Euro NCAP Crashtest BMW 6er GT
Souverän: Der BMW 6er GT zeigte kaum Schwächen und bekam die Topnote.
Bild: Euro NCAP

Video: Crashtest Fiat Punto (2017)

Null Sterne für den Punto!

Fast hatte man sich schon an den Dauer-Sternenregen beim Euro NCAP-Crashtest gewöhnt. Der letzte große Streich im Crash-Jahr 2017 brachte allerdings sehr gemischte Ergebnisse: Während BMW 6er GT, Hyundai Kona, Kia Stinger und Jaguar F-Pace souverän die Bestnote einfuhren, erwischte es den (alten) Fiat Punto böse: Er bekam null Sterne. Das Billig-SUV Dacia Duster ordnete sich mit mäßigen drei Sternen in der Mitte ein. Es büßte viele Punkte ein, weil weder Spurhalte- noch Notbremsassistent an Bord sind. Darüber hinaus sahen die Crash-Experten (neben Sicherheitsbedenken bei der Befestigung von Isofix-Sitzen auf der Rückbank) aber auch Verletzungsrisiken aufgrund der Armaturenbrett-Struktur. Tatsächlich meldete der Fahrer-Dummy laut Euro NCP schwere Verletzungswerte am Kopf. Dennoch reichte es beim Erwachsenen-, Kinder- und Fußgängerschutz für jeweils vier Sterne.

Der Punto stammt technisch aus 2005

Euro NCAP Crashtest Fiat Punto
Null Sterne: Der technisch aus 2005 stammende Fiat Punto erreichte ein historisch schlechtes Ergebnis.
Bild: Euro NCAP
Das desaströse Ergebnis des Fiat Punto – null Sterne gab es seit 20 Jahren nicht mehr – muss natürlich erklärt werden: Ende 2018 kommt in Deutschland der Nachfolger auf den Markt, das nun getestete Fahrzeug der dritten Generation stammt technisch im Prinzip aus dem Jahr 2005. Dennoch: Der Punto III steht als Neuwagen bei den Händlern, auch die gecrashten Exemplare stammen aus 2017 – und Gebrauchte gibt es sowieso. 
Woran hat es beim Crash gehakt? Vor allem an den (nicht vorhandenen) Assistenzsystemen, lediglich ein Gurtwarner für den Fahrer ist im Punto an Bord. Das brachte Fiat in diesem Testkapitel besagte null Sterne ein, was gleichzeitig die Gesamtnote ist, da hierfür laut Euro NCAP-Regularien die schwächste Einzelnote ausschlaggebend ist. Auch beim Erwachsenenschutz schaffte der Punto aber nur 51 Prozent der möglichen Punkte (zwei Sterne). Hauptursache hierfür war vor allem der fehlende Kopfairbag, weshalb auf den seitlichen Pfahltest komplett verzichtet wurde. Insgesamt waren die Belastungswerte der Dummys gerade im Fond aber vergleichsweise hoch (auch bei Kindern). 

Nur kleine Schwächen bei den Fünfsterne-Absolventen

Bei den Fünfsterne-Absolventen fand Euro NCAP selbstverständlich keine gravierenden Mängel. Ein paar Kritikpunkte gibt es aber auch bei Kia Stinger, BMW 6er GT, Hyundai Kona und Jaguar F-Pace. Alle Details liefert AUTO BILD in der Bildergalerie!

Sternenregen im November 2017

Video: Crashtest BMW X3 (2017)

Volle Punktzahl für den X3

Sehr gute Ergebnisse lieferten dagegen noch die Crashtests im November 2017: Die neue Mercedes X-Klasse, BMW X3, Porsche Cayenne, DS 7 Crossback, Jaguar E-Pace sowie die beiden fast baugleichen Subaru Impreza und Sabaru XV zeigten kaum Schwächen und erhielten dementsprechend die Topnote, also fünf Sterne. Der Honda Civic, der bei seinem Test im Juli 2017 mit enttäuschenden vier Sternen abschloss, stellte sich nachgebessert einem Wiederholungtest. Mit Erfolg: Auch er sicherte sich alle fünf NCAP-Sterne. Gravierende Sicherheitsmängel gibt es laut Euro NCAP bei keinem der genannten Autos, aber ein paar Kleinigkeiten sind dann doch bei jedem Auto zu bemängeln.