Schriebers Stromkasten, Teil 86

Schriebers Stromkasten, Teil 86

— 02.07.2010

Laden ohne Kabel

Laden leicht gemacht: Ein Hamburger Unternehmer zeigt, wie die Stromübertragung bei Elektroautos ohne Kabel funktioniert. Induktion heißt das Zauberwort.

Werden die Akkus in Elektroautos in Zukunft kabellos aufgeladen? Der Hamburger Unternehmer Sirri Karabag, der bereits knapp 100 auf E-Antrieb umgebaute Fiat 500 auf die Straßen brachte, hat mit den Industriepartnern Vahle (Spezialist für mobile Energieübertragung) und Kostal (Autozulieferer) einen Protoyp für eine Ladung per Magnetfeld (Induktion) entwickelt. Die Induktionsplatte befindet sich am Auto im vorderen Nummernschild. Zum Laden wird frontal an die Ladestation gefahren; ein Puffer erlaubt sogar das leichte Berühren. Die kabellose Stromübertragung über das Magnetfeld beginnt – und soll nicht länger dauern als das Laden eines E-Autos an der Haussteckdose.

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"Dem E-Auto-Fahrer bieten sich nun drei Lademöglichkeiten", so Karabag. "An der Haussteckdose, über das Schnellladen und über Induktion." Besonders an öffentlichen Stationen sowie bei Regen und Eis dürfte das induktive Laden deutliche Vorteile gegenüber dem Einsatz von Kabeln haben. Der Preis für einen Fiat 500 E soll sich auch mit der Induktionsplatte nicht verteuern, allerdings: Er liegt derzeit schon bei rund 50.000 Euro. Die Kosten für die Ladestation betragen laut Karabag nicht mehr als 500 Euro – beim Kauf des Autos soll sie im Preis enthalten sein. Das Projekt heißt intern "1000+", was bedeutet, dass bald mehr als 1000 E-Versionen von Fiat 500 und Fiat Fiorino bei Flottenkunden laufen sollen.

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"Induktives Laden ist die Zukunft. Wir sind die Ersten, die zeigen, wie einfach es geht", so Sirri Karabag. Einsatzorte können Parkplätze vor Einkaufszentren oder an Bahnhöfen sein. Karabag und seine Partner halten es auch nicht für ausgeschlossen, dass es später Autobahnspuren mit Induktionsschleifen gibt.

Autor: Hauke Schrieber

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