Zehn Poliermaschinen im Test

Poliermaschinen im Test

Nicht alle bringen ein glänzendes Ergebnis

Die GTÜ hat für AUTO BILD zehn Poliermaschinen getestet. Für über 100 Euro gibt es empfehlenswerte Geräte. Billig-Poliermaschinen konnten nicht überzeugen. Die Ergebnisse und weitere Tipps zum Polieren mit Maschine.
Die ewige Jugend? Gibt's leider nicht für unsere Haut. Aber für den Autolack ist die Idee gar nicht abwegig. Möglich macht's die regelmäßige Politur, doch von Hand ist die Lackpflege ein zeitfressender Kraftakt. Der Geheimtipp nicht nur für Putz-Profis heißt Poliermaschine. Damit geht die Politur leichter und schneller von der Hand. Unterschieden wird dabei zwischen Exzenter- und Rotationsmaschinen. Exzenter polieren in ellipsenförmigen Bewegungen und reduzieren damit die Gefahr, Schäden an der Lackierung anzurichten. Diese Modelle sind besonders für Anfänger geeignet. Rotationsmaschinen sind dagegen leistungsfähiger, bergen aber auch höhere Gefahr, Hologramme in den Lack zu polieren. Mit dieser Poliermaschine sollten nur geübte Polierer arbeiten.

Zehn Maschinen im Test: Preis-Leistungs-Sieger kostet 118 Euro

Bereits 2014 hat die Prüforganisation GTÜ für AUTO BILD zehn Poliermaschinen getestet, die heute noch immer am Markt sind. Von der billigen Exzentermaschine für 30 Euro bis zum 390 Euro teuren Rotationspolierer mit Profianspruch. Testsieger wurde genau diese, die Rotationsmaschine PE 14-2 von Flex. Mit Bestwerten in den Disziplinen Anwendung und Wirkung erhielt das Gerät als Einziges die Note "sehr empfehlenswert" – obwohl es so teuer ist. Auf Platz zwei mit der Note "empfehlenswert" landeten punktgleich Kunzer mit der Typenbezeichnung 7 PM 03 und Makita 9227CB, knapp dahinter die Superpolish P7 von Krauss. Kunzers 7 PM 03 lieferte in puncto Polierwirkung und Kratzerentfernung ebenso gute Ergebnisse wie die Flex. Sie kostet aber mit 118 Euro weniger als ein Drittel des Testsiegers und kommt damit in einen Preisbereich, der für ambitionierte Amateur-Pfleger interessant wird. Aus diesem Grund ist die Rotationsmaschine von Kunzer unser Preis-Leistungs-Sieger.
# Poliermaschinen im Test  
1.

Flex PE 14-2

Preis: 390 Euro*

AUTO BILD Urteil: sehr empfehlenswert

 
2.

Kunzer 7 PM 03

Preis: 118 Euro*

AUTO BILD Urteil: empfehlenswert

 
2.

Makita 9227CB

Preis: 388 Euro*

AUTO BILD Urteil: empfehlenswert

 
4.

Krauss Superpolish P7

Preis: 159 Euro*

AUTO BILD Urteil: empfehlenswert

 
5.

Einhell BT-PO 1100/1 E

Preis: 60 Euro*

AUTO BILD Urteil: bedingt empfehlenswert

 
5.

Skil 9955

Preis: 167 Euro*

AUTO BILD Urteil: bedingt empfehlenswert

 
5.

Westfalia Profi-Poliermaschine 230V

Preis: 95 Euro*

AUTO BILD Urteil: bedingt empfehlenswert

 
8.

Dema PM 180/230 E

Preis: 60 Euro*

AUTO BILD Urteil: bedingt empfehlenswert

 
9.

Unitec 72134

Preis: 30 Euro*

AUTO BILD Urteil: nicht empfehlenswert

 
10.

Cartrend MS-338A

Preis: 35 Euro*

AUTO BILD Urteil: nicht empfehlenswert

 
*Einkaufspreise der Testgeräte; Testergebnisse aus GTÜ-Test 2014
Weitere Details zu den getesteten Modellen und den Bewertungen in der Bildergalerie!

Zehn Poliermaschinen im Test

Kaufkriterien für die Poliermaschine

• Gewicht der Poliermaschine: Immerhin wird sie die ganze Zeit über in der Hand gehalten. Sie sollte deswegen am besten unter 3,5 Kilo wiegen.
• Die Größe der Polierteller: Je größer sie sind, desto schwieriger wird das Polieren an rundlich geformten Teilen.
• Variable Drehzahl: Die Drehzahl sollte einstellbar sein, am besten stufenlos.
• Die Leistung der Poliermaschine: Eine Rotationsmaschine sollte mindestens 1200 Watt leisten, bei einem Exzenter sind Maschinen ab 200 Watt zu empfehlen.
• Die Länge des Kabels: Das Kabel sollte fünf bis sechs Meter lang sein. Bei Verlängerungskabeln besteht die Gefahr, dass mit dem Verbindungsstecker an der Karosserie "entlanggeschrammt" wird. Noch besser: Poliermaschine mit Akku.

Polieren mit Maschine – das ist zu beachten

Beim Polieren mit Maschine ist die Gefahr Hologramme in den Lack zu polieren größer, als bei der Handpolitur. Deswegen immer darauf achten, dass die Maschine in Bewegung bleibt und nie auf einem Punkt verharrt. Die Poliermaschine wird im Kreuzgang über die Oberfläche geführt. Dabei mit niedriger Drehzahl beginnen und schrittweise bis zur idealen Geschwindigkeit erhöhen. Unbedingt spezielle Maschinenpolitur verwenden. Handpolitur kann sich auf den Rotationstellern stark erwärmen und dem Lack schaden. Damit die Poliermaschine leichter läuft, können die Teller vorab mit Wasser eingesprüht werden. Eine vollständige Anleitung zum Polieren des Autos, haben wir hier zusammengestellt.

Stichworte:

Autolack GTÜ

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