8.

Das Interieur des Agera One:1 ist edel und blitzsauber verarbeitet. Wohin das Auge blickt: Wildleder und Echt-Carbon. Sogar das abnehmbare Dach ist mit gestepptem Leder verkleidet. Damit der Beifahrer weiß, wo er Platz genommen hat, hat Koenigsegg das Logo des One:1 ins Armaturenbrett gestickt. In der schlichten Aluminium-Mittelkonsole ist ein Display und eine runde Bedieneinheit mit zentralem Motor-Start-Knopf verbaut. Das an den Griffstellen mit Wildleder bezogene Lenkrad liegt sehr gut in den Händen. Dahinter befindet sich das mittige Kombiinstrument bestehend aus Drehzahlmesser (roter Bereich bei 7000) und Tacho (bis 450 km/h). Beim Blick durch die Windschutzscheibe im Wide-Screen-Format fühlt man sich eher wie der Pilot eines Kampf-Jets als in einem Auto. Zum Schluss folgt noch ein kurzer Blick auf das Herz des Agera One:1. Motorhaube auf! Unter zwei dicken Luftsammlerbacken aus – richtig geraten – Carbon schlummert der doppelt aufgeladene Achtzylinder und wartet darauf, seine 1360 PS an die 345er-Walzen zu schicken.
Peter R. Fischer

Peter R. Fischer

Fazit

Zahlen hin oder her – mit dem Agera One:1 zeigt Koenigsegg was in Sachen Technik und Luxus möglich ist. Wirklich gebraucht wird das Carbon-Geschoss nicht, geil ist er trotzdem – supergeil.

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