Start-Stopp-Systeme im Test

— 14.04.2012

So viel Zeit kostet Start-Stopp

Ein Start-Stopp-System spart Sprit. Aber es raubt Zeit. Wie viel, wollten wir genau wissen und haben bei 13 Fahrzeugmodellen nachgemessen. Die Unterschiede sind größer als gedacht.



Ein Motor, der nicht läuft, verbraucht kein Benzin. Ein Auto, das nicht fährt, braucht keinen laufenden Motor. Ergo: Steht das Auto, bleibt am besten die Maschine aus. So weit, so logisch. Umso besser, dass immer mehr Hersteller auf eine automatische Abschaltung, ein Start-Stopp-System setzen. Pausiert der Motor zum Beispiel an einer roten Ampel, pufft in diesen wenigen Sekunden kein Gramm CO2 aus dem Endrohr, der Sprit bleibt unberührt im Tank. Gut so. Die Umwelt ist uns schließlich wichtig, und Benzin gibt es ja nicht gerade geschenkt. Aber wie steht es eigentlich um unsere Zeit?

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Die ist heutzutage kostbar wie Kronjuwelen. An unnötig verrinnende Stunden denken die Entwickler wohl gar nicht. Denn Zeit – so viel sei bereits verraten – stiehlt uns ein Start-Stopp-System reichlich. Zumindest gefühlt vergeht eine Ewigkeit, bis Anlasser, Motor und Getriebe endlich aus ihrem Sekundenschlaf erwachen und der Wagen losrollt. Wie lange genau? Kommt drauf an. Wie kräftig ist die Batterie? Wie schnell kommt der Starter auf Touren? Helfen technische Tricks dem Motor auf die ersten Drehzahlsprünge? Braucht das Getriebe einen Extra-Weckruf?

So arbeiten Start-Stopp-Systeme

Steht der Wagen, schaltet der Motor ab, meist sogar schon beim Ausrollen. Geht der Fahrer von der Bremse (oder beim Schaltgetriebe auf die Kupplung), läuft die Maschine wieder an. Damit das Bordnetz die vielen Startvorgänge ...

Start-Stopp-Systeme 1 von 3
Wir wollten genau wissen, wie lange es dauert, bis der Wagen in Fahrt kommt. Dafür traten dreizehn aktuelle Modelle zum AUTO BILD-Ampelrennen an. Gemessen haben wir die Zeit vom Stillstand bis Tempo 20. Einmal mit eingeschalteter Start-Stopp-Funktion, einmal mit ausgeschalteter. Die Differenz der beiden Zeiten zeigt, wie schnell oder langsam ein Start-Stopp-System arbeitet. So viel können wir jetzt schon sagen: Nur einer schafft es ganz ohne Verzögerung. Die Ergebnisse unseres Tests finden Sie oben in der Bildergalerie.
Jan Horn

Jan Horn

Fazit

Start-Stopp stört. Na ja, zumindest die ganz Eiligen dürften es wohl verteufeln. Nicht, dass wir uns an dieser Stelle falsch verstehen. Jede Motor-Pause spart wertvollen Kraftstoff und erspart uns giftige Abgase. Somit ist uns auch jeder einzelne Stopp willkommen. Wir wollen auch nicht über verlorene Zehntelsekunden jammern oder die Minipausen über das Jahr zu Stunden verlorener Zeit addieren. Unser kleines Experiment soll lediglich verdeutlichen, dass es beim Arbeitstempo der Technik sehr wohl Unterschiede gibt. Dass es mit Start-Stopp auch völlig reibungslos geht, zeigt Mercedes. Die C-Klasse bremst niemanden an der Ampel aus. Ein Vorbild für alle anderen.

Autoren: Jan Horn, Manfred Klangwald



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