Renault Clio RS: Fahrbericht
— 22.02.2013
So fährt der 200-PS-Clio
Im neuen Renault Clio RS steckt ein 1,6-Liter-Turbo mit satten 200 PS – damit macht er den VW Polo GTI locker platt. Hier gibt's den ersten Fahrbericht!
Ein halbes Jahr nach der Premiere des neuen
Renault Clio rollt die Sportversion
RS auf den Markt. RS steht zwar offiziell für
Renault Sport, weil es die Motorsportabteilung in Dieppe ist, die den Wagen entwickelt hat und ihn auch auf die Räder stellt. Doch eigentlich müsste RS mit "Rennsemmel" übersetzt werden. Schließlich fährt der von den Engländern so treffend als "Hot Hatch" bezeichnete Fünftürer nicht nur auf einem strammen Sportfahrwerk, sondern auch mit den stolzen 200 PS eines neuen 1,6-Liter-Turbos. Der Benzindirekteinspritzer, der seinen kernigen Klang über eine spezielle Soundpipe direkt in den Innenraum bläst, entwickelt maximal 240 Newtonmeter und macht dem kaum 1200 Kilo schweren Clio ordentlich Beine: Von 0 auf 100 schafft er es in 6,7 Sekunden, Schluss ist erst bei 225 km/h.
Der neue 1,6-Liter-Turbomotor mobilisiert 200 PS, ermöglicht 225 km/h Spitze und beschleunigt den Clio RS in 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Dabei legt der
Clio RS zumindest auf dem Prüfstand sogar halbwegs vernünftige Trinksitten an den Tag: Der Verbrauch ist gegenüber dem gleich starken Vorgänger um 23 Prozent gesunken und liegt nun bei 6,3 Litern. Zwar muss man für den kleinen Kraftmeier stolze 23.950 Euro hinlegen, dafür haben sich die Franzosen aber auch viel Mühe gegeben und bei der Technik nicht geknausert. So gibt es zum potenten Motor erstmals auch eine Doppelkupplungsautomatik, die zudem kesse Schaltwippen am Lenkrad hat. Das elektronische Sperrdifferenzial an der Vorderachse bringt den Clio RS noch flotter um die Kurve, die Launch Control erlaubt den perfekten Kavalierstart, und mit dem RS-Drive-Mode kann man den Charakter des Clio auf Knopfdruck noch einmal nachschärfen.
Der Clio RS verbraucht durchschnittlich 6,3 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer. Das sind 23 Prozent weniger als der gleich starke Vorgänger.
Weil die Sportfahrer von heute die Playstation-Spieler von gestern sind, gibt es ein außerdem ein kunterbuntes Telemetrieprogramm für den Bordcomputer, mit dem man alle Fahrzeugdaten abrufen, alle Streckendaten verfolgen und alle Leistungswerte auslesen kann. Selbst der Motorsound lässt sich damit auf Knopfdruck so verändern, dass passend zur Drehzahl der Klang einer Alpine oder eines Formel-1-Renners aus den Boxen dröhnt. Nur am Design haben die Werkstuner wenig gemacht: Hinten der Diffusor, vorne die neue Schürze mit einem größeren Lufteinlass und eine Aluschwinge in Anlehnung an den Frontflügel der Formel1 und am Dach einen etwas größeren Spoiler – mehr braucht es nicht an Bodybuilding. Schließlich hat schon der normale Clio mehr Sex-Appeal als je zuvor, freuen sich die Designer.
Kommentare zum Artikel (12)
Erstellt
Inhalt
Melden
@Derock
Man muss sich ja dem Niveau der sonstigen Kommentare hier auf der Seite anpassen :)
Ne, ganz im Ernst: Jeder soll fahren was er will - ich hab Spaß mit meinem R.S., ein anderer fährt vielleicht lieber GTI oder OPC - wäre ja auch langweilig, wenn alle den gleichen Geschmack hätten...
Zum Thema "weichgespült": Ich hoffe, dass es noch ne CUP-Version geben wird, vielleicht dann auch mit manuellem Getriebe und manueller Diff.Sperre. Und ja, den Saugmotor vermisse ich als alter Clio RS_Fahrer auch...
Bei der GTI Fraktion bekannt und gefürchtet ? Mitleid mit denen die 5-10.000 Euro mehr ausgegeben haben ? Was sind das denn für Kommentare, hat sich hier das Renault Autohaus Bochum Südwest getroffen ? Oder sind wir auf dem Mc Donalds Parkplatz ? Das ist doch der typische Sprachgebrauch der so verpöhnten (angeblichen) GTI Fraktion :-) ... darüber würde ich mir mal Gedanken machen.
Ansonsten ein echter Rückschritt, Brembo Bremsen ? Schalensitze ? Saugermotor ? Schaltgetriebe ? Für mich nichts besonderes mehr .. und fast so weichgespühlt wie der Polo GTI. Hauptsache der Verbrauch/Abgasnormen stimmen .. danke EU !
@Chumy
Ja, der Megane R.S. ist inzwischen auch bei der Golf-Fraktion bekannt und gefürchtet :)
Ich hab auch kein Mitleid mit denen, die 5-10.000 € mehr ausgegeben haben für deutlich weniger Fahrspaß...
Ich darf/muss geschäftlich teilweise BMW 520d (aktuelle Baureihe) ohne Xenon fahren - extrem mieses Licht. Nicht "Premium-Hersteller-würdig". Bin auch schon Megane CC ohne Xenon gefahren - damit lässt es sich durchaus leben.
@ragg: PS.: Wenn ich mit dem Megane über die Landstraße zuckel, blinkt mich kein Hirni mit seinem Audi oder GolfGTI /-R von hinten an. Die tun so als gäbs mich nicht und schleichen hinterher. HAHAHA. Darum leihe ich mir ab und zu den Twingo Gordini RS von meinem Sohn und siehe da, da wird wieder geblinkt. Aber nur kurz. Dann bekommen die gezeigt wo Bartels den Most herholt! Danach wird man narürlich als Raser verpöhnt. Spaß muss sein. Danke RENAULT!
@ragg: das kann sein. Mit den alten Modellen kenn ich mich nicht so gut aus. Witzig, ich fahre auch den Megane RS seit Herbst 2012. Habe aber kein Xenon genommen. Statt der 1000 Euro für Xenon habe ich cup-Fahrwerk und Recaros in Leder u. chip-tuning auf über 300 PS. Jetzt geht er richtig. Freu mich schon auf den Sommer. Davon habe ich persönlich mehr. Kenne Xenon von anderen Herstellern. Haut mich nicht um. Mein RS macht super Licht.