Mercedes S63 AMG L/Bentley Flying Spur: Vergleich

Mercedes S 63 AMG L 4Matic Bentley Flying Spur Bentley Flying Spur

Mercedes S 63 AMG L/Bentley Flying Spur: Vergleich

— 09.01.2014

Duell der automobilen Upperclass

Als W222 holt sich die S-Klasse nicht nur die Krone des deutschen Automobilbaus zurück. Mit dem 585 PS starken V8 des S 63 entmachtet sie nun sogar die angelsächsische Zwölfzylinder-Monarchie.

Bevor Sie jetzt gleich pikiert die Nase rümpfen und sich echauf­fieren darüber, dass sich Ihre Majestät Bentley Flying Spur der Zweite hier mit einem daherge­laufenen Achtzylinder messen las­sen muss, drei Dinge zu unserer Entschuldigung. Erstens: Der S 65 AMG, der mit seinem Zwölfzylin­der-Doppelturbo und den 630 PS nominell der würdigere Gegner ge­wesen wäre, weilt derzeit noch zu Präsentationszwecken in den USA, konnte es daher so kurzfristig nicht einrichten, bedauert diesen Um­stand aber natürlich zutiefst. Zwei­tens machen wir uns schon im Du­ell mit dem 63er größere Sorgen um die Chancen des Flying Spur.

Hintergrund: So testet AUTO BILD

S 63 AMG L 4Matic: Akustik, Kurvenverhalten und Motorcharakteristik atmen einen Hauch von Sport.

Der leistet mit 625 PS nun zwar schon von Haus aus mehr als sein Vorgän­ger als Speed, wiegt das motorische Übergewicht aber nach wie vor durch ein körperliches wieder auf. Obendrein ist der Traktionsvor­teil, der schon so manchen Bentley in Schlagdistanz zu AMG-Modellen brachte, inzwischen dahin. Nicht dass sie ihm auf einmal zwei An­triebswellen amputiert hätten, nein, vielmehr hat man bei Mercedes end­lich eingesehen, dass die Kund­schaft eine AMG-S-Klasse nicht nur bei optimalen Wetterbedingungen auskosten will. Als 4Matic ordern lässt sich jedoch ausschließlich die radstandsverlängerte L-Version des S 63 AMG, was unsere dritte Ent­schuldigung dafür ist, dass ebenje­ner hier zum Vergleich antritt.

Ein Artikel aus AUTO BILD SPORTSCARS

Der Bentley glamourt mehr, ist traditioneller möbliert, stellenweise aber schlicht altmodisch.

600 Neuteile zählt Bentley allein im Innenraum, dennoch ist das Heckdesign das Einzige, was einem am Flying Spur "all new" vorkommt. Noch immer sitzt man über den Dingen, noch im­mer zieht sich der W12 nach einem kurzen Begrüßungsschnauben akustisch weitgehend zurück, noch immer ragen die Schaltpaddles wie Antennen aus der Lenksäule hervor, und noch immer spricht das Gaspe­dal auf den ersten Millimetern ein bisschen schüchtern an. Bei Kick­down hingegen beschleicht einen das Gefühl, soeben einen Staudamm gesprengt zu haben. Wie der Vergleich der Upperclass am Ende ausgeht, erfahren sie in der Bildergalerie.
Technische Daten Bentley Mercedes
Motor W12, Biturbo V8, Biturbo
Hubraum 5998 cm³ 5461 cm³
kW (PS) bei 1/min 460 (625)/6000 430 (585)/5500
Nm bei 1/min 800/2000–4000 900/2250–3750
0–100 km/h 4,3 s 4,0 s
0–200 km/h 14,0 s 13,2 s
Höchstgeschwindigkeit (Herstellerangabe) 322 km/h 300 km/h (abgeriegelt)
Preis (Serienfahrzeug ohne Extras) 191.590 Euro 152.618 Euro
Preis Testwagen 192.619 Euro 164.816 Euro
Autor:

Stefan Helmreich

Fazit

Die eingeschränkte Querdyna­mik und der abgehobene Preis des Bentley sind weniger Einschrän­kung als vielmehr gewünscht. Wirklich ins Gewicht fällt somit nur Alltägliches wie das ruppige Ab­rollen und der absurde Verbrauch. Eine Nieder­lage? Nein, Platz zwei hinter dem derzeit wohl besten Auto der Welt.

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