VW Beetle: Auto Shanghai 2011 – UPDATE

VW Beetle VW Beetle

VW Beetle: Auto Shanghai 2011 – UPDATE

— 18.04.2011

Der neue Beetle ist da

VW präsentiert in Shanghai den neuen Beetle. Nichts soll mehr an den bei uns so wenig geliebten Vorgänger erinnern. Design, Ausstattung und Motoren: Der neue Beetle will sein eigenes Ding machen.

Das ist er also, der neue Beetle. Nach gewaltigem Werbe-Trara – vor allem im Beetle-Fan-Land USA – präsentierte VW jetzt den neuen Käfer-Nachfolger in Shanghai. Mit seinem Vorgänger will der Beetle nichts zu tun haben – das ist aus deutscher Sicht auch gut nachvollziehbar. 2010 rangierte der New Beetle auf dem 156. Platz in der Jahreshitliste der meistverkauften Autos. Aber Schwamm drüber, nun soll ja alles besser werden. Die Emanzipation geht auch gleich beim Namen los. Der Neue nennt sich nur noch schlicht: The Beetle. Klingt irgendwie nach Highlander – es kann nur einen geben. Aber so lautete nun mal der Arbeitsauftrag, den die VW-Chefdesigner Walter de Silva und Klaus Bischoff ihren Truppen vorgaben: "Entwerft ein neues Original!" Ob dieser Auftrag gut umgesetzt wurde, entscheiden die Kunden. Ab September 2011 ist der Beetle zunächst in den USA und dann ab Oktober auch in Europa zu haben.

Erste Sitzprobe im neuen VW Beetle

Video: VW New Beetle 2011

Der neue Beetle kommt

Mit einer Länge von 4,28 Meter und einer Breite von 1,81 Meter überragt der Beetle seinen 1998 vorgestellten Vorgänger deutlich (plus 15 cm, plus 8,4 cm). Nur bei der Dachhöhe büßt der Neue ein, misst nun mit 1,49 Meter exakt zwölf Millimeter weniger. Und das ist auch gut so, denn vor allem das flachere Dach macht aus dem 2011er Käfer in ein völlig neues Auto, das sich klar vom knubbelig-runden New Beetle distanziert. Mit seiner eher coupéhaften Linie soll der neue Beetle seinen Stempel als weichgespültes Mädchenauto loswerden und endlich auch eine männliche Zielgruppe ansprechen. VW sieht das zwar ähnlich, verweist jedoch darauf, dass man bei Betrachtung der Silhouette unter bestimmtem Lichteinfall und Blickwinkel die Linie des Originals von 1938 erkenne. Bitte schön.

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Rund war gestern und vorgestern: Der neue Designweg bringt ovale, spitz zulaufende Rückleuchten mit sich.

Fest steht, dass der Beetle dank des vorderen Stoßfängers schon auf den ersten Blick als VW zu erkennen ist. Unterbrochen wird die moderne Familienzusammengehörigkeit von Beetle-typischen Rundscheinwerfern, die optional mit Bi-Xenon und LED-Tagfahrlicht in die Gegend blinzeln. Am Heck werden sich die Geister wohl am meisten scheiden. Zwar ist der Po des neuen Käfer nun endlich klar von der Front zu unterscheiden. Ob der bei den stärkeren Motorisierungen serienmäßige Heckspoiler aber tatsächlich an den Bürzel des Ur-Käfer erinnert, sei dahingestellt. Und auch die Rückleuchten dürften polarisieren, denn rund war gestern und vorgestern. Der neue Designweg bringt ovale, spitz zulaufende Leuchten und eine moderne Leucht-Charakteristik mit sich.

Auch im Innenraum ist alles neu. Die geringe Dachhöhe soll selbst groß gewachsenen Fahrern kein Problem bereiten. Dank der gewachsenen Abmessungen in Länge und Breite gibt's nun mehr Platz für die hinteren Insassen, und der Kofferraum fasst 100 Liter mehr (310 Liter). Zwar verspricht VW überdies ein "unverwechselbares Cockpit", doch außer dem optionalen, nach oben öffnenden zusätzlichen Retro-Handschuhfach, ist alles recht konventionell. Das Gegenteil von retro ist das neue Schließ- und Startsystem Keyless Access. Wer es ordert, bekommt seinen Beetle gänzlich ohne konventionelle Türschlösser oder Zündschloss. Geöffnet und abgeschlossen wird automatisch via Sender, gestartet ausschließlich über den Start-Stopp-Knopf. Und auch das von VW "Panorama-Ausstell-/Schiebe-Glasdach" genannte, optionale Dachkonzept ist neu im Beetle. Es ist 80 Prozent größer als beim Vorgänger und soll außerdem 99 Prozent der UV-Strahlung und 92 Prozent der Wärme aussperren. Der Beetle wird in drei Ausstattungslinien zu haben sein. Nähere Infos dazu gibt es bislang nicht.

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Drei aufgeladene Benziner und zwei Diesel stehen für den Beetle zur Wahl. Den Einstieg machen je ein Otto und ein Selbstzünder mit 105 PS. Der Benziner schöpft seine Kraft aus 1,2 Litern Hubraum und soll im Schnitt 5,5 Liter verbrauchen, der Diesel begnügt sich mit 4,3 Litern auf 100 Kilometer (1.6 TDI). Darüber rangiert der 2.0 TDI mit 140 PS. Laut VW liegt sein Verbrauch bei 4,9 Litern, als Höchstgeschwindigkeit geben die Wolfsburger 198 km/h an. Noch ein paar Schippen drauf legen die beiden Top-Benziner: Als Beetle 1.4 TSI (160 PS) muss der Fahrer mit einem Verbrauch von 5,9 Litern rechnen, dafür sind auch maximal 207 km/h möglich. Der Zweiliter-TSI leistet 200 PS und bringt den Käfer auf beachtliche 225 km/h Höchstgeschwindigkeit. Erkauft wird diese Spritzigkeit mit 7,4 Litern im Schnitt. Kombiniert werden die beiden Top-Benziner mit der elektronischen Differenzialsperre XDS. Es soll bei schneller Kurvenfahrt das Handling verbessern, indem es ein Durchdrehen des kurveninneren, entlasteten Rades per aktivem Bremseingriff unterbindet und so die Traktion verbessert. Maßgeblich für die Beliebtheit des neuen Beetle dürfte auch der Preis sein. Den verrät VW aber vorerst noch nicht.

Autor: Stephanie Kriebel

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