Fahrbericht VW Jetta

VW Jetta: Fahrbericht

— 01.09.2014

So fährt der neue VW Jetta

Kurz nach Erscheinen des neuen Passat legt VW auch beim Jetta noch mal nach und gönnt der Limousine ein großes Modellpflegeprogramm.

Ein Design mit Glanz und Gloria und eine Ausstattung wie in der Oberklasse. Wenn VW nach dem Pariser Salon den neuen Passat an den Start bringt, sieht sein kleiner Bruder Jetta plötzlich ganz schön alt aus. Damit er trotzdem nicht ganz den Anschluss verliert, möbeln die Niedersachsen die Baureihe zum Oktober 2014 jetzt noch einmal kräftig auf. Denn die Limousine ist viel zu wichtig, um schon aufs Abstellgleis geschoben zu werden. Zwar kommt sie bei uns neben dem Golf kaum zum Zuge, doch weltweit ist der Jetta das erfolgreichere Auto und steht mit einem Jahresabsatz von knapp einer Million Fahrzeugen in der Bestenliste ganz vorn.

Leichte Kosmetik und neue Assistenten werten den Jetta auf

Neuer Look: Kosmetik an Stoßfänger und Lampen lässt den Jetta jetzt optisch hochwertiger wirken.

Ganz so vornehm wie beim Passat treiben es die Niedersachsen zwar nicht. Und an den Kunststoffen im Cockpit merkt man auch weiterhin, dass der in Mexiko gebaute Jetta im Grunde ein kostengünstiges Einstiegsmodell für den Weltmarkt ist. Doch mit neuen Tuben im Kombiinstrument, ein bisschen mehr Chrom und Klavierlack auf dem Armaturenbrett und einem neuen Lenkrad sieht das ganze schon viel besser aus. Außerdem legt VW auch bei der Technik nach und bietet jetzt auch im Jetta ein paar Extras, die bei uns sogar im Polo selbstverständlich sind – zum Beispiel einen Totwinkelwarner oder Xenon-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht. Was noch dazu kommt, sind Sensoren, die nach vorne schauen und vor einem Auffahrunfall warnen oder beim rückwärts Rangieren auf den Querverkehr achten. Von außen erkennt man die Modellpflege vor allem an einem etwas klarer geschnittenen Heck mit neuen Rückleuchten und natürlich der geglätteten Frontpartie mit dem neuen, dreistrebigen Grill, dem stärker konturierten Stoßfänger und den LED-Punkten des Tagfahrlichts.
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Auf den Zweiliter-Diesel ist VW besonders stolz

Motor der Wahl: Der Zweiliter-Diesel ist mit jetzt 150 PS eine gute und sparsame Kraftquelle.

Damit sieht der Bug nicht nur besser aus, sondern ist auch windschnittiger und verbessert die Aerodynamik um bis zu zehn Prozent. Dass der Jetta zum Teil deutlich sparsamer wird, hat aber noch einen anderen Grund: Die vielfach neuen, meist aus dem modularen Querbaukasten übernommenen Motoren. Der ganze Stolz der Niedersachsen ist der 2,0-Liter-Diesel, der gegenüber dem aktuellen Diesel um zehn auf 150 PS zulegt und trotzdem deutlich sparsamer wird. Obwohl er mit 320 Nm einen ordentlich Punch hat, man damit beim Ampelspurt locker in Führung geht und mit 218 km/h Spitze auf der Überholspur gut aufgehoben ist, gibt der Selbstzünder im Gleitflug auf der Autobahn den absoluten Leisetreter und ist auf dem Prüfstand im besten Fall mit 4,2 Litern zufrieden. Wem auch das noch zu viel ist, der bekommt den neuen Motor auch mit 110 PS und einem Verbrauch von 4,0 Litern. Daneben bietet VW zunächst drei Benziner an: Einen 1,2-Liter mit 105 und einen 1,4-Liter mit 125 oder 150 PS. Auch den Jetta Hybrid wird weiterhin geben. Aber der verliert gehörig an Reiz, wenn der Golf als GTE jetzt sogar mit Plug-In-Technik kommt.

Modernere Motoren, ein paar neue Assistenten, ein nobleres Design und einen vornehmeren Innenraum: Auch wenn der Jetta trotz der Modellpflege meilenweit vom  Premiumanspruch seines großen Bruders entfernt ist, verliert er mit dem Facelift den Anschluss zumindest nicht ganz. Nur in einem Punkt hält er freudig den Abstand zur großen Limousine: Beim Preis. Denn der beginnt unverändert bei 21.725 Euro und liegt damit gute 4000 Euro unter dem Passat.

Autor: Thomas Geiger

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