Fahrbericht Skoda Vision X

Skoda Vision X: Mini-SUV im Test

Grünes Licht für Skodas Mini-SUV

So ähnlich wie der Vision X wird das nächste kompakte Skoda-SUV aussehen. Wir haben mit der Studie schon mal eine Runde gedreht.
Flex Green heißt der Lack. Und er steht dem Vision X bestens, der wirkt damit frech bis fröhlich. Noch ist dieser Skoda eine Studie, aber eben nicht nur. Er nimmt Form und Größe des zukünftigen, nach Kodiaq und Karoq dritten Skoda-SUVs vorweg. Mit 4,26 Meter Länge, 1,81 Meter Breite und 1,54 Meter Höhe passt er genau in die beliebte Abteilung der Mini-SUV. Der Vision X kommt klar und kantig, mit vielen schönen Details, durchaus bullig und wirkt insgesamt größer, als er ist.

Ein paar liebenswerte Schrullen leistet sich die Skoda-Studie

Studien-Schnickschnack: Im Vision X ist böhmisches Kristallglas verbaut – wohl eher nichts für die Serie.

Der Innenraum ist erstaunlich geräumig, leider werden wir weder die vier sehr griffigen Sitzschalen noch das großzügig eingesetzte böhmische Kristall wiedersehen. Die Mittelkonsole zum Beispiel besitzt eine Oberfläche aus geschliffenem Glas, die je nach gewähltem Fahrmodus – Sport, Relax oder Komfort – rot, blau oder grün schimmert. Abgesehen vom spektakulären Design verfügt der Vision X auch über interessante Technik. Er nutzt einen 1,5-Liter-Turbo-Vierzylinder, der mit Erdgas (CNG) betrieben wird, 130 PS und ein maximales Drehmoment von 200 Nm liefert. Dazu gibt es an der Hinterachse einen E-Motor mit 29 PS. Der kann auf kurzen Strecken allein für den Vortrieb sorgen (Reichweite rund zwei Kilometer), die Traktion auf glattem Untergrund verbessern oder den Verbrenner beim Anfahren unterstützen. Den Sprint von 0 auf 100 km/h soll der Vision X in 9,3 Sekunden schaffen, dazu eine Spitze von 200 km/h.

Das Hybrid-System funktioniert vollkommen problemlos

Ein Verbrenner und ein E-Motor übernehmen den Vortrieb der Studie – das System arbeitet einwandfrei.

Bei der ersten kurzen Probefahrt in einer riesigen Ausstellungshalle irgendwo in Prag funktionierte das System völlig problemfrei, ungewöhnlich für eine Studie. Der 1,5-Liter röhrt kernig bis knurrig, bestimmt nicht übertrieben leise. Der Vision X zieht vom Stand weg zügig los. "Sei bloß vorsichtig", hatte der Skoda-Techniker noch gesagt, und es wird bald klar, warum: Die Wand nähert sich bedrohlich schnell, aber auch Lenkung und Bremsen funktionieren überraschend problemlos. Gut zu wissen. Klar, der kleine Skoda rumpelt unbeholfen über sämtliche Fugen und Risse und was sich sonst noch so auf dem Hallenboden findet – aber ernsthaft erschüttern lässt er sich nicht. Los geht es dann 2019, wir rechnen mit Preisen ab etwa 17.000 Euro.
Dirk Branke

Dirk Branke

Fazit

Erstaunlich, wie viele Ideen Skoda in die Studie gesteckt hat – beim Design und bei der Technik. Aber auch auf das Serien-SUV können wir uns freuen: Das wird eine angenehme Größe haben und richtig gut aussehen.

Stichworte:

SUV

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