Skoda Octavia III: Fahrbericht
— 08.01.2013
So fährt der neue Skoda Octavia
Schon der Name macht klar, wer der Chef im Ring ist: Golf-Klasse. Doch jetzt greift Skoda ganz frech Mutter VW mit dem neuen Octavia an. Der erste Fahrbericht.
Am neuen Golf führt kein Weg vorbei: Er bleibt Deutschlands meist verkauftes Auto und gewinnt bei AUTO BILD Vergleichstests am laufenden Band – selbst die auf der gleichen Plattform basierenden Konzernschwestern
Audi A3 und
Seat Leon haben keine Chance. Unschlagbarer Golf? Das könnte sich jetzt ändern. Denn als viertes Modell im VW-Konzern bringt jetzt
Skoda die dritte Generation des
Octavia an den Start. Schon beim Einsteigen zeigt sich: Die Tschechen mussten keine Rücksicht auf
VW nehmen.
Die Tür fällt ebenso satt ins Schloss, das fühlt sich ebenso hochwertig an wie beim Golf. Die Materialien im Cockpit des Octavia sind im
Vergleich etwas weniger fein – aber trotzdem ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem mittlerweile etwas angestaubten aktuellen Modell. Und von Billig-Bruder keine Spur: Die Verarbeitung ist pingelig bis ins kleinste Detail, das Multimedia-System mit bis zu acht Zoll großem Monitor auf dem neuesten Stand. Kompliment, da können weder
Ford oder
Opel noch die Koreanischen Konkurrenten von
Kia und
Hyundai mithalten.
Der 1,4-Liter-Turbo hat ein leichtes Spiel mit dem Octavia. Kein Wunder: Die Limousine hat über 100 Kilogramm abgespeckt.
Bei Motorstart fällt auf, wie gut gedämmt der TSI-Motor läuft. Der kleine 1,4-Liter -Turbo hat ein leichtes Spiel mit dem Octavia. Kein Wunder, hat die Limousine doch über 100 Kilogramm gegenüber dem Vorgänger abgespeckt. Der Octavia beschleunigt leichtfüßig, das Sechsganggetriebe schaltet sich leichtgängig und ist gut abgestuft. Und trotz der vergleichsweise niedrigen Leistung kommt dank des hohen Drehmoments von 250 Newtonmetern zu keinem Zeitpunkt ein Gefühl der Untermotorisierung auf. Ganz ehrlich: Das kann auch der Golf nicht besser!
Auch die Fahrwerksabstimmung ist gelungen. Trotz der einfachen Querlenker-Hinterachse (Golf: Mehrlenker) passen sowohl Komfort als auch Handling. Dank des gegenüber dem Golf um fünf Zentimeter auf 2,69 Meter verlängerten Radstandes rollt der Octavia vor allem auf langen Wellen sogar recht geschmeidig ab. Zwar ist der Octavia mit Blick auf die hohe Zuladung von 625 Kilogramm straff abgestimmt. Störend wirkt das aber nicht. Im Gegenteil, das leichtfüßige Handling gefällt – vor allem wegen der präzisen Lenkung. Anfang Februar 2013 rollt der Tscheche ab 15.990 Euro zum Händler. Jede Wette – mit dem neuen Octavia führt auch am neuen Golf ein Weg vorbei.
Autor:
Stefan Voswinkel
Fazit
Achtung Golf, hier kommt Dein größter Konkurrent. Der neue Octavia fährt dank des riesigen Innenraums in einer eigenen Klasse, profitiert von der modernen Technik des VW-Konzerns. Keine Frage: Hier fährt einer der besten Kompakten.
Kommentare zum Artikel (13)
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12 Kilo sind ja auch quatsch. Je nach Modell sind es halt mal mehr mal auch viel weniger Kilos. Hier müsste man auch Ausstattungsbereinigt schauen. Bekommt hier aber eh keiner auf die Reihe. Und der Preisvorteil ist natürlich an den Kunden weitergegangen. Sei es durch Mehrausstattung oder durch tatsächliches Geld in "Euro".
Extremlangweilige Autos haben einen Namen: Skoda!
@autofan
Klar, 12kg sind lächerlich, aber der A3 wurde soagr SCHWERER!
Der Preisvorteil, der aus MQB u billigeren Achse resultiert, wollte ursprünglich an den Kunden weitergegeben werden - nun aber stiegen alle Modelle im Preis.
Aber die Darstellung der technischen Seite ist u bleibt das Highlight auf AB.
- für den US-Jetta wurde eine Pendelachse (a la Käfer!) angekündigt, aber er bekam eine Verbundlenker
- für Rapid/Toledo wurde eine Golf4-Achse (also Mehrlenker) angekündigt, aber die bekommen eine Verbundlenker
- der Octavia nun soll eine Querlenker-Achse erhalten, die es überhauot nicht gibt (noch nicht mal geben kann), aber er erhält, wie alle neuen Kompakten ab Basis, eine Verbundlenker (darüber aber ebenfalls eine Mehrlenker)
Einfach keine Ahnung oder Lüge ab Werk?
Stimmt, auf den Bildern optisch von außen kein großer Wurf. Nicht mal ein Kleiner. Eher ein Rückschritt.
Aber vielleicht reißt ein realer 3D-Anblick beim Händlernoch was raus.
Innen, ok. Und vor allem noch mit Handbremshebel, was ich persönlich bevorzuge. Ebenso ist Steckdose (Zigarettenanzünder) zum Betrieb von Zubehör-Navi o.ä. nicht ganz so weit vom Armaturenbrett weg wie beim Golf (und damit kein Wäscheleinen-mäßig gespanntes Ladekabel).
Trotz des äußeren Design damit für mich interessanter als Golf 7 (trifft in ähnlicher Weise auch für
Leon zu). Außeredem als ggf. Reimportversion o.ä. wohl deutlich preiswerter.
Würde ich auf äußeres Design sehr viel Wert legen, wäre (für mich) generell eher etwas von BMW oder aktuelle bzw. kommende Mercedes angesagt.
Optisch ist er zu wegwerfen.