VW Passat Variant (2014): Vorschau

— 08.08.2013

So kommt der neue Passat Variant

Schicker, nobler, geräumiger: Im Frühjahr 2014 kommt der neue VW Passat Variant in die Showrooms. Wie der Golf trägt auch der Mittelklasse-Kombi den neuen modularen Querbaukasten unterm Blech.



VW spielt Auto-Lego. Mit einer Modulfibel, die über 100 Positionen enthält. Mit einem Baustein-Konzept, das unterschiedlichste Ausführungen und Abmessungen möglich macht. Mit einem enormen Maß an Vereinheitlichung. Wir sprechen vom modularen Querbaukasten, kurz MQB. Eine technische Basis, die drei verschiedene Fahrzeugklassen nutzen: Bei den Kleinwagen heißt der Baukasten MQB-A0, er bedient den Polo und seine Schwestermodelle. MQB-A kümmert sich um die Kompakten wie den Golf. Und MQB-B steht für die Mittelklasse um den Passat. Klingt erst mal kompliziert, ist aber fast so spielerisch einfach wie Lego. Und auf jeden Fall so flexibel wie die bunten Bauklötze.

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Lademeister: Mit ein paar Kunstgriffen will VW das Kofferraumvolumen von 603 auf 625 Liter erhöhen.

Die Produktion des neuen Passat läuft im Mai 2014 an. Limousine und Variant starten zeitgleich – ein Muss, denn in Europa hat der Kombi längst dem Stufenheck den Rang abgelaufen. 2015 folgen der Alltrack, ein langer Passat für China, der Passat R-Line, die 4Motion-Modelle und der Passat PHEV mit Plug-in-Hybrid. Erst Anfang 2016 komplettiert der Nachfolger des CC das Angebot. Passat Coupé und Passat Cabrio wurden zwar immer wieder heiß diskutiert, haben aber den Sprung vom Konzept zur Serie nicht geschafft. Was die Umstellung auf MQB bewirkt, zeigt am besten der Vergleich wichtiger Abmessungen. Weil die Achse nach vorn rückt und der Motor nach hinten geneigt eingebaut wird, wächst der Radstand um acht Zentimeter auf 2,79 Meter. Das kommt vor allem den Fondpassagieren zugute, die im nächsten Passat noch ein bisschen entspannter lümmeln können. Gleichzeitig schrumpft die Außenlänge um zwei Zentimeter auf 4,75 Meter, denn wegen der platzsparenden MQB-Architektur kann der vordere Überhang kürzer ausfallen.

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Das Stufenheck feiert in manchen Märkten eine Renaissance. Davon soll auch der Passat profitieren.

MQB bedeutet weniger Gewicht. Rund 60 Kilo spart die effizientere Konstruktion, bis zu 22 Kilo die neuen Vierzylinder. Weniger Gewicht bedeutet auch gute Fahrleistungen und niedrigere Verbräuche. Wozu auch das neue Motorenprogramm beiträgt. Zunächst die Benziner: • 1.4 TSI, 122 PS/200 Nm • 1.4 TSI, 150 PS/250 Nm • 1.8 TSI, 184 PS/300 Nm • 2.0 TSI, 224 PS/350 Nm • 2.0 TSI, 279 PS/400 Nm Der starke Vierzylinder ersetzt den V6. 4Motion-Allradantrieb ist bei diesem Modell ebenso Serie wie die Siebengang-Doppelkupplungsautomatik – die auch für die schwächeren Motoren erhältlich ist. Falls der Markt danach ruft, steht ein 258 PS starker 2.0 TSI auf Abruf bereit. Aufrüsten wollen die Passat-Entwickler auch bei den Dieseltriebwerken, die sich so staffeln: • 1.6 TDI, 109 PS/250 Nm • 2.0 TDI, 150 PS/340 Nm • 2.0 TDI, 184 PS/400 Nm • 2.0 TDI, 231 PS/600 Nm Mit dem 245 PS starken Biturbo- TDI hat VW eine weitere Leistungsstufe in petto. Am unteren Ende der Skala soll der Passat BlueMotion mit dem 1,6-Liter-Diesel nur 3,9 Liter verbrauchen – vier Zehntel weniger als der Vorgänger.

Völlig neu ins Programm rückt der Passat PHEV, also ein Plug-in-Hybrid. Der familientaugliche Sparfuchs kombiniert dem Vernehmen nach den 150 PS starken 1,4-Liter-TSI-Motor mit einer kompakten Elektromaschine, die 109 PS und ein konstantes Drehmoment von 330 Newtonmetern mobilisiert. Solange die EU an der unrealistischen NEFZ-Messmethode festhält (und die zum Laden der Batterie nötige Primärenergie unberücksichtigt lässt), hat dieser Fünfsitzer das Zeug zum Zwei-Liter-Auto. Sogar scheinbar Unmögliches wird möglich – wozu so ein Lego-Baukasten nicht alles gut sein kann.
 
Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Der neue Passat ist geräumiger, sparsamer, agiler und rundum zeitgemäßer. Keine Frage: Die Golf-Technik funktioniert auch in der Mittelklasse. So dürfte der achte Passat zum Erfolg werden.

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Kombi



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