Mercedes-AMG Project One (2019): Vorschau

Mercedes-AMG Project One (2019): Vorschau

— 27.05.2017

Über 1000 PS im AMG-Hypercar

Der Mercedes-AMG Project One kommt 2019 auf den Markt, hat 1035 PS und kostet über zwei Millionen Euro. AUTO BILD hat neue Infos zum Hypercar!

Dank elektrischem Turbo will Mercedes-AMG ein Mittel gegen das Turboloch gefunden haben.

©Daimler AG

Neues vom Hypercar Project One: Mercedes-AMG hat den Antriebsstrang präsentiert. Dank eines elektrischen Turboladers soll es endlich ein Mittel gegen das nervige Turboloch geben, der Turbo-Sechszylinder soll sogar ein besseres Ansprechverhalten haben als ein Sauger! Frischluft wird über einen mächtigen Lufteinlass aus Carbon direkt hinter der Fahrgastzelle eingesaugt. Die rein elektrische Reichweite ist allerdings wenig atemberaubend, denn das Project One kommt mit seinen vier Elektromotoren und der 800-Volt-Batterie lediglich 25 Kilometer weit. Genauso viel Reichweite hat auch der Konkurrent Porsche 918 Spyder. Ob Mercedes-AMG es noch schafft ein Leistungsgewicht von eins (ein PS pro Kilogramm) zu schaffen, ist derzeit noch offen. Antrieb und Batterie wiegen allein 520 Kilogramm, selbst in Leichtbauweise. Darum gilt ein Gewicht unter 1300 Kilogramm als realistisch, ausreichend für Fahrleistungen auf Augenhöhe mit Koenigsegg und Co liegen.

Die über 1000 PS Leistung setzen sich wie folgt zusammen: Der 1,6-Liter-Turbo aus dem Formel-1-Weltmeisterauto von 2016 soll im Project One 759 PS bei 11.000 U/min leisten. Unterstützt wird der Turbo-Sechszylinder von vier Elektromotoren. Drei leisten 120 kW, einer steuert 80 kW bei. Zu den Wartungsintervallen ist durchgesickert, dass der nur 1,6 Liter große, hochdrehende Sechszylinder spätestens alle 50.000 Kilometer eine umfangreiche Überholung benötigt.

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Mercedes-AMG GT4 Illustration

Project One mit Allradantrieb

Die elektrisch angetriebenen Vorderräder machen die geflügelte Carbon-Flunder außerdem zum 4x4-Boliden. Die Hinterradlenkung und ein Aktivfahrwerk, das jedes Rad einzeln ansteuern kann, sollen als weitere Dynamikschmankerl für eine atemberaubende Straßenlage auf Rennsportniveau sorgen. Bei der Beschleunigung setzen die Reifen das Limit: Trotz des Allradantriebs geht es auf Tempo 100 kaum schneller als in 2,5 Sekunden. Wie Ferrari und McLaren verwendet auch AMG ein ebenso stabiles wie leichtes Monocoque aus Carbon und spendiert zusätzlich eine aktive Aerodynamik – das vielfältig verstellbare Luftleitwerk wirkt entweder bremsend oder erhöht den Anpressdruck in schnellen Kurven.

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Der Project One erinnert an den CLK-GTR

Zur Optik lässt sich noch nicht viel sagen. Das neue Teaserfoto zeigt das massive Heck des Project One. Zu sehen sind jede Menge Luftein- und auslässe und eine Dachhutze. Die Kotflügel sind extra breit, die Heckansicht erinnert entfernt an den legendären CLK-GTR (der indirekte Vorgänger des Project One).  Herausragendes Designelement und Markenzeichen des Project One werden die grazilen Flügeltüren im Stil des Ur-SL von 1954 sein. Während es für potenzielle Kunden bereits eine Vorab-Präsentation zum neuen Hypercar gab, müssen sich alle anderen noch bis zur IAA 2017 gedulden. Pünktlich zum 50. Geburtstag von AMG soll der Project One präsentiert werden. Mercedes-AMG hat außerdem verraten, dass insgesamt nicht mehr als 275 Project One gebaut werden und die Bestellbücher gut gefüllt sind. Nach aktueller Auftragslage ist der Project One fast ausverkauft.

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Autoren: Georg Kacher, Jan Götze, Katharina Berndt

Fotos: Daimler AG

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