VW Golf R Variant
Vorne hat der Golf R Variant besonders große Lufteinlässe und ein dezentes "R"-Logo im Grill.
Bild: Jan Wigger Robin Hornig
Doppel-Premiere am VW-Stand in Los Angeles: Mit dem Weltdebüt des R Variant trägt erstmals seit dem Bestehen der Golf-Baureihe ein Kombi das Kürzel "R". Es klebt vorne dezent am Kühlerschutzgitter. Darunter befinden sich die Stoßfänger mit besonders großen Lufteinlässen. Seitlich kennzeichnen das Topmodell in Wagenfarbe lackierte Seitenschweller, weitere "R"-Logos auf den vorderen Kotflügeln sowie matt verchromte Außenspiegelgehäuse. Dazu gibt's 18-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Reifen der Dimension 225/40 und große schwarz lackierte Bremssättel. Das Heck grenzt sich durch einen neuen Stoßfänger im R-Design, einen Diffusor in hochglänzendem Schwarz, vier verchromte Endrohrblenden der Abgasanlage, dunkelroten Rückleuchten und eine LED-Kennzeichenbeleuchtung von den normalen Variant-Modellen ab.
So kommt der neue VW Golf R Variant

Haptik und Ergonomie sind top

VW Golf Variant R
Schneller Kombi: Mit dem 300 PS starken Turbomotor und DSG braucht der R Variant zum Sprint von Null auf 100 km/h 5,1 Sekunden.
Bild: Helmut Werb
Im Cockpit passen die mit Leder bezogenen und mit "R"-Logo bestickten Sportsitze tadellos. Hüften und Rücken werden prima gestützt. Das Dreispeichen-Ledersportlenkrad liegt nahezu perfekt in den Händen. Carbon-Blenden am Armaturenbrett und in den Türverkleidungen passen ebenso zum sportlichen Auftreten des potenten Variant wie die hellblau beleuchteten Zeiger des Drehzahlmessers und des Tachos. Der Touchscreen des Infotainmentsystems zeigt als Startbildschirm das animierte "R"-Logo. Das Menüs ist so einfach und intuitiv wie ein Tablet zu bedienen.

Bis zu 1620 Liter Kofferraumvolumen

VW Golf R Variant
Selbst 1,86 Meter lange Menschen fühlen sich in der zweiten Reihe gut untergebracht, für Kopf und Knie bleibt ausreichend Raum.
Bild: Jan Wigger Robin Hornig
In der zweiten Reihe fühlen sich selbst 1,86 Meter lange Menschen gut untergebracht, für Kopf und Knie bleibt ausreichend Raum. Die charakteristische C-Säule des Golf verschiebt sich beim 31 Zentimeter längeren Variant entsprechend nach hinten und wird zur D-Säule. Der Stauraum von 605 Litern lässt sich einfach auf 1620 Liter vergrößern: Über zwei Hebel links und rechts hinter der Heckklappe sinkt die Rückenlehne zu Boden. Diese Hebel fehlen beim Fließheck, der maximal nur 1270 Liter zu bieten hat.

Auf der Rennstrecke schneller als das Schrägheck

Durch die zusätzlichen Kilos hinten kommt der Kombi langsamer aus den Puschen als die Schrägheck-Variante. Allerdings ist der Leistungsverlust minimal: Mit dem 300 PS starken Turbomotor und DSG braucht er zum Sprint von 0 auf 100 km/h 5,1 Sekunden. Das Schrägheck braucht nur 4,9 Sekunden. Auch der von VW angegebene Verbrauch liegt beim Variant mit sieben Litern minimal über dem des "normalen" Golf R (6,9 Liter). Im Alltag dürften die Unterschiede kaum bemerkbar sein. Aber auf der Rennstrecke sieht das anders aus. VW hat bei Testfahrten auf dem Nürburgring die Erfahrung gemacht, dass das Mehrgewicht auf der Hinterachse dem R Variant zu besseren Rundenzeiten verhilft. Offizielle Zeiten gibt es allerdings noch nicht.

Fazit

Für 40.000 Euro kommt der Golf R Variant im Mai 2015 in den Handel. Für einen Aufpreis von 1500 Euro bietet der R Variant gegenüber dem Golf R mehr Nutzwert und offensichtlich bessere Renneigenschaften, was den R Variant zum besseren "R" macht.