"The Beast": US-Präsidentenlimo und ihre Ahnen

Trumps neue Präsidentenlimousine: Erlkönig

— 29.05.2017

Hier tarnt sich Trumps neues "Beast"

Erster richtiger Blick aufs neue "Beast" von US-Präsident Trump: Auf dem Testgelände von GM in Milford dreht der Cadillac als Erlkönig seine Runden. 2017 soll er fertig sein.

Das neue "Beast" drehte seine Highspeed-Runden auf dem GM-Testgelände in Milford/Michigan.

US-Präsident Donald Trump wartet auf sein neues "Beast", wie die US-Präsidentenlimousine inoffiziell heißt. Der mächtigste Mann der Welt, der Ende Mai 2017 in Brüssel erneut über die deutsche Autoindustrie geschimpft hatte, bekommt noch 2017 ein aufgefrischtes "Presidential State Car" von Cadillac. Jetzt sind neue Erlkönigbilder aufgetaucht, die einen detaillierteren Blick auf den bekanntesten Dienstwagen der Welt erlauben. Auf dem GM-Testgelände in Milford/Michigan (USA) drehte der Hochsicherheits-Caddy ein paar Highspeed-Testrunden. Wie der CT6 trägt auch das Beast den neuen Cadillac-Grill und vertikale Scheinwerfer. Auch im Profil erinnert der Wagen an die Oberklasse von Cadillac. Hinten dagegen weckt der "Beast"-Erlkönig eher Erinnerungen an Rolls-Royce als an ein aktuelles Cadillac-Modell.

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"Beast"-Warnung vor dem G20-Gipfel in Hamburg

Wenn am 7. und 8. Juli 2017 der G20-Gipfel in Hamburg stattfindet, kommt US-Präsident Donald Trump noch mit der Staatskarosse seines Vorgängers Barack Obama in die Hansestadt. Mit Blick auf angekündigte Straßenblockaden hat der Hamburger Innensenator Andy Grote (SPD) eine Warnung ausgesprochen: "Sollte es zu einer erfolgreichen Blockade kommen, würden sich die Teilnehmer beim Aufeinandertreffen mit der Kolonne in Gefahr bringen." Weiter wollte Grote nicht ins Detail gehen. Er stellte in einem Gespräch mit dem NDR aber klar, dass die ausländischen Sicherheitskräfte während des Gipfels keinerlei hoheitlichen Befugnisse hätten. "Natürlich werden ausländische Personenschützer anwesend sein. Die haben aber nur 'Jedermann-Rechte', also Notwehr, Notstand oder Nothilfe", wird der SPD-Politiker zitiert. Das Kommando über den gesamten Einsatz beim G20-Treffen habe allein die Hamburger Polizei.

Technische Daten des "Beast" sind Staatsgeheimnis

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Das Making of "the Beast"

Von außen geht das aktuelle "Beast" auf den ersten Blick als Pkw durch, tatsächlich ist es aber ein Panzer auf Lkw-Rädern. Es begleitete den bisherigen US-Präsidenten Barack Obama seit 2009. Von außen erinnert es an einen Cadillac CTS der 2013 ausgelaufenen Generation. Technische Details zum Auto gab es schon zum alten Modell so gut wie keine. Spekuliert wird über den nächsten Präsidentenwagen, dass der gepanzerte Body von einem Pick-up- oder SUV-Rahmen getragen wird. Steckt unter dem Panzerkleid ein Chevrolet Suburban? Wird das "Beast" mit Benzin oder Diesel angetrieben? Staatsgeheimnis! Die Spekulationen um den Motor reichen vom riesigen V8-Benziner bis zum 6,6-Liter-Duramax-Diesel. Gerüchten zufolge erreicht der Cadillac wegen seiner fünf bis acht Tonnen Gewicht maximal 97 km/h und verbraucht 27 Liter auf 100 Kilometer. Eine Lachgas-Einspritzung soll ihm aber kurzzeitig zu 1000 PS verhelfen.

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Einzigartige Sicherheitsvorkehrungen der Staatskarosse

Der Innenraum im State Car (hier mit Trump-Vorgänger Barack Obama) muss wohl künstlich beleuchtet werden, weil durch die Panzerscheiben nicht genug Sonnenlicht eindringt.  

Die amerikanische Staatskarosse ist fast sieben Meter lang, das Dach wurde für einen bequemen Einstieg beinahe auf Stehhöhe angehoben. Die Sicherheitsvorkehrungen an Bord des State Car suchen weltweit ihresgleichen: Der Tank ist gepanzert, die Fenster bestehen aus kugelsicherem Glas. Granatwerfer, Tränengaskanonen, Nachtsichtgeräte, Satellitentelefon und ein verschlüsselter Internetzugang sind an Bord – und es soll sogar Blutkonserven mit der Blutgruppe des Präsidenten geben. Einzelheiten halten die Behörden aus Sicherheitsgründen geheim, die Kosten sollen sich pro Limousine aber auf mehr als eine Million Dollar (ca. 920.000 Euro) belaufen.

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Tragische Berühmtheit von Kennedys Lincoln

Das berühmteste Presidential State Car neben "The Beast" dürfte der Lincoln X-100 sein, in dem 1963 auf John F. Kennedy geschossen wurde.

Präsident Taft (Amtszeit 1909 bis 1913) war der erste US-Staatschef, der mit einem Auto chauffiert wurde. Aber es dauerte bis zum Angriff Japans auf Pearl Harbor 1941, dass die US-Regierung auch im Inland eine Bedrohung für Leib und Leben des Präsidenten ausmachte und den Lincoln von Franklin Delano Roosevelt nachträglich panzern ließ. Der offene Lincoln X-100 von John F. Kennedy erlangte 1963 traurige Berühmtheit, als die Welt live am Fernseher verfolgen konnte, wie auf den Präsidenten in seinem Wagen geschossen wurde. Gerald Ford hatte in den 70ern in einem seiner Autos einen Zusammenstoß mit Schülern in einem Gebrauchtwagen, und Ronald Reagan wäre ohne sein State Car beinahe gewaltvoll aus dem Leben geschieden. Obamas Cadillac wurde dann wie zuvor ein Cadillac Fleetwood an der Seite von Clint Eastwood zum Leinwandstar: Er schaffte es in Roland Emmerichs "White House Down" auf die Kinoleinwand.

Hier die ersten Bilder von Trumps "Beast" und eine Ahnengalerie der US-Staatskarossen.

"The Beast": US-Präsidentenlimo und ihre Ahnen

Autoren: , , Matthias Techau

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