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US-Autoabsatz Januar 2014

— 04.02.2014

VW bricht ein

Das Jahr beginnt schlecht für VW: Im Januar verkauften Volkswagen in den USA 20 Prozent weniger Autos als noch ein Jahr zuvor. Gut da stehen dagegen Audi, BMW und Mercedes.

(Reuters/dpa/brü) Volkswagen hat in den USA zum Jahresbeginn einen Fehlstart hingelegt. Im Januar 2014 brach der dortige Absatz im Vergleich um Vorjahresmonat um 19 Prozent auf knapp 23.500 Fahrzeuge ein. Auch für die Opel-Mutter GM begann das neue Jahr schlecht: General Motors verkaufte mit rund 171.500 Wagen zwölf Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Bergab ging es im Januar auch für die schärfsten Konkurrenten des US-Branchenführers – Ford und Toyota. Alle drei machten dafür die klirrende Kälte in Amerika verantwortlich. Der inzwischen von Fiat komplett übernommene Rivale Chrysler erzielte dagegen ein Plus und witzelte, das schlechte Wetter mache wohl nur den Autohäusern der Konkurrenz zu schaffen. Chryslers US-Verkaufschef Reid Bigland sprach vom besten Januar seit 2008 – vor Beginn der Wirtschaftskrise.

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VW braucht frische Modelle

VW-Händler in den USA konnten auch ihre üblichen Verkaufsschlager nicht an die Kunden bringen. Sowohl der Golf, der Jetta als auch der Passat fanden auf dem wichtigen US-Markt weniger Käufer als im Jahr zuvor. Volkswagen fehlt ein frisches Massenmodell, das die amerikanischen Autokäufer anspricht. Porsche büßte gar um acht Prozent ein. Einen Lichtblick lieferte nur Audi: Von der Marke setzte der VW-Konzern mit 10.100 Fahrzeugen immerhin gleich viele ab wie im Januar 2013. Gut schlugen sich auch die Rivalen Mercedes und BMW: Die Daimler-Marke meldete ein Plus von 1,5 Prozent auf 24.400 Fahrzeuge, die Münchner konnten mit knapp 20.800 Wagen drei Prozent mehr verkaufen und erzielten, wie auch Audi, einen Verkaufsrekord für einen Januar.

Im Vergleich zu VW hielt sich der Rückschlag bei Toyota und Ford mit einem Minus von jeweils rund sieben Prozent in Grenzen. Ford verkaufte gut 154.600 Autos, Toyota knapp 146.400. Fords US-Vertriebschef John Felice begründete das Verkaufsminus mit den eisigen Temperaturen: "In Regionen, wo das Wetter gut war, sind die Verkäufe gestiegen." Den Nummern zwei und drei in den USA ist Chrysler inzwischen dicht auf den Fersen. Der zum frisch geschmiedeten Konzern Fiat Chrysler Automobiles gehörende Autobauer konnte seinen Absatz um acht Prozent auf fast 127.200 Fahrzeuge steigern. Vor allem der neue Jeep Cherokee schlug bei der Kundschaft ein. Einen besonders großen Zuwachs schaffte Nissan mit einem Plus von fast zwölf Prozent auf knapp 90.500 Fahrzeuge.

Gesamtmarkt verliert drei Prozent

Markenübergreifend schlug im Januar ein Minus von drei Prozent auf gut eine Million Wagen zu Buche, errechneten die Marktforscher von Autodata. Vor allem Pkw verkauften sich schlechter, während Pick-up-Trucks und Geländewagen besser liefen. "Das Verkaufsminus lässt sich gut aufs Wetter schieben", sagte Larry Dominique, Analyst vom Forschungsinstituts TrueCar. Nun sei es spannend zu sehen, ob die Einbußen im Februar und März wieder wettgemacht werden könnten. Eine Delle im Januar sehen die meisten Analysten noch nicht als Warnsignal. Allerdings ist der rückläufige Gesamtmarkt ungewöhnlich: Im vergangenen Jahr waren die US-Verkäufe laut Autodata um acht Prozent auf 15,6 Millionen Stück gestiegen und damit schon fast wieder auf Vorkrisenniveau. Für dieses Jahr erwarten Experten weitere Zuwächse.

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