Sport-Kombis: Vergleich — 15.09.2011
Kombi-Sportler auf der Rennstrecke
Fünf sportlich angehauchte Kombis der Mittelklasse auf einem artfremden Gebiet: Wie schlagen sich Audi A4, BMW 3er, Ford Mondeo, Volvo V60 und VW Passat mit starkem Benziner auf der Rennstrecke?
Überblick: Alle News und Tests zum VW Passat
Denn anders als wir anfangs vermutet hatten, besaßen die Kombis ziemlich abnormale Erbanlagen. Ihnen fehlte das sonst übliche Diesel-Chromosom in der digitalen Antriebs-Genetik. Stattdessen versorgte der binäre Datenfluss propere Fremdzünder mit mindestens 211 PS. Eine interessante Kombination, wenn man bedenkt, dass ein Ford Mondeo Turnier mit 240 PS starker EcoBoost-Maschine in etwa so verbreitet sein dürfte wie ein Porsche 911 GT3. Weshalb also nicht einmal einen Kombi-Vergleich der etwas anderen Art produzieren? Kein Problem – die Autos standen schließlich bereit … Wobei eines schon vorab klar sein sollte: Emotionale Offenbarungen kann diese Konstellation nicht zutage fördern; dafür ist das Kombisegment schlicht zu pragmatisch gestrickt. Und so bleibt ein VW Passat auch als 2.0 TSI einfach das, was er eben schon immer sein sollte: ein Raumökonom mit Stil. Elegant, stimmig und innen stets auf Maß geschneidert. Erwartungen, die GTI-Maschine könnte das milde Passat-Wesen zumindest im Ansatz nachschärfen, kann man sich getrost schenken.Überblick: Alle News und Tests zum Ford Mondeo
Der Wolfsburger inszeniert seine 211 PS extrem gesittet. Sein Turbovierzylinder zieht gut durch und dreht fleißig hoch, bearbeitet die 235er-Vorderräder letztlich aber viel kultivierter als im Golf, was nicht zuletzt auch am länger übersetzten Getriebe liegt. Für Tacho 250 ist der Transporter-Ersatz (maximales Kofferraumvolumen: 1731 Liter) bei ausreichendem Anlauf aber allemal gut. Beim Ford schiebt sich die Nadel gern auch mal bis ans Skalenende bei 260. Woraus allerdings niemand ableiten sollte, dass der Kölner ein sportlicheres Gemüt hätte. Im Gegenteil: Er wirkt selbst im gestreckten Galopp ähnlich aufreibend wie ein wohltemperierter Kamillentee. Der Mondeo ist ein Gleiter par excellence. Ein Kombi, der sanft abrollt, geschmeidig beschleunigt, seelenruhig liegt, seinen Fahrer mit opulenter Ausstattung umsorgt, niemals aber auch nur einen Gedanken an übertriebene Dynamik verschwendet. Selbst sein serienmäßiges Doppelkupplungsgetriebe arbeitet eher wie eine sauber abgestimmte Wandlerautomatik. Erst die Messwerte belegen: Der riesige Ford täuscht die Sinneswahrnehmung gewaltig. Er spurtet flott, verzögert fadingfrei und beweist jenseits von 200 km/h einen ausgesprochen langen Atem.News und Tests zum Audi A4
Längsdynamisch kann ihm in diesem Quintett nur der A4 Avant das Wasser reichen. Was auf den ersten Blick etwas verwundert; schließlich strampelt in seinem Bug derselbe Viertöpfer, welcher auch im Konzernbruder aus Wolfsburg verschraubt wird. Erst der zweite Blick verrät: Audi verhilft dem Motor mittels variablem Ventilhub an der Auslassseite zu mehr Drehmoment. Statt VW-üblicher 280 bearbeiten somit 350 Nm die Kurbelwelle. Genug, um auch im hohen Gang lässig durchzuziehen. Einen schmusigen Abrollkomfort à la Passat oder Mondeo darf der Audi-Pilot dabei allerdings nicht erwarten. Mit seinem Standardfahrwerk rollt der Ringträger recht hölzern ab, Querfugen bringen ihn ebenfalls etwas aus der Ruhe. Dafür umschmeichelt das Cockpit seine Passagiere nach Kräften. Kein Wettbewerber versprüht eine ähnlich überzeugende Mixtur aus technisch kühler Solidität und detailverliebter Perfektion.Überblick: Alle News und Tests zum Volvo V60
Anders beim Volvo. Der Schwede versucht zwar durchaus, modische Akzente zu setzen, wird letzten Endes aber Opfer seiner fummeligen Bedienlogik. "Schwebende Mittelkonsole" hin, Aludekor her, spätestens beim Versuch, sich durch das mittige Knöpfchen-Ensemble zu navigieren, findet der Spaß für Volvo-Novizen ein ziemlich jähes Ende. Eines sollte man dem V60 dabei allerdings zugute halten: Einige seiner Tasten stecken aus löblicher Überzeugung im Instrumententräger. Traditionell nehmen die Schweden das Thema Sicherheit ja besonders ernst. Und so lässt sich auch der V60 mit zahlreichen Assistenzsystemen anfüttern, welche bei der Konkurrenz längst noch nicht zum Standardsortiment zählen. Und auch den sportlichen Zuschnitt betreiben die Schweden konsequenter als ihre Mitbewerber. So staffiert die Ausstattungslinie R-Design den V60 nicht nur mit optisch reizvollem Beiwerk aus, sie bestückt ihn auch mit 18 Zoll großen 235er- Gummis sowie einem sauber abgestimmten Sportfahrwerk.Wie sich die fünf sportlichen Kombis auf der Rennstrecke schlagen, erfahren Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es in AUTO BILD SPORTSCARS 10/2011.
Kommentar verfassen










































Kommentare zum Artikel (69)
Erstellt
Inhalt
Funktion
Ðàäóåò, ÷òî âàø áëîã ïîñòîÿííî ðàçâèâàåòñÿ. Òàêèå ïîñòû òîëüêî ïðèáàâëÿþò ïîïóëÿðíîñòè.ß äèêàÿ êîøêà, êîòîðàÿ õî÷åò ðàçâëå÷üñÿ ñ îáàÿòåëüíûì ïàðíåì, ìíå îäèíîêî è õî÷åòñÿ ëàñêè, ÿ âñÿ ãîðþ è æäó òåáÿ çäåñü:÷àò ãàëàêòèêà çíàêîìñòâçíàêîìñòâà ruïîçíàêîìëþñü ñ ìóæ÷èíîé äëÿ ñåêñà
Langsam geht es mir hier auf den Senkel. Immer wieder, wenn Journalisten nichts einfällt, wird beim optisch mehr als ansprechenden V60 über die kleinen Tasten an der Mittelkonsole gelabert. Da gibt es weitaus schlechtere Cockpits bei der Konkurrenz. Die Klimaanlage beispielsweise ist intuitiv über ein großes Männchen zu bedienen etc. Sicherheitssysteme serienmäßig, die andere nicht mal aufpreispflichtig haben. Aber immer schön dem Dauerwerbekunden treu bleiben. laaaaangweilig.
218ps sauger-ps aus 3 litern hubraum, das war vor 10 jahren vielleicht noch ein sportlicher motor, und selbst damals hatten wirklich sportliche saugmotoren schon erheblich höhere literleistungen. und aus turbomotoren holte man damals auch schon alltagstaugliche & haltbare literleistungen heraus, die deutlich höher waren als die hier im test. die autos sind nicht schlecht motorisiert, viel mehr aber auch nicht.
Jede Antriebsart hat seine Vor- und Nachteile. Ein allbringende Lösung gibt es nicht auch nicht mit Allrad (Verspannung in engen Kurven, mehr Gewicht, geringere Agilität).
Und zum Thema Frontantrieb und Nässe. Beim Frontantrieb kann sich durch zuviel Gasgeben besonders schnell Aquaplaning an der Antriebsachse bilden und das weit unter der 80 km/h Grenze.
Dazu noch ein eingelenkt in einer Kurve und das Fahrzeug dreht sich sofort.
Alles hat seine Vor- und Nachteile.
@Beobachter
Was hat wann die beste Traktion? Wie war das?
FAIL mein Lieber!
Zwar bringt mehr Gewicht auf der Antriebsachse gerade bei rutschigem Grund, wie Schnee, aus dem Stand mehr Traktion doch verkehrt sich diese Regel beim Beschleunigen ins Gegenteil! Beim Beschleunigen drücken die Fliehkräfte das Gewicht des Fahrzeugs auf die Hinterachse. Desweiteren bekommt eine einlenkende Antriebsachse in Kurven die Kraft nicht souverän auf die Straße