Kompakt-SUVs der Zukunft

Audi Q1 Alfa Romeo SUV

Kompakt-SUVs der Zukunft

— 15.04.2011

Neue Boulevard-Offroader

Der Boom der Boulevard-Offroader ist ungebrochen. Warum auch nicht: Die neuen Kompakt-SUVs sind deutlich sparsamer und zudem optisch gefälliger. Ein Blick in die Glaskugel.

Die Verachtung für die automobilen Riesen ist geschrumpft, deutlich geschrumpft. Klar, es gibt sie noch, diese SUVs vom Schlage eines Audi Q7, BMW X5 oder Mercedes GL – und auch die dazugehörige Käufergruppe. In den letzten Jahren jedoch etablierte sich im Schatten der Großen die Gemeinde der kompakteren Offroad-Ableger – günstiger im Kaufpreis, mit weniger wuchtigem und daher sozialverträglicherem Auftritt – aber dennoch mit den Vorzügen ausgestattet, die ein SUV jedweder Größe mit sich bringt: etwa die deutlich höhere Sitzposition über dem Asphalt, die für eine bessere Übersicht über das Verkehrsgeschehen sorgt und zugleich ein subjektives Gefühl größerer Sicherheit vermittelt.

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In puncto Abmessungen wird der neue Crossover aus dem Hause Alfa Romeo kaum größer als der BMW X1.

Oder den (hier oftmals gegen Aufpreis erhältlichen) Allradantrieb für den Feldwegeinsatz auf der Fahrt zur Pferdekoppel, jetzt aber variabel aktivierbar oder automatisch zuschaltend. Die Vorzüge der Sport Utility Vehicles lassen sich also nicht von der Hand weisen – was nicht nur der Kunde längst erkannt hat, sondern eben auch die um hohe Absatzzahlen bemühten und um eine gute Marktposition kämpfenden Fahrzeughersteller. Getreu dieser reizvollen Absatzthematik herrscht im Hause Audi weiterhin die SUV-Downsizing-Devise. Nach Q7, Q5 und dem in der zweiten Jahreshälfte erscheinenden Q3 könnte ab 2015 auch ein Q1 das Portfolio bereichern.

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Für das kleine Lifestyle-Gefährt stünde den Ingenieuren der modulare Querbaukasten zur Verfügung, wobei der Q1 aber wohl ausnahmslos als dreitüriges Coupé mit Platz für vier Personen ins Rennen um die Gunst der Käufer geschickt werden könnte. Ein Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass genug Abgrenzungsmerkmale erhalten bleiben müssen, sollte die Plattform auch für Konzepte der Konzernmarken Seat, Skoda und Volkswagen genutzt werden. Bereits 2013 könnte die Allroad-Version auf Basis des Modells A1 in den Handel kommen, dann aber in Fünftürer-Konfiguration. Als optisches Charakteristikum wird am kleinen Allroad-Audi eine Kunststoffbeplankung rundum im unteren Teil der Karosserie zum Einsatz kommen, ergänzt um eine größere Bodenfreiheit.

Alfa-SUV ab 2013

Beide Konzepte teilen sich das Motorenspektrum und könnten zugleich die Basistriebwerke des Q3 als Topmotoren nutzen. Ein bis dato unbeschriebenes Blatt in Sachen SUV – vom 156 Crosswagon einmal abgesehen – ist Alfa Romeo. Doch wir erinnern uns schwach: Bereits 2003 zeigten die Italiener auf dem Genfer Automobilsalon mit der Studie Kamal ihre Offroad-Ambitionen, die nun endlich weiter gen Serienfertigung getrieben werden. Im Jahr 2013 soll ein Kompakt-SUV (zusammen mit einem weiteren, größeren Crossover als Konter zu BMW X3 und Co, basierend auf dem C/D-Teilesatz der neuen Giulia) auf den Markt kommen. Als technisches Fundament für den kleinen Alfa-Crossover nutzt Alfa die C-Plattform der Giulietta, wahlweise gepaart mit Front- oder Allradantrieb, kombiniert mit MultiAir-Benzinern, Dieselmotoren, CNG-Aggregaten oder gar als Plug-in-Hybrid.

Familien-SUV von BMW

Das gelungene Design entspringt dem hauseigenen Centro Stile. Erst 2016 wird BMW den kleinen Bruder des Modells X1 lancieren. Sein Name: FAST. Was sich in diesem Fall nicht auf die Geschwindigkeit des Projektfahrzeugs bezieht, sondern vielmehr als einprägsame Abkürzung für Family Activity Sports Tourer steht. Mit dem FAST will BMW Lifestyle, Nutzwert und sportliches Flair unter einen Hut bringen, bei einem Preis, der merklich unter dem des X1 liegen soll. Allradantrieb wird als xDrive-Version wie bei den vergleichbaren Konkurrenzfahrzeugen lediglich gegen Aufpreis angeboten, der Basis-FAST kommt als sDrive mit Vorderradantrieb daher.

Mazda Minagi auf dem Autosalon Genf 2011

Das Design des Minagi gibt einen Ausblick auf die neue Marken-Designsprache namens Kodo und zeigt neue Technologien.

Mit etwa vier Meter Gesamtlänge fällt der FAST rund 45 Zentimeter kürzer aus als der gegenwärtige X1; angetrieben werden soll das neue Modell zunächst von den neuen 2,0-Liter-Vierzylinderaggregaten mit 150, 184 und 218 PS, wobei selbstverständlich auch Selbstzünder in das Motorenabteil Einzug halten werden. Auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon präsentierte Mazda seine neueste Crossover-Kreation der Weltöffentlichkeit. Die Minagi getaufte Kompakt-SUV-Studie gibt einen Ausblick auf die neue Marken-Designsprache namens Kodo. "Ein kompaktes Crossover-SUV ist aus meiner Sicht ideal geeignet, um Agilität und fokussierte Bewegung zu illustrieren", so der verantwortliche Designer Masashi Nakayama. Was Opel, Renault und Co. für ihre SUV-Zukunft geplant haben, sehen Sie oben in der Bildergalerie.

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