Volvo L60G PCP: Fahrbericht
— 09.07.2012Schneller baggern
Über 100 km/h im Radlader: Volvo macht's möglich – mit einem speziell getunten Unikat. AUTO BILD fuhr die schnellste Baumaschine aller Zeiten. Und zwar weltexklusiv.
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Der 304 PS starke Volvo S60 T6, der mir als Referenz-Pkw dienen sollte: abgesagt. Angesagt ist dafür Dauerregen – drohend zieht eine dunkle Wolkenwand auf. Im Fahrerlager steht einzig der blaue Radlader. Daneben zwei trockene, unparfümierte Typen, die sich als Fredrik und Mikael vorstellen. Apropos: Wo ist Karin Olsson? Hat andere Termine, erfahre ich. Natürlich. Toll. Okay, da ich schon mal hier bin und die Rückreise eh erst in sieben langen Stunden losgeht: Das ist also euer Rekord-Radlader, Leute. Na, dann lasst doch mal sehen. Schön blau, immerhin. Schaufel aerodynamisch verblendet: etwas Show-Programm, oder? Gut, soll ja nach was aussehen. Wie das wichtige Sparco-Sportlenkrad. Ob ich einen Helm dabei habe? Kommt, Jungs, jetzt macht aber mal halblang. Hoch ins Führerhaus, rein in den Recaro-Rennsitz – beziehungsweise erst mal rauf auf den Sitz. Und pressen, pressen ... verdammt, ist die Schale eng. Ob ich hier je wieder allein rauskomme? Fredrik und Mikael haben gut lachen – logisch, wiegen ja auch 25 Kilo weniger als ich. Jeweils, nicht zusammen. An den vier knubbeligen Hebeln rechts, meint Mikael, solle ich während der Fahrt lieber nicht rumfummeln: Schippe in fünf Meter Höhe bei 100 Sachen auf dem Tacho – das kommt nicht so gut.
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Noch eine Runde. Und noch eine. Das rockt. Auch wenn die Höchstgeschwindigkeit dieses Geräts weit außerhalb der Reichweite meiner Traute liegt: gut 80 km/h mit einer Baumaschine – das fühlt sich an wie im Reisebus, der gerade die Schallmauer durchbricht. Und noch eine Runde ... Frage nebenbei: Was soll das Ding – wozu ein Radlader, der über 100 Sachen macht? Fredrik erzählt: Swecon, Vertreiber für Volvo-Baufahrzeuge in Schweden und Deutschland, sponsert das mit Volvo verbundene Polestar-Team in der schwedischen Tourenwagen- Meisterschaft. Und räumt dort mit seinen Radladern die havarierten Rennwagen von der Strecke. Was liegt da näher als ein Renn-Radlader zu Promotion-Zwecken, einzig aus Volvo-Serienteilen komponiert – und die blonde Pilotin auf medienwirksamer 103-km/h-Rekordfahrt? Mehr ist in Anderstorp nicht drin. Jetzt suchen Fredrik und Mikael nach einer Geraden, die genug Auslauf für Tempo 120 bietet. Ich schlage die Bundesautobahn im schönen Tyskland vor – und mich selbst als Fahrer. Bin schon auf das Überholprestige gespannt. Freiräumen der linken Spur: Das nehmen wir dann mal wörtlich. Den kompletten Artikel gibt's im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.
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