24 Stunden von Le Mans 2008
Audi vor dem Hattrick

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Der Sieger der vergangenen Jahre peilt in Le Mans den dritten Sieg in Folge an. Der Audi R10 TDI ist fit für den Extremfall, aber die Konkurrenz hat aufgeholt: Allen voran der Peugeot 908 HDI. Wie stark ist Audi und wer sind die Verfolger?
Kein Rennen ist so hart wie die 24 Stunden von Le Mans. Da werden innerhalb kurzer Zeit so viele Kilometer (über 5000 km) gefahren wie in einer ganzen Formel-1-Saison zusammen. Ohne Zuverlässigkeit läuft da gar nichts. So fit ist Audi: Die Joest-Truppe kennt im dritten Jahr den R10 nun auswendig. Doch kleine Neuerungen gibt's trotzdem. Der V12-Diesel-Motor hat an Leistung zugelegt und einen noch flacheren Drehmomentverlauf bekommen. Die Traktionskontrolle wurde weiterentwickelt und Gewicht, besonders beim Triebwerk, eingespart. Dann hat Audi weiter an der Wartungsfreundlichkeit des R10 gearbeitet. Ziel: noch schnellere Reparaturzeiten nach einem Unfall oder Defekt. Auf diesem Gebiet war der Audi R10 eh schon Vorreiter. Auch die Fahrer müssen gut vorbereitet sein. Spagat zwischen Konzentration und Entspannung. Die Piloten dürfen sich keine Fehler erlauben. Sonst sind die 24 Stunden früher als geplant beendet. Drei Fahrer teilen sich bei Audi je einen der drei R10. Meistens fahren sie zwei Stints (ca. 90 Minuten), so wird der Rennabschnitt zwischen den Tankstopps genannt. In der Nacht sind sogar drei Stints normal. Dafür müssen die Piloten topfit sein. Permanente Höchstleistung sind in Le Mans gefordert bei Durchschnitttempo 230 und 75 Prozent Vollgasanteil.

Die Rivalen: 52 Autos versuchen den Hattrick zu verhindern

Frankreichs Wilde 13
Genau 13,629 Kilometer ist die berühmte Strecke in Le Mans lang. Der Kurs in der Normandie zählt zu den anspruchsvollsten und schnellsten Rennstrecken der Welt. Ein harter Test für Mensch und Maschine. Das sagen die Audi-Fahrer über die wildesten 13 Kilometer Frankreichs: Marco Werner: "Hier bin ich jedes Mal froh, eine Runde weiter zu sein. Aufpassen muss man in der Boxeneinfahrt. Sie ist schmal und hat kaum Grip. Da landet man schnell im Kiesbett." Frank Biela (Audi) zum Dunlop-Bogen: "Das Anbremsen aus der schnellen Rechtskurve heraus ist heikel. Wie auch der Kurvenausgang, weil die Strecke nach außen abfällt und man die Randsteine meiden sollte." Emanuele Pirro zur langen Geraden Hunaudieres: "Auf der langen Geraden können wir entspannen. Aber in den Schikanen müssen wir hoch konzentriert sein. Es ist wichtig den richtigen Bremspunkt und Bremsdruck zu finden, sonst blockieren die Vorderräder." Allan McNish zur Mulsanne: "Tückisch, weil wir hier noch bremsen, während wir schon einlenken müssen. Dann rasen wir quer über die Spurrillen der Lastwagen, die normalerweise hier unterwegs sind." Tom Kristensen zur Porsche-Kurve: "Unheimlich schnell und ein absolutes Highlight der Strecke. Mit dem Audi R10 TDI fantastisch zu fahren. Kurios: Den Dieselmotor hört man kaum."
Die Startprozedur beginnt am Samstag (14. Juni 2008)um 14:22 Uhr und um 15 Uhr geht es los. Zieleinlauf und Siegerehrung ab 15 Uhr am Sonntag (15. Juni 2008). Eurosport berichtet in acht Live-Schaltingen ab Samstag 14.30 Uhr.
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