Wechselkennzeichen kommt — 16.12.2011
Bundesrat stimmt zu
AUTO BILD kämpft seit fast zwei Jahren dafür, jetzt hat das Wechselkennzeichen eine wichtige Hürde genommen. Der Bundesrat stimmte einer Verordnung der schwarz-gelben Koalition zu.
(dpa/cj) Für Autobesitzer in Deutschland soll es bald
Wechselkennzeichen geben, die für zwei Wagen nutzbar sind. Der Bundesrat machte am Freitag (16. Dezember 2011) den Weg für eine entsprechende Verordnung der Bundesregierung frei. Dies soll für Zweitwagen auch günstigere Versicherungskonditionen bringen. Das Verkehrsministerium will die Neuregelung möglichst Mitte nächsten Jahres einführen. Geplant ist, dass ein Kennzeichen für zwei Autos zugelassen wird. Es darf jedoch zur selben Zeit an nur einem der beiden Fahrzeuge geführt werden. "Wir wollen damit die Nutzung mehrerer Fahrzeuge erleichtern und einen Anreiz zum Kauf eines umweltfreundlichen Zweitfahrzeuges, etwa eines Elektroautos setzen", sagte Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Interessant sein kann ein Wechselkennzeichen für Autobesitzer, die neben dem normalen Wagen etwa ein Wohnmobil, einen Oldtimer oder ein kleineres Stadtauto haben.
AUTO BILD (Chefredakteur Bernd Wieland/re. mit Verkehrsminister Peter Ramsauer) setzte sich erfolgreich für das W-Kennzeichen ein.
Konkret ist ein Nummernschild aus zwei Teilen vorgesehen: Ein kleineres Nebenkennzeichen, das am jeweiligen Auto bleibt sowie die beiden Hauptkennzeichen vorn und hinten, die abwechselnd auf dem einen oder anderen Auto angebracht werden. Verkehrs-Staatssekretär Andreas Scheuer sagte im Bundesrat, damit werde eine in Österreich und der Schweiz bewährte Praxis auch in Deutschland ermöglicht. Aus der Versicherungsbranche gebe es Signale, dass dafür günstigere Paketangebote zu erwarten seien.
Der ADAC begrüßte die Pläne. Dadurch könnten gerade Familien bestärkt werden, sich neben dem Erstfahrzeug einen kleinen, sauberen Zweitwagen anzuschaffen. Dem Bundeshaushalt könnten wegen geringerer Einnahmen aus der Versicherungssteuer bis zu 50 Millionen Euro pro Jahr entgehen, erwartet die Bundesregierung. AUTO BILD hatte das Wechselkennzeichen Anfang des Jahres 2010 auf den Tisch gebracht und mit zahlreichen Aktionen sowie Werbung bei Entscheidungsträgern maßgeblich gefördert.
Kommentare zum Artikel (54)
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lächerlich!!!! steuern für beide bezahlen ...aber nur eins nutzen dürfen wegen dem kennzeichen...für wie blöde hält uns die regierung...wenn ich schon für beide zahlen soll....dann lasst es so wie es ist..!!!die schweiz lacht sich schon kaputt !!!..die haben es richtig umgesetzt..
das es hier bei uns nicht möglich ist!!!!hier sind nur schwachköpfe und idioten am werk.
Hallo Autobild,
Ihr VERSAGER!
DAS hier http://www.spiegel.de/auto/fahrkultur/a-809617.html wäre EUER Text gewesen.
Aber nein, lieber feiert man den "Scheiss" da oben noch als Erfolg!
DANKE!
Einer der größten Witze der letzten Jahre. Auto Bild hat gekämpft..... für DAS, ich lach mich tot! Aktion sinnlos ! Die Versicherungslobby und andere haben es wieder mal zerstört.
Warum nicht so wie in der Schweiz? Da wird das grösste Auto versteuert und das von der Versicherung höher eingestufte Fahrzeug versichert. Da man nur mit einem Fahrzeug fahren kann, verlieren weder der Staat noch die Versicherungen etwas. TÜV Plakette an der Front- oder Seitenscheibe und Fahrzeugschein in dem beide Fahrzeuge eingetragen sind. Das ist für Deutschland vermutlich wieder zu einfach.
Diese Aktion spiegelt die Leistung des Verkehrsministerium, große Ankündigung und wenig umsetzen. Wer profitiert: Finanzamt mit Steuereinnahmen und die Versicherungswirtschaft.
Wer ist der Verlierer: DER AUTOFAHERER
Eine weitere Frage, wo sind die Autoclubs mit ihrer Meinung?
Hat man hier auch Vorteile (Versicherung)?
Wo ist die Autobild im Einsatz für die Leser.