Takata

Takata-Airbags: Auch Honda betroffen

— 15.05.2015

Honda ruft fünf Millionen Autos zurück

Fehlerhafte Airbags des Zulieferers Takata machen weiter Probleme. Jetzt muss auch Honda fast fünf Millionen Autos zurückrufen, wohl auch in Deutschland.

(dpa/sb) Defekte Airbags des japanischen Zulieferers Takata sorgen wieder für einen Massenrückruf in der Branche. Nach Toyota und Nissan ruft auch Honda wegen möglicher defekter Airbags weitere Millionen Autos zurück. Wie der japanische Konzern jetzt bekannt gab, sind weltweit 4,89 Millionen Autos betroffen. 1,74 Millionen Autos entfallen dabei auf den japanischen Heimatmarkt. In Europa sind es 920.000 Fahrzeuge, wie hoch die Zahl in Deutschland ist, konnte Honda noch nicht sagen. Konkret trifft es in Europa folgende Autos: Beifahrerairbags: 610.000. Modelle: Jazz, Modelljahr 2003 bis 2008; CR-V, Modelljahr 2002 bis 2007; Accord, Modelljahr 2003 bis 2009; Civic, Modelljahr 2003 bis 2006; City, Modelljahr 2004 bis 2008; Stream, Modelljahr 2003 bis 2005. Fahrerairbags: 310.000 Modelle: Jazz: Modelljahr 2004 bis 2007; Civic: Modelljahr 2004 bis 2005; City: Modelljahr 2006; CR-V: Modelljahr 2007. Die Airbags können wegen mangelhafter Verarbeitung platzen – dabei kommt es zu einer Explosion, die Teile der Metallverkleidung durch den Fahrzeugraum schleudert und zu schweren Verletzungen führen kann. Eine offizielle Mitteillung des Kraftfahrt-Bundesamtes gibt es noch nicht, die fehlerhaften Airbags werden aber laut Honda überprüft und bei Bedarf ausgetauscht. Bereits am 13. Mai 2015 kündigten Toyota und Nissan an, insgesamt rund 6,6 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zu ordern. Allein Toyota als weltgrößter Autobauer muss etwa fünf Millionen Autos zurückholen, davon 1,26 Millionen in Europa und 152.940 in Deutschland. Nissan sprach von Problemen beim Beifahrer-Airbag. Bei dessen Entfaltung könnte einer Sprecherin zufolge ein zu hoher Druck entstehen, durch den sich Teile vom Airbag-Gehäuse lösen könnten. Schon 2014 hatte eine Rückrufserie wegen Problemen mit dem Zulieferer hohe Wellen geschlagen. Auch andere Hersteller wie der US-Konzern Chrysler waren betroffen. Weltweit mussten bereits mehr als 21 Millionen Fahrzeuge wegen Takata-Airbags zurückgerufen werden. Auch 2013 hatte es solche Fälle gegeben. Weder Toyota noch Nissan lagen bislang Berichte über Verletzte oder gar Tote durch die jüngsten Airbag-Probleme vor. Nissan musste 1,56 Millionen Autos zurückrufen, davon 563.000 in Europa, hieß es. Die gesamte Zahl für Deutschland war zunächst nicht bekannt. Um Kosten zu sparen und schneller Autos bauen zu können, setzen die Hersteller zunehmend auf gleiche Teile für mehrere Modelle. Das sogenannte Baukasten-Prinzip hat viele Vorteile – solange nichts kaputtgeht. Macht ein einziges Teil Probleme, trifft es oft gleich massenweise Autos.

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