VW Golf GTI W12-650/GTI Pirelli

— 18.05.2007

Mehr Golf geht nicht

VW schickt die Fans am Wörthersee in den siebten GTI-Himmel: Der Show-Golf W12-650 liefert satte 650 PS! Ebenfalls am Start: der neue Pirelli-GTI.
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Von Michael Voß Volkswagen nimmt das GTI-Treffen am Wörthersee ernst. Sehr ernst sogar. Zum einen lässt es sich Konzernchef Martin Winterkorn nicht nehmen, selbst mal vorbeizuschauen (siehe automesse-live.de). Zum anderen verneigen sich die Wolfsburger mit einem ganz besonderen Bonbon vor den Massen an GTI-Fans, die den Weg ins österreichische Reifnitz auf sich genommen haben: mit dem Showcar GTI W12-650, das – der Name lässt es vermuten – satte 650 PS auf die Straße wuchtet. Mehr Golf geht nicht! Es scheint, als käme der Über-GTI direkt von der Rennstrecke: Ein W12-Zylinder wummert als Mittelmotor direkt hinter dem Piloten und stemmt 750 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle. Per Sechsgang-Automatik und Heckantrieb geht es in 3,7 Sekunden auf Tempo 100, erst bei 325 km/h ist Schluss mit Vortrieb. Unter der 1,88 Meter (Serie: 1,76) breiten und 1,42 Meter (Serie 1,50) flachen Karosserie haben die Entwickler ausschließlich Teile aus dem Konzernbauskasten vereint. Bei allem Tuning hatte VW-Chefdesigner Klaus Bischoff dabei ein festes Ziel: "Trotz der zum Teil dramatischen technischen Änderungen sollte der GTI ganz klar ein klassischer GTI bleiben. Das Design des Golf ist ja wie ein Fingerabdruck. Wenn man den verwischt, wird der Charakter des Autos zerstört."
Der neue Golf GTI Pirelli
230 PS aus dem GTI Edition 30 reichen für Tempo 245.
230 PS aus dem GTI Edition 30 reichen für Tempo 245.
Etwas bodenständiger wirkt da schon das moderne Comeback des legendären Golf GTI Pirelli. Kein Wunder, denn er soll im September 2007 bereits in Serie gehen. VW setzt mit ihm die Geschichte eines der bekanntesten europäischen Sondermodelle fort. Im Mai 1983 kam der "Ur-Pirelli" auf den Markt – als Basis der Golf GTI der ersten Generation, zweite Serie. Prägnantes Erkennungszeichen waren die eigens entwickelten Alufelgen mit dem Pirelli-P am Außenrand. Nach 10.500 Exemplaren war allerdings Schluss. Der Grund: Limited Edition. Die legendären Reifenspuren des Youngtimers soll jetzt der neue GTI Pirelli verlängern. Wieder mit Pirelli-Reifen, diesmal auf mächtigen 18-Zoll-Felgen in Titanoptik. Im Cockpit nimmt man auf einer Teilleder-Sportsitzanlage mit eingeprägtem Reifenprofil Platz. Statt 112 PS wie damals setzt der Neue auf 230 PS aus dem nochmals nachgewürzten Turbo-FSI des GTI Edition 30. Mit dem "Jubiläumsmotor" sprintet der Pirelli-GTI in 6,8 Sekunden auf 100 km/h, mit DSG braucht er zwei Zehntel weniger. Maximal sind 245 km/h drin.
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