Subaru Forester (1997-2002)

Subaru Forester Subaru Forester

Subaru Forester (1997-2002)

— 22.06.2004

Erste Wahl für zweite Hand

Unauffällig, zuverlässig, langlebig – diese Attribute gelten Subaru-typisch für die erste Generation des Forester. Empfehlenswert nicht nur für Förster.

Marktlage und Qualität

Ein Hingucker war er nicht, der erste Forester. Mit brav gezeichnetem Karosseriekleid stand er ab Sommer 1997 bei den Subaru-Händlern. Für die war das Auto dennoch eine Sensation, denn Subaru hatte nun sein erstes SUV. Ein Sport Utility Vehicle im Zuschnitt der beiden Erfolgsmodelle Toyota RAV4 und Honda CR-V. Allerdings wesentlich zurückhaltender und braver in der Formgebung als die anderen beiden.

Dem weltweiten Erfolg tat dies keinen Abbruch. Auch in Deutschland verkaufte sich der Forester (engl. für Förster) gut. Dass man dennoch nicht allzu viele Forester auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt findet, hat einen anderen Grund: Subaru-Fahrer sind überaus treue Seelen, die ihr Auto nicht gleich nach vier oder fünf Jahren abschieben, sondern es oft zehn Jahre und länger achten und ehren.

Und die ältesten Forester sind nun mal nicht älter als sieben Jahre. Dennoch lohnt es sich für den Gebrauchtkäufer, auf die Suche zu gehen. Der hoch gelegte Subaru darf als überdurchschnittlich langlebig gelten. Zahlreiche Leser berichten von weit über 200.000 problemlosen Kilometern.

Der Forester im Leserurteil

Die wenigen Schwachstellen kann auch der Laie prüfen. Hauptkritikpunkt (31 Prozent) ist der Benzinverbrauch von rund 10 Liter pro 100 Kilometer. Eine Dieselalternative gibt es nicht. Zum Glück, denn häufig sind es heutzutage die unberechenbaren Turbodiesel, die die Zuverlässigkeitsund Kostenbilanz des Gebrauchtkäufers ruinieren.

Mit zur Beliebtheit des Forester haben die Subaru-Händler beigetragen. Mit ihnen sind traumhafte 99 Prozent zufrieden. Eine große Inspektion kostet nach Leserangaben rund 360 Euro. Treue spiegelt sich auch bei der Fahrzeugwahl wider. 20 Prozent der Forester-Fahrer fuhren schon zuvor Subaru. Immerhin 14 Prozent stiegen von anderen Allrad-Marken auf den Japaner um.

Insgesamt 73 Prozent der Fragebogeneinsender wollen wieder die Subaru-Sterne auf dem Kühlergrill sehen: 11 Prozent nehmen einen gebrauchten Forester I, satte 55 Prozent den aktuellen Forester II und weitere sieben Prozent ein anderes Modell des Allrad-Spezialisten, meist einen Outback. Dennoch bleiben 27 Prozent, die abwandern wollen. Das tun sie fast alle nur aus einem einzigen Grund: Es gibt keinen Diesel-Subaru. Davon profitieren vor allem Nissan X-Trail und Kia Sorento.

Historie, Schwächen, Kosten

Modellgeschichte1997 Einführung des Forester mit 2.0-Vierzylinder-Boxer-Benziner (122 PS); LxBxH 4,46x1,74x1,60m; 5-Gang-Schalt- oder 4-Gang-Automatikgetriebe 1998 nun auch als 2.0-Turbo-Benziner (170 PS); 2.0-Sauger jetzt mit 125 statt 122 PS 2000 Facelift mit Klarglas-Scheinwerfern, Chromgrill, neu geformter Motorhaube, neuen Heckleuchten, Griff an der Heckklappe; 15 mm größerer Spurbreite an der Hinterachse; 2.0 Turbo jetzt 177 statt 170 PS 2002 Ablösung durch den Forester II

Schwachstellen • die Bremsen halten unterschiedlich lang. Zwischen 13.000 und 200.000 Kilometer Lebensdauer war bei den Scheiben alles dabei • Ölundichtigkeiten und Wassereinbrüche kommen so gut wie nie vor • die hinteren Radlager halten zuweilen nur 50.000 km (elf Prozent) • die Niveauregulierung.kann nach einigen Jahren schlapp machen (acht Prozent) • vier bis fünf Jahre hält in der Regel die Auspuffanlage. Dann hat der Rost gesiegt • Zuverlässigkeit ist typisch für Subaru. Der Forester I macht da keine Ausnahme • sieben Prozent der Leserfahrzeuge blieben auf freier Strecke liegen. Grund: meist Kühlprobleme oder die hinteren Radlager • die Startbilanz sieht noch besser aus: nur drei Prozent Startversagen. Der Verdacht fällt zuerst auf Zündschloss oder Wegfahrsperre. Defekte Anlasser kommen dagegen so gut wie nie vor

Reparaturkosten Preise inklusive Mehrwertsteuer am Beispiel eines Forester 2.0 Schaltgetriebe, Baujahr 1999. Entsetzlich teuer ist das Getriebe. Geradezu billig dagegen der Motor. Die übrigen Teilepreise sind auch o.k. – bis auf die zu teuren Scheinwerfer.

Fazit und Technik

Fazit "Typisch Subaru: Je schwächer der Motor, desto besser die Zuverlässigkeitsbilanz und desto langlebiger die Aggregate. Der Turbomotor bringt Bremsen, Getriebe und Kühlung eher an die Grenzen. Mit dem 125-PS-Saugmotor hat man so gut wie nie Probleme. Ein unauffälliges Langzeitauto mit viel Komfort, das man fast am Telefon kaufen kann." Martin Braun, Redakteur AUTO BILD alles allrad

TechnikAllradantrieb: Schaltversion: permanent über Zentraldifferenzial (v:h 50:50) mit Viskobremse, Geländeuntersetzung; Automatikversion: permanent über Ölbad-Lamellenkupplung (v:h 100:0 bis 50:50), keine Untersetzung • Aufbau: selbsttragende Stahlblech-Karosserie • Verbrauch: 2.0: 10l Superbenzin/100 km; 2.0 Turbo: 11,5l Super/100 km • Höchstgeschwindigkeit: 2.0: 182 (Autom: 171) km/h; 2.0 Turbo: 202 km/h

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