Winterkorns Pläne für Porsche — 20.08.2009
Porsches Tiguan kommt
VW-Chef Martin Winterkorn will die Porsche-Produktpalette ausbauen. So wie der VW Touareg den Tiguan an seiner Seite hat, soll auch der Cayenne einen "kleinen Bruder" bekommen. Und das ist noch nicht alles.
Ziel: 150.000 verkaufte Einheiten
Ziel sei, bis 2012 oder 2013 auf 150.000 verkaufte Fahrzeuge zu kommen, bekräftigte Winterkorn. Im Ende Juli abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 hatte Porsche bei den Verkäufen noch einen Einbruch von 25 bis 30 Prozent verkraften müssen. Die genauen Zahlen sind noch nicht bekannt. Der neue Porsche-Chef Michael Macht hofft aber, die Durststrecke bis Weihnachten zu überwinden. Im Geschäftsjahr 2007/2008 hatten die Stuttgarter 98.652 Autos verkauft.
Zur Sonderseite "Machtkampf um Porsche"
Dem Aufsichtsratschef der Porsche AG, Wolfgang Porsche (66), schreibt Winterkorn im "manager magazin" eine "zentrale Rolle für die Einbindung von Porsche" in den VW-Konzern zu. "Er verkörpert die Marke sehr stark, während sein Cousin Ferdinand Piëch eher für Volkswagen steht", sagte er. Die erbitterte Übernahmeschlacht der beiden Autobauer solle man jetzt vergessen, mahnte Winterkorn. "Die Wunden werden schnell heilen, wenn wir nach vorne schauen in unserer Zusammenarbeit."
Joint Venture mit Suzuki?
Der VW-Chef bestätigte zugleich Spekulationen, dass Volkswagen eine Kooperation mit dem japanischen Autobauer Suzuki ins Auge fasse. "Suzuki wäre wegen seiner Kleinwagenkompetenz ein interessanter Partner", sagte er. Laut "manager magazin" sind ein Joint Venture oder eine Zehn-Prozent-Beteiligung an Suzuki angedacht. Suzuki baut vor allem Kleinwagen und Geländewagen. VW interessiere sich vor allem für kleine Modellplattformen, Suzuki könnte von den Dieselmotoren des VW-Konzerns profitieren, hieß es schon früher. Winterkorn kündigte ferner erstmals öffentlich sein Interesse an einer Verlängerung seines bis Ende 2011 laufenden Vertrages an: "Wenn ich gesund bleibe und man mich noch will, kann ich mir vorstellen, länger zu bleiben. Es gibt viel zu tun."
Kommentar verfassen


































Kommentare zum Artikel (6)
Erstellt
Inhalt
Funktion
forum post backlinks
Meiner Meinung nach übertreibt ihr ein wenig.
Als wenn der Verfall der Exklusivität erst begonnen hätte.
Ich meine welchen Sportwagen sieht man jeden Tag und das oft sogar
mehr als einmal.
Richtig 911 Boxster usw....
Mittlerweile ist man eindeutig exklusiver wenn mann einen GTR von Nissan fährt,
ausserdem ist der auch Preiswerter.
Nur nicht zu eng sehen Freunde.
Wenn ihr richtig auffallen wollt könnt ihr euch noch immer an Pagani oder Königsegg wenden.
Gruss tom
Mein Ziel war es immer einen Porsche zu kaufen, doch jetzt wo Porsche bald VW ist kann ich es mir nicht mehr vorstellen. Wer will schon einen 911er fahren mit Golf-Knöpfen? Schlimm genug, dass im Cayenne die Wischerhebel etc. aus dem VW Regal stammen. Und die Pläne einen Mini-Cayenne zu bauen sind auch Schwachsinn. Wer Porsche kauft will sich absetzen. Das geht nicht mehr, wenn bald jeder einen Porsche fahren kann. Der Marke Porsche wird wird der Reiz genommen.
@ flybo:
Ganz deiner Meinung! Für mich sind Boxster, Cayman und 911er die "richtigen" Porsche im aktuellen Modellprogramm. Cayenne und Panamera haben auch ihre Existenzberechtigung, sofern sie mit V8-BENZINERN(!!!) von Porsche versehen sind... Aber bei einem Tiguan-Ableger bleibt jede Exklusivität auf der Strecke!
Zum kleinen Roadster: Gute Idee! Aber dann bitte mit 4-Zylinder-Boxer, und nicht einfach die üblichen TSI-Motoren aus dem Konzern reinschrauben!
Meinen Vorredner kann ich in seiner Meinung nur unterstützen.
Anstatt einen kleinen, asketischen Roadster (ich denke da an einen kleinen Speedster) mit Stoffdach zu bauen, vielleicht nicht viel größer als ein Mazda MX5, wird noch ein Luxus-SUV den Markt "bereichern".
Die Historie von Porsche lebt von kleinen, schnellen und oftmals begehrenswerten Autos, die den größeren und schwereren Sportwagen klar überlegen war.
Schade um Porsche, der Mythos geht ganz klar verloren.