Mashup-Cars: AUTO BILD-Aprilscherz 2011

Mashup-Cars

— 01.04.2011

Aus zwei mach eins

Ein Berliner Start-up baut aus den Einzelteilen unterschiedlicher Hersteller neue Autos zusammen. Daraus ergeben sich unzählige neue Modelle – zum Beispiel der "Mini 500"!

Wer glaubt, nur Chinesen bedienen sich dreist am Design unserer schönen Autos, der liegt falsch. Anfang 2012 kommt in Deutschland der "Mini 500" auf den Markt – eine Mischung aus Mini Cooper und Fiat 500. Die Idee hatte das Berliner Start-up-Unternehmen "Mashup-Cars". Es baut nagelneue Autos, indem es Komponenten bereits bestehender Modelle neu zusammenfügt. "Mashup ist ein moderner Begriff für den guten alten Remix", erklärt Firmengründer Norbert Winterhofer. "Schon vor Jahrzehnten wurden verschiedene Musikstücke zu einem neuen Ganzen miteinander gemischt – genau das machen wir jetzt mit Autos."

Mashup der Meisterklasse: Brilliance A3 in Shanghai 2011

Ob so eine Mischung überhaupt funktioniert, das muss zunächst aufwendig simuliert werden. Winterhofers Kollege Wendehard Matteking ist Software-Entwickler und hat den "Mashup-Konfigurator" entworfen. Das hochkomplexe Computerprogramm berücksichtigt zunächst die Abmessungen der Fahrzeuge und checkt dann die technischen Gegebenheiten auf maximale Kompatibilität. Nähere Details will Matteking nicht verraten, nur so viel: "Es ist sicherlich einfacher, Ihr Gehirn in meinen Kopf zu transplantieren. Aber bestimmt nicht wünschenswerter."
Lexikon: Mashup
"Mashups" sind voll im Trend: Der Begriff steht laut Wikipedia "für die Erstellung neuer Inhalte durch die nahtlose (Re-)Kombination bereits bestehender Inhalte". Nicht nur Ex-Minister Guttenberg hat ein Händchen dafür, auch die chinesischen Autohersteller sind Meister des Mashups. Sie kopieren das Design westlicher Volumenmodelle nicht etwa plump auf ihre eigenen Autos, sondern vermischen verschiedene Elemente mehrerer Marken. Ein perfektes Beispiel ist der Brilliance A3 auf der Auto Shanghai 2011, der gleichzeitig an BMW, Audi und Skoda erinnert.

Streng geheimes Softwareprojekt: Per "Mashup-Konfigurator" kann der Kunde im Internet bald sein eigenes Auto zusammenmixen.

Der Mini 500 ist für Mashup-Cars nur ein Testballon. Mit dem fertigen Konfigurator soll der Kunde später im Internet seine eigenen Modell-Kombinationen entwerfen. "Wird das Produkt als realisierbar eingestuft, geht automatisch die entsprechende Bestellung an die Autohersteller raus", erläutert Norbert Winterhofer. "Mash on Demand" hat die Firma das Verfahren getauft, das klingt nach einem hohen Grad an Automatisierung. Trotzdem finden die nächsten Arbeitsschritte in einer Manufaktur statt: Zerlegt und wieder zusammengesetzt werden die Komponenten per Handarbeit in einem ehemaligen Hangar des Flughafens Tempelhof.

Verrückt: Zehn-Zoll-Räder für die Umwelt

autobild.de zeigt in der Bildergalerie, was in Sachen Mashup-Cars so alles möglich ist: BMW A1 Coupé, Giulietta DS4, Alfa Martin 8CDB9 ... der Fantasie der Kunden sind keine Grenzen gesetzt. Welches Mashup-Car würde Ihnen gefallen? Schreiben Sie einen Kommentar!

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