VW Phaeton V8

VW Phaeton V8 VW Phaeton V8

VW Phaeton V8

— 14.10.2003

Volles Programm

VW schließt die Lücke. Nach Sechs- und Zwölfzylinder gibt es den Phaeton nun auch mit einem 335 PS starken V8.

Bärenstark, aber durstig

Von Jürgen von Gosen Ich gebe zu: Gewartet haben wir auf diesen Motor nicht wirklich. Dennoch sind viele froh, dass Volkswagen sein Vorzeigestück jetzt auch mit einem Achtzylinder anbietet. Warum? Weil ihnen der Zwölfer ein wenig zu dick aufträgt und der Sechser doch etwas angestrengt wirkt. Da kommt der V8 gerade recht. Er passt perfekt in die Lücke, liegt bei Leistung (335 PS) und Preis (ab 73.350 Euro) genau dazwischen.

Die Überraschung: Das ist kein echter VW-Motor! Die Wolfsburger haben zwar ihren eigenen W-Achtzylinder, mochten ihn aber nicht in den Phaeton setzen. Stattdessen haben sie sich den 4,2-Liter-V8 von Tochter Audi geholt. Der hat schließlich mehr Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen und soll sparsamer sein. So ganz können wir das nicht bestätigen. Er ist zwar bärenstark und tut sich relativ leicht mit dem Fünfmeterriesen, doch 14,2 Liter Testverbrauch stehen eher für recht ungezügelten Durst. Bei forscher Autobahnfahrt steigt der Wert auf über 20 Liter an. Ergo: Mehr als 500 Kilometer sind mit einer Tankfüllung selten drin. Natürlich liegt das nicht allein am Motor selbst. Er hat mit Allradantrieb und der kompletten Luxusausstattung wirklich schwer zu schleppen. Leergewicht: 2,25 Tonnen.

Dem Fahrgenuss tut das keinen Abbruch. Der V8 reagiert wunderbar spontan aufs Gas und wirft den Koloss vehement nach vorn. Die versprochenen 6,9 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h haben wir nicht ganz erreicht (7,5), doch auch in dieser Form kann der V8 in jeder Lage begeistern. Er dreht munter hoch, bleibt dabei vornehm zurückhaltend, aber akustisch doch stets präsent.

Technische Daten

Die Sechsgangautomatik schaltet weich, die Tiptronic mit den Wippen hinter dem Lenkrad ist allerdings überflüssig. Sie rückt den Phaeton in eine sportliche Liga, in der er absolut nichts zu suchen hat. Das verrät schon das Kurvenverhalten. Der Wagen liegt ein wenig zu satt auf der Vorderachse (Gewichtsverteilung 57:43 Prozent), er wirkt unhandlich und mag keine schnellen Wechselkurven. Der Komfort dagegen kratzt an der 100-Prozent-Marke – mit kleinen Abstrichen bei Querfugen. Die machen sich schon mal bemerkbar. Der Rest ist über jeden Zweifel erhaben: Top-Qualität, Luxus satt. Dazu passt nun mal ein Achtzylinder perfekt. Auch wenn er von Audi kommt und nur 150 Euro (als 5-Sitzer) billiger ist als im A8.

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Testwerte sind harte Fakten. Ob ein Auto letztlich ankommt, wissen aber nur die Verbraucher selbst – also Sie. Deshalb ist uns Ihre Meinung wichtig: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, und vergeben Sie eigene Noten für den oder die Test-Teilnehmer. Den Zwischenstand sehen Sie direkt nach Abgabe Ihrer Bewertung.

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