Paris-Studie Nissan Nuvu

Paris-Studie Nissan Nuvu Paris-Studie Nissan Nuvu

Paris-Studie Nissan Nuvu

— 02.10.2008

Der Licht-Kraftwagen

Sonne und Strom – das treibt die Studie Nuvu an, die Nissan auf der Paris Motor Show 2008 zeigt. Der Kleinwagen fährt mit Lithium-Ionen-Batterie, ist bis zu 120 km/h schnell und kommt mit einer Akkuladung 125 Kilometer weit.

Ich habe einen Traum... Kopenhagen, Sommer 2010. Mein goldener Nissan Nuvu parkt in der Sankt Jakobs Gade, wir beide tanken Sonne im Stadtteil Oserterbø. Er am Straßenrand, ich im Café. Beide, um unsere Akkus mit Energie aufzuladen. Es klingt viel zu schön, um wahr zu werden. Ein Elektroauto mit zwei Steckdosen an Bord, außerdem mit Solarzellen auf dem Dach. Träum’ weiter... Paris, Herbst 2008. Nissan parkt die Kleinwagen-Studie Nuvu in einem Fotostudio südöstlich der City und lädt ein zu einem Fototermin im Vorfeld des Pariser Salons 2008. Da haben die Japaner längst verkündet: Die Technik des Nuvu geht in Serie, 2010 soll sie bereitstehen. Auf jeden Fall in Dänemark, sicherlich auch in Deutschland.

Unverkennbar ein Nissan-Gesicht: Kulleraugen, freche Nase. Nuvu könnte auch der zukünftige Micra sein.

Ob der Nuvu bei uns dann ein Renault-Emblem trägt oder eine Nissan-Marke – das wissen die Konzernlenker noch nicht. Den Verbrauchern ist das egal – zumindest den meisten. Wenn es um die Zukunft geht, gehört Markenbewusstsein erst einmal ganz weit nach hinten geschoben. Da spielt es keine Rolle, dass das Design mit Sicherheit ein anderes sein wird. Vermutlich fällt auch der Solarbaum, der aus der Mitte des Wagens wächst, aus Kostengründen weg. Was definitiv bleibt, ist eine leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterie, die hinten im Fahrzeugboden sitzt.

Auf Luxus muss nicht verzichtet werden: Sogar eine Klimaanlage ist an Bord

Smarte Lösung: Drei Sitzplätze, Materialien aus dem Recycling-Container.

Der Elektromotor in der Größe eines halben Bierkastens drückt als Ausgleich auf die Vorderachse. Kein Getriebe, nur ein Gang, zur Leistung des Wagens will Nissan noch nichts sagen. Nur so viel: 125 Kilometer weit soll der Nuvu mit einer Batterieladung fahren und maximal 120 km/h schaffen. Um das Bordnetz zu betreiben, sammeln die Solarzellenblätter auf dem Dach des Dreisitzers zusätzliche Energie ein. Gute Nachricht: Auf Luxus muss in Zukunft nicht verzichtet werden. Alle Sitze in der drei Meter langen Studie bewegen sich elektrisch. Auf Knopfdruck klemmt sich der Beifahrerplatz hinters Armaturenbrett und rückt für Getränkekisten beiseite.

Außerdem bietet Nuvu ein Navi, Radio, Klimaanlage, aromatisierte Luft, Nachrichten aus dem Internet. Um die Serienreife zu demonstrieren, erlaubt Nissan eine erste Mini-Probefahrt im Studio. Auf Knopfdruck rollt der Nuvu vor und zurück. Lautlos – wie in meinem Traum. Fazit von AUTO BILD-Redakteurin Margret Hucko: Goldene Zeiten für Autofahrer – vorausgesetzt, sie schaffen den Gedankensprung von der Zapfsäule zur Steckdose, vom röhrenden Verbrenner zum geräuschlosen E-Motor. Mit dem Nuvu zeigt Nissan, dass die Zukunft greifbar ist. Nicht 2020, sondern schon in zwei Jahren wollen die Japaner das Konzept in Serie geben. Wir erwarten den Kleinwagen mit Spannung.

Autor: Margret Hucko

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