Standheizung: AUTO BILD gibt Tipps

— 28.02.2010

Schön warm dank Standheizung

Nie wieder Eis kratzen. Standheizungen sorgen schon beim Losfahren für kuschelige Wärme im Auto. AUTO BILD erklärt, welche Heizungssysteme zur Verfügung stehen und wie sie eingebaut werden.

Jeden Morgen der gleiche Ärger: Eiskratz-Alarm bei Bibber-Kälte. Laternenparker mögen das gar nicht. Dabei lässt sich der morgendliche Kaltstartfrust ganz einfach vermeiden: Standheizung nachrüsten. Standheizung? Grob gesagt funktioniert das so wie bei der heimischen Heizung. Im Auto wird eine etwa 25 Zentimeter große Kiste eingebaut, die abhängig vom Pkw-Motor Benzin oder Diesel verbrennt, um das Kühlwasser zu erhitzen. Je nach Geldbeutel gibt es unterschiedliche Regelsysteme. Einfach mit Zeitschaltuhr im Innenraum, aufwendiger mit Funkfernbedienung, Telefonsteuerung per SMS oder sogar als App für ein iPhone oder ein Android-Smartphone. In der Bildergalerie dokumentieren wir den Einbau einer Standheizung in einen Toyota Yaris.

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Was früher reiner Oberklasse-Luxus war, ist heute auch im Kleinwagen angekommen. Experten unterscheiden zwei Systeme: Luft- oder Wasserheizungen. Die erste Variante erwärmt angesaugte Umgebungsluft und pustet diese über Kanäle oder Schläuche in den Innenraum. Vorteile: Wohlige Wärme schon beim Einstieg, freie Scheiben, einfacher und günstiger Einbau. Nachteile: Der Motor bleibt kalt, außerdem benötigt die Luftheizung viel Platz für den Einbau, ist deshalb für Pkw eher ungeeignet. Das praktischere System ist die Wasser-Standheizung, bei der ein Brenner die Kühlflüssigkeit erwärmt. Der Effekt: Auch bei minus zehn Grad herrscht Tauwetter in Innenraum und Motor. Es gibt nie wieder einen Kaltstart, denn mit dem Kühlwasser wird auch der Motor erwärmt. Die warme Luft wird über die Lüftungsdüsen in den Innenraum gepustet.

Gut für Motor und Umwelt

Eingeschaltet werden kann die Standheizung über eine Zeitschaltuhr im Fahrzeug, per Funkfernbedienung oder mit dem Handy.

Eingeschaltet werden kann die Standheizung über eine Zeitschaltuhr im Fahrzeug, per Funkfernbedienung oder mit dem Handy.

Vorteile der Wasser-Standheizung: geringer Motorverschleiß und weniger Abgase in der Kaltstartphase. Eingeschaltet wird die Standheizung über eine Zeitschaltuhr im Fahrzeug, per Funkfernbedienung oder sogar mit dem Telefon: bei Anruf Wärme. Intelligente Standheizungen wie Thermo Top von Webasto oder Hydronic 4 von Eberspächer lassen sich nicht nur auf die Abfahrtszeit programmieren. Zusätzlich überwacht ein Sensor die Innenraumtemperatur und entscheidet, wie lange die Standheizung überhaupt anlaufen muss. Der Spritverbrauch (rund 0,5 Liter pro Stunde) dieser Standheizung wird im Winter über den geringeren Spritverbrauch nach dem Kaltstart kompensiert. Den Einbau übernimmt in jedem Fall die Werkstatt.

Tipps für den Heizungsbetrieb

Jede Standheizung braucht Batteriestrom. Deshalb sollte sie nicht zu lange im parkenden Auto laufen. Die Formel Heizzeit gleich Fahrzeit erspart dem Fahrer eine entladene Batterie. Auch im Sommer alle zwei Monate die Standheizung für ein paar Minuten laufen lassen. Sonst können die Pumpen für Kraftstoff und Kühlwasser verharzen. Wichtig: Aus Sicherheitsgründen Standheizung beim Tanken oder Parken in geschlossenen Räumen abschalten. Damit die Standheizung den Innenraum optimal wärmt: Gebläse auf Stufe eins, Heizregler auf warm, Luftverteilung zur Windschutzscheibe ausrichten.

Die Anbieter

Eberspächer und Webasto sind führend bei Standheizungen. Elektrische Motorvorwärmer und Heizlüfter bieten beispielsweise Waeco oder auch die Firma Seehase an.
Autor:

Bernd Volkens

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Kommentare zum Artikel (2)

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Jo
18.11.2010, 19:43Uhr

Standheizung ist super, beim Neukauf vor 3 Jahren habe ich eine Standheizung mitbestellt. Diese wird jeden Morgen im Winter vor dem Frühstück eingeschaltet und bis zum Start ist mein Wagen angenehm warm und das Beste: keine Scheiben sind frei zu kratzen. Das spart Zeit, die Morgens wertvoll ist.
Ich würde jedem raten, der keine Garage hat, eine Standheizung einzuplanen beim Neuwagen. Übrigens kann sie im Sommer auch den Wagen belüften.

RickX
04.02.2010, 11:01Uhr

Also ich weiß nicht, wieso so viele Leute mit nem Schaber auf der schönen Frontscheibe herum kratzen. Ich jedenfalls kann auf eine verkratzte Scheibe verzichten. Also: Handfeger schnappen, den Schnee runterfegen. Dann entweder Motor an, warten bis die Scheibe abgetaut ist - das aber kann schon 10 Minuten dauern. Oder einfach mit etwas Eisspray nachhelfen.

Wer sein Auto auf einer Auffahrt neben dem Haus stehen hat, kann auch einfach 15 Minuten vorm Losfahren einen Heizlüfter reinstellen. Das geht am einfachsten, aber natürlich nur, wenn das Stromkabel nicht quer über dem Fußweg liegt.

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