Skoda Octavia III: Erprobungsfahrt

— 31.10.2012

So fährt der neue Skoda Octavia

Größer, breiter, schlichter: Die dritte Generation des Skoda Octavia kommt im Februar 2013 raus. Wir sind schon jetzt ein Vorserienauto gefahren.



Der Octavia wird seit 1996 produziert und ist Skodas wichtigstes Pferd im Stall. Anfang 2013 kommt die dritte Generation des Erfolgsmodells auf den Markt.

Nein, einen Star haben wir uns anders vorgestellt. Ein wenig extrovertierter, ein wenig aufregender – aber nicht wie das graue und noch getarnte Vorserien-Fahrzeug, das uns Skoda für eine erste Fahrt zur Verfügung gestellt hat. Aber der neue Octavia ist ein Star, zweifelsohne. Wenn die Produktionsbänder in Russland und China erst einmal laufen, sollen jährlich 400.000 Exemplare gebaut werden und der Octavia zu den zehn meistverkauften Autos der Welt gehören. Tusch – Bühne frei für den neuen Volkswagen von Skoda. Noch ist die endgültige Form ein gut gehütetes Geheimnis. Schlichter, glatter wird er. Aber nicht schmucklos. Und deutlich größer als bisher, verraten die Tschechen schon jetzt. Mit einer Länge von 4,66 Metern rückt der Octavia der Mittelklasse ganz frech ans Blech. Weil er gleichzeitig breiter geworden und der Radstand auf 2,69 Meter angewachsen ist, hat der Skoda nun auch das optische Format, um gegen größere Gegner zu bestehen. Fast schon Kombi-Format hat der Kofferraum, der unter der großen Heckklappe nun konkurrenzlose 590 Liter fasst.

Erlkönig Skoda Octavia III: Dieser Skoda wird ein Großer

The bigger, the better! Der neue Octavia ist auf 4,66 Meter Länge angewachsen, sein Radstand liegt bei 2,69 Meter und der Kofferraum nimmt stolze 590 Liter auf.

Auch unterm Blech hat sich eine Menge getan. Wie Audi A3, VW Golf und Seat Leon basiert der Octavia nun auf dem modularen Querbaukasten (MQB) des Volkswagen-Konzerns. Hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich eine intelligente Plattform, bei der nur der Abstand von Pedalen zur Vorderachse fix ist – deswegen die gewachsenen Abmessungen. Durch den Einsatz von hochfesten Stählen konnte Skoda beim Octavia das Leergewicht um bis zu 102 Kilogramm senken. Das kommt vor allem dem Verbrauch zu Gute. Die GreenLine-Version soll grade mal 89 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Das entspricht einem Verbrauch von 3,4 Litern Diesel auf 100 Kilometer. Für die erste Fahrt im neuen Octavia hat uns Skoda den Zweiliter-Diesel mit 150 PS und Doppelkupplungsgetriebe zur Verfügung gestellt – und Vorstandschef Winfried Vahland (55) auf den Beifahrersitz gesetzt. Der ist stolz auf sein neuestes Auto. "Der neue Octavia ist wie bisher ein Auto, dass sich über seinen hohen Nutzwert und sein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis definiert. Aber er ist nun optisch deutlich selbstbewusster geworden.

Skoda Octavia III: Erlkönig

Skoda Octavia III Skoda Octavia III Skoda Octavia III
Dazu kommt Technik aus der Oberklasse", sagt er. Hört sich nach einem automobilen Tausendsassa an – und schürt hohe Erwartungen. Die nicht enttäuscht werden. Das Platzangebot auf den Vordersitzen ist selbst für große Fahrer überragend, die straff gepolsterten Sitze bequem und die Sitzposition perfekt. Der komplett neu konstruierte Zweiliter-Diesel läuft leise und geschmeidig – kaum zu glauben, dass das ein Selbstzünder sein soll. Er passt gut zu dem Doppelkupplungsgetriebe, das kaum merklich die Gänge wechselt. Trotz 150 PS Leistung ein eher gemütliches Antriebsduo.

Überblick: Alle News und Tests zum Skoda Octavia

Mitte Februar 2013 soll die Limousine bei den Händlern stehen, im März folgt der Kombi. Skoda will den neuen Octavia nicht teurer anbieten als seinen Vorgänger.

Dazu passt das Fahrwerk, dass deutlich komfortabler abgestimmt ist, als etwa beim Konzernbruder Audi A3. Vor allem der lange Radstand sorgt für ein geschmeidiges Abrollen auf langgezogenen Wellen. Auch hier erreicht der Octavia Mittelklasseniveau. Einzig die einfache Verbundlenkerhinterachse ist wegen der hohen Zuladung von rund 600 Kilogramm auf kurzen Wellen etwas zu straff abgestimmt – Jammern auf höchstem Niveau. Auf den Markt kommt der neue Octavia in Deutschland Mitte Februar 2013. Im März 2013 stellen die Tschechen dann den Kombi vor, später folgen eine RS- und eine höhergelegte Scout-Version. Unterm Strich fährt der Octavia so in einer Liga mit dem neuen Golf und Co. Der aber deutlich teurer ist. Denn Skoda verspricht, dass der Octavia nicht teurer werden soll als das aktuelle Modell – macht etwa 15.700 Euro. Kein anderes Auto in der Klasse bietet ähnlichen Nutzwert, Schick und Qualität zu einem solch günstigen Preis. Keine Frage, der neue Octavia ist ein Star. Für den zweiten Blick.

Autor: Stefan Voswinkel



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