C-Klasse T-Modell: Fahrbericht

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Mercedes C-Klasse T-Modell (2014): Fahrbericht

— 14.07.2014

So fährt das C-Klasse T-Modell

Zwei von drei C-Klassen werden als Kombi verkauft. Ob der Benz für alle Fälle auch die bessere C-Klasse ist, klärt unser erster Fahrbericht.

Video: Mercedes C-Klasse T-Modell (2014)

Edler Lastesel

Wir Deutschen sind schon ein komisches Auto-Volk. Während die ganze Welt nach SUVs und dicken Limousinen giert, stehen wir auf Kombis. Bei einigen Herstellern wie Volkswagen beträgt deren Anteil am Verkaufsprogramm bis zu 95 Prozent - die Limousine stirbt aus. Kein Wunder also, dass Mercedes nur wenige Monate nach dem Verkaufsstart der neuen C-Klasse den Kombi nachschiebt. Und sie scheinen beim Stern ihre Hausaufgaben gemacht zu haben. Noch nie war ein T-Modell so praktisch wie der neue Mittelklasse-Lastesel.
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Kofferraum schluckt mehr

Das aus der Limousine bekannte Cockpit wirkt richtig edel.

Beispiele gefällig? Die elektrische Heckklappe öffnet nicht nur per Fußtritt unter den Stossfänger, sie schließt auch wieder auf die gleiche Art. Die Rücksitze (jetzt in 40:20:40 umklappbar) lassen sich bequem vom Kofferraum mit einem kleinen Hebel umlegen, ohne dass eine Stufe im Laderaum stört. Sogar ein wenig größer ist der Kofferraum geworden, schluckt jetzt zehn Liter mehr – also maximal 1510 Liter. Ein Raumwunder wird der Benz so zwar auch nicht, aber für die meisten Fälle sollte der Gepäckraum mehr als ausreichend sein. Doch die C-Klasse hat mehr auf dem Kasten, als nur praktisch zu sein. Das aus der Limousine bekannte Cockpit wirkt richtig edel, würde auch in der Oberklasse keine schlechte Figur machen. Die Verarbeitung ist bis ins kleinste Detail akribisch, die verwendeten Materialien machen einen hochwertigen Eindruck.

Komfortabel und leise wie die Limousine

Der 204-PS-Diesel passt mit seinem hohen Drehmoment von 500 Newtonmetern prima zum gelassenen Charakter des Benz.

Für die erste Testfahrt stand uns der C250 BlueTec, also ein 204 PS starker Diesel zur Verfügung. Der passt mit seinem hohen Drehmoment von 500 Newtonmetern prima zum gelassenen Charakter des Benz. Die Luftfederung federt so flauschig, wie man es von einem Mercedes erwartet, der Motor hält sich angenehm im Hintergrund und hat sein Taxi-Laufgeräusch nahezu abgelegt. Selbst die oft gescholtene Siebenstufen-Automatik macht ihre Sache gut, wechselt nahezu unmerklich die Gänge. Nichts für Dynamiker, aber wer erwartet das auch ernsthaft von einem Familien-Kombi? Was allerdings auffällt, sind die geringen Unterschiede zur Limousine – was durchaus als Kompliment gemeint ist. Weder poltert die stärker belastete Hinterachse, noch sind lautere Fahrwerksgeräusche zu vernehmen.

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Dicke Aufpreisliste

Klar, dass sich Mercedes diese Qualitäten gut bezahlen lässt. Die C-Klasse als Kombi kostet mindestens 35.224 Euro – das sind knapp 1700 Euro mehr als die Limousine. Angesichts der Qualitäten des Kombis sicher nicht übertrieben. Aber es geht noch teurer. Der von uns gefahrene C250 BlueTEC kostet 45.696 Euro - und die Aufpreisliste ist so dick wie eine Bibel.
Autor:

Stefan Voswinkel

Fazit

Keine Frage, das T-Modell ist die bessere C-Klasse. Sie ist im Alltag deutlich praktischer, fordert aber beim Fahren keine Kompromisse. Einzig der arg hohe Preis trübt das Vergnügen - diesen Benz muss man sich leisten wollen.

Stichworte:

Kombi

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