Tata Aria: Vorstellung

Tata Aria: Vorstellung

— 28.10.2010

SUV vom Subkontinent

Indien gilt in Sachen Auto als schlafender Riese. Doch die Inder können nicht nur billig, wie der Tata Aria beweist. Das siebensitzige SUV fällt erstaunlich erwachsen aus.

Tata. Da fällt uns zuerst der Nano ein, das billigste Auto der Welt, das Indien mobil machen soll. Oder es kommt einem ins Gedächtnis, dass Jaguar und Land Rover mittlerweile Tata gehören. Doch die Inder haben unter der eigenen Hausmarke eine bachtliche Modellpalette: Vom Mini Nano bis zum fetten Lkw baut Tata so ziemlich alles, was Räder hat. Zugegeben, bisher sahen die Tata-Mobile ein wenig aus wie aus den Achtzigern geklont, doch jetzt kommt ein Vertreter, der auch in Europa kaum negativ auffallen würde. Aria nennt Tata seine Kreation, die mit überraschend moderner Optik und Technik daherkommt. Das SUV hat sieben Sitze, wobei die hinteren Reihen wie im Kino gen Heck leicht ansteigen. Innen geht es wohnlich zu, Ledersitze sind ebenso zu haben wie Bedienungstasten am Lenkrad, Navigationssystem oder eine Klimaautomatik. Der Armaturenträger erinnert – wen wundert's – an einen Land Rover.

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Das Cockpit ist modern mit Anlehnungen an Tata-Tochter Land Rover.

Von edler Landy-Optik ist das Exterieur allerdings meilenweit entfernt. Hier geht es vor allem darum, den Raum gut zu nutzen. Der Aria ist 4,78 Meter lang, 1,90 Meter breit und 1,78 Meter hoch, der Radstand streckt sich auf 2,85 Meter. Vorn prangt groß das Tata-Logo im Chromgrill, die Scheinwerfer sind weit nach hinten in die Haube gezogen – das soll Dynamik vermitteln. Die seitliche Fensterlinie erinnert irgendwie an den SsangYong Rodius, allerdings ohne dessen unsägliches Heck zu imitieren. Unter der Haube arbeitet ein 2,2-Liter-Turbodiesel mit 140 PS, der sein maximales Drehmoment von 320 Newtonmetern an alle vier Räder verteilt. Der Allradantrieb leitet die Kräfte je nach Schupf flexibel an Vorder- oder Hinterachse. Dazu hat der Aria (in der Topversion "Pride") sogar ESP an Bord, ebenso sechs Airbags, ABS und Bremsassistent. Und was kostet der Spaß? Umgerechnet rund 21.000 Euro, wobei die Preise je nach indischem Bundesstaat unterschiedlich ausfallen. Maximal stehen umgerechnet knapp 27.000 Euro in der Preisliste. Klingt nach einem Schnäppchen, ist aber für den indischen Markt aber teurer. Ob der Aria für den Export vorgesehen ist, lässt Tata offen. Immerhin soll er auch europäischen Crashtests standhalten, sagt der Hersteller.

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