SEMA 2008
— 05.11.2008Genug ist nie genug
Während die ganze Welt den neuen US-Präsidenten Barack Obama feiert, beschäftigen sich die Besucher der SEMA mit dem Spaß am Autofahren. autobild.de hat sich unters Volk gemischt.
ANZEIGE
Tischgroße Felgen und wummernde Bässe
Moderner erscheint dagegen der Scorpion der Ronn Motor Company, unter dessen Glasfaserhaut ein 3,5-Liter-V6 von Honda steckt. Angeblich mit Wasserstoffantrieb – doch auf Nachfragen macht das blonde Standpersonal eher vage Angaben. Aber schön steht der Scorpion schon da. Eine Mixtur aus Ami-Muskel und italienischer Eleganz. Der 450-PS-Sportler soll 150.000 Dollar kosten. Bleibt die Frage, ob der Aktien-Abschwung genügend Auto-Liebhaber übrig gelassen hat. Die größten Felgen gibt es natürlich bei Lexani zu bestaunen. Ein Hummer steht auf Tischgroßen 32-Zoll-Monstern, daneben glänzt unter wummernden Rapper-Bässen das viel fotografierte Einzelstück: eine Felge mit 42 Zoll Durchmesser. Viel schlanker war auch der schwarze Künstler nicht, der auf der Videowand dahinter von ähnlichen Frauen umlagert wurde, wie sie hier an vielen Ständen für die Besucher posieren.Elektrisch laufen in Las Vegas nur die Kühlboxen
Fragt jemand nach Elektro-Autos? Elektrisch laufen hier in Las Vegas nur die Kühlboxen – und auch die haben die Amerikaner schon auf Räder gestellt. Für 499 Euro fährt der Aufsitz-Kühlschrank mit 13 Meilen Top-Speed durch den Garten. Coolness zählt hier mehr als Klima. Zugleich wirken der Optimismus und der offene Spieltrieb der Amerikaner ansteckend. Sie haben halt noch immer mehr Platz und weniger Vorschriften. Schwarze Heckleuchten am Audi brauchen kein Prüfzeichen, sondern überleben bis zum ersten Cop, der sich an ihnen stört. Was für eine schöne Vorstellung im TÜV-geprüften Deutschland.
Mehr zum Thema

Social Media
Diesen Artikel
Diesen Artikel