Sitzprobe Lamborghini Aventador SV

Lamborghini Aventador LP 750-4 SV: Sitzprobe

— 02.03.2015

So sitzt es sich im Brutalo-Lambo

Das Kürzel SV markiert bei Lamborghini seit jeher die oberste Leistungsspitze bei den Zwölfzylindern. Erste Sitzprobe im Aventador Superveloce.

Seit vier Jahren wildert der Lamborghini Aventador LP 700-4 recht erfolgreich in den elitären Gefilden der potentesten Supersportwagen der Welt. Jetzt folgt auf dem Genfer Autosalon 2015 der Ritterschlag des V12-Saugers mit der Erhebung in den Stand der Superveloces. Das entsprechende Kürzel "SV" schmückte bereits den Miura, und es steht für die sportliche Speerspitze der Zwölfzylinder. Dabei spielt die Zahl 50 eine entscheidende Rolle: 50 Kilogramm weniger Gewicht steht ein Leistungsplus von 50 PS gegenüber.

Der mächtige Flügel verrät das Topmodell

Gegen Auftriebstendenzen: Bei mehr als 350 km/h Spitze braucht es schon einen sehr großen Flügel.

Dass es sich hier nicht um einen "normalen" Aventador handelt, erkennt man am ehesten am Hinterteil des SV: Vier einzelne, "nackte" Endrohre aus leichtem Aluminium sitzen mittig zwischen einem neugestalteten Heckdiffusor, viel Sichtcarbon kontrastiert dort mit der neuen Lackfarbe "Rosso Bia". Doch Blickfang ist der riesige Heckspoiler aus Carbon. Der lässt sich in drei Positionen fixieren und verändert die Balance zwischen maximalem Abtrieb und maximaler Geschwindigkeit um bis zu 15 Prozent. Vor dem Flügel sitzen beim herkömmlichen Aventador bewegliche Lufteinlässe, die beim SV durch große Öffnungen aus Carbon ersetzt wurden und ein bisschen an die späten Countach erinnern.

Riesige Räder sorgen für gute Traktion

Auf großem Fuße: Vorne sind 20-, hinten 21-Zöller montiert – der Zentralverschluss ist optional.

Die geschmiedeteten Leichtbauräder messen beim SV vorn 20, hinten 21 Zoll und sind mit Pirelli PO Corsa-Gummis in den Formaten 255/35 und 355/25 bezogen. Optional sind die Räder auch mit Zentralverschluss zu haben; die Keramikbremsen sind bei allen Lambos serienmäßig. Für eine bessere Aerodynamik wurde auch die Front neu gestaltet und hat jetzt zwei querlaufende Flügel, von denen einer in Carbon, einer in Wagenfarbe ausgeführt ist. Neben der neuen, offeneren Optik verspricht Lamborghini ein präzises Lenkgefühl bei hohen Geschwindigkeiten. Im Inneren des Superveloce legte Lamborghini viel Wert darauf, dass möglichst viel Carbon des Monocoques auch sichtbar ist. Ein Teil der Gewichtseinsparung geht auf das Konto von umsichtig weggelassenem Dämmmaterial, 20 Kilogramm sparen allein die Schalensitze, die ebenfalls aus Carbon sind. Die neuen Armaturen leuchten in den Fahrmodi Strada und Sport jetzt gelb, verfügen über ein G-Meter und eine auffällige Anzeige für die Schaltvorgänge.

Die Fahrleistungen machen eine Gänsehaut

Kraftpaket im Heck: Der 6,5-Liter-V12 leistet 750 PS und schiebt den Lambo in 2,8 Sekunden auf 100 km/h.

Die 50 Mehr-PS holte man durch Feinschliff an der variablen Ventilsteuerung sowie der Ansaugung und der neuen Abgasanlage mit niedrigerem Gegendruck. Die interessanteste Neuerung ist die Kombination des Pushrod-Fahrwerks mit magnetorheologischen Dämpfern. Dadurch wird die Dämpfung jedes einzelnen Rades blitzschnell und individuell angesteuert, was Längs- und Querbewegungen der Karosserie reduziert. In Kombination mit der ebenfalls neuen Dynamik-Lenkung verspricht Lamborghini ein Handling auf neuem Niveau. Die Leistungsdaten sprechen ohnehin für sich: 0-100 km/h in 2,8 Sekunden, die 200 km/h fallen nach 8,6 Sekunden, Vmax liegt bei über 350 km/h. Leider ist auch der Preis nicht ohne: Knapp 390.000 Euro kostet der schnellste und stärkste Lamborghini aller Zeiten.

Autor: Ralf Kund

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Supersportwagen

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