Toyota FCHV-adv

Toyota FCHV-adv

— 23.06.2008

Alltags-Hybrid

Null CO2-Ausstoß und rund 800 Kilometer Reichweite. Das Toyota Brennstoffzellen-Fahrzeug FCHV-adv treibt den Umweltschutz auf die Spitze. Und das Hybrisauto soll sogar alltagstauglich sein.

Gemeinhin gilt die Brennstoffzelle als Hoffnungsträger für die Zukunft, mit deren Serienreife Experten in frühenstens zehn Jahren rechnen. Doch jetzt prescht Toyota erneut vor und präsentiert eine Weiterentwickung des Versuchsträgers FCHV (Fuel Cell Hybrid Vehicle). Der neueste FCHV bekommt das Zusatz-Kürzel adv (für advanced = weiterentwickelt) und soll mit einer einzigen Tankfüllung 830 Kilometer weit kommen. Gleichzeitig hat Toyota die Kaltstarteigenschaften verbessert, so dass der Brennstoffzellen-Hybrid auch bei Temparaturen von minus 30 Grad Celsius startet. Die Belohnung: Das japanische Verkehrsministerium erteilte eine Straßenzulassung für den heimischen Markt. Beim Umweltgipfel der G8-Staaten vom 7. Bis 9. Juli 2008 in Japan steht der FCHV-adv den Politikern und Medienvertretern für Testfahrten zur Verfügung.

Start frei auch bei Minusgraden

Im Fokus der Techniker stand die Kaltstarteigenschaft der Brennstoffzelle. Bislang wurde bei niedrigen Temperaturen innerhalb des Stacks – so heißt das Brennstoffzellenpaket – Wasser frei, das (weil es stromleitfähig ist) zu elektrischen Störungen führen konnte oder bei Kälte einfror und damit den Start des Aggregats verhinderte. Jetzt konnten die Techniker laut Toyota diesen Prozess mit einer neuen Membran-Elektroden-Anordnung kontrollieren. Gleichzeitig ist der Wasserstoff-Verbrauch um 25 Prozent gesunken. Dazu wurde unter anderem die Wirkung die Bremsenergierückgewinnung verbessert und der Strombedarf der Nebenaggregate reduziert. Durch den Einbau eines neu entwickelten Hochdruck-Wasserstofftanks mit 700 bar (Vorgänger 350 bar) stieg das Fassungsvermögen von 148 auf 156 Liter. In der Summe bringt das eine Verbesserung der Reichweite um 500 Kilometer gegenüber den 330 Kilometern des FCHV der ersten Generation. Jetzt wollen die Forscher den Fokus auf die Senkung der Produktionskosten für die Brennstoffzellen richten. Zudem ist die Herstellung von Wasserstoff als Kraftstoff teuer. Wann das erste Serienfahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb kommen soll, ließ Toyota weiter offen.

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